Bewertung: 7
Roland Emmerich

Day After Tomorrow, The

"Ich glaube, wir haben einen kritischen Grad der Aussüßung erreicht."

Foto: Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Inhalt

Der anerkannte Klimatologe Jack Hall (Dennis Quaid) erforscht schon seit einiger Zeit den Klimawandel. Als er zu Forschungsarbeiten im antarkischen Schelfeis bohrt und dort eine Eisscholle in der Größe von Rhode Island abbricht, ahnt er nichts Gutes dabei. Bei einem Klimatreffen warnt er die Regierungschefs vor den Folgen der nationalen Erwärmung. Er hat die Theorie, dass in 50 bis 100 Jahren der Nordatlantischen-Strom aufgrund des Ungleichgewichts von Süßwasser zu Salzwasser zum Stillstand kommen würde. Dies hätte weit reichende Konsequenzen für die gesamte Menschheit. Doch als schon Tage später der schottische Forscher einen rapiden Abfall der Meerestemperatur beobachtet, steht fest: Der Nordatlantische Strom wird nicht in 50 bis 100 Jahren stillstehen, er steht schon jetzt still. Was darauf folgt, sind Umweltkatastrophen ohne Ende. In Tokio fallen riesige Hagelkörner vom Himmel, in Los Angeles treten Tornados auf und in New York verwüstet eine riesige Flutwelle weite Teile der Stadt.

Doch das ist nicht das Einzige, was Jack Hall und seine Frau Lucy (Sela Ward) beschäftigt. Ihr Sohn, der 17-jährige Sam (Jake Gyllenhaal) befindet sich zur Zeit für einen Wettbewerb in New York. Jack macht sich daraufhin auf den weiten Weg von Washington nach New York um dort, trotz der geringen Chancen, seinen Sohn zu retten und ihn nach Hause zu bringen. Doch der Weg von Washington nach New York hält einige Überraschungen und Prüfungen für Jack bereit.

Review

Das Thema Klimawandel ist aktuell wie kaum ein anderes. Und das war es schon in den Jahren 2003/2004, als dieser Film entstand. Das Szenario, welches Drehbuchautor und Regisseur Roland Emmerich hier beschreibt, ist laut mehreren Klimaforschern im Hinblick auf die globale Erwärmung gar nicht so unrealistisch. Klar, wird es nicht so schnell und innerhalb einer solch kurzen Zeit dazu kommen, aber dieser Film ist auch nicht nur dafür gemacht worden, realistisch zu sein. Emmerich wollte mit diesem Film wohl den Amerikanern zeigen, was die Folgen ihres Handels sind. Und auch wenn die amerikanische Regierung logischerweise von diesem Film wenig beeindruckt war, so wurden doch bestimmt einige Zuschauer in ihrem Denken und Handeln beeinflusst.

Aber der Film beschäftigt sich nicht ausschließlich mit den Folgen der globalen Erwärmung. Im Vordergrund steht die Geschichte von Jack und seinem Sohn Sam, die sich, aufgrund dessen, dass Jack viel arbeitet, selten sehen und kaum kennen. Emmerich ist nicht der erste, der Katastrophengeschichten mit Liebesgeschichten verpackt. Filme wie "Titanic"(1997) oder "Pearl Habor"(2001) haben dies vorgemacht. Nur steht bei "The Day After Tomorrow" nicht die Liebesgeschichte eines Pärchens im Vordergrund, sondern die von Vater und Sohn. Es gibt zwar auch eine kleine Geschichte zwischen Sam und seiner Freundin Laura (Emmy Rossum), aber die ist eher Nebensache.

Die Story watet nicht mit viel Hintergrund und Tiefsinnigkeit auf, aber das wäre bei einem solchen Film wohl auch nicht gut gewesen. Es ist eine einfache Geschichte zwischen Vater und Sohn, die den Film leitet, aber ihn nicht allzu sehr einnimmt und genug Platz für den Rest lässt. Die Special-Effekte in diesem 125-Millionen teurem Film sind weitreichend eingesetzt. Von den Tornados in Los Angeles bis hin zur Flutwelle in New York tritt alles auf und ist deutlich zu sehen. Emmerich hat sich für diesen Film den neusten Special-Effekts bedient und diese gut eingesetzt.

Fazit

Ein Sommer-Blockbuster, der zum Nachdenken anregt.

Eva Klose - myFanbase
22.06.2007

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