Bewertung: 8
Andy Tennant

Sweet Home Alabama

Manchmal muss man jemanden verlassen, um ihn zu finden.

Foto: Copyright: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Inhalt

Melanie (Reese Witherspoon) hat all das erreicht, was sie sich immer erträumt hat. Sie hat ihre kleine Heimatstadt in Alabama hinter sich gelassen und ist nun eine überaus erfolgreiche Modedesignerin in New York. Doch als ihr ihr Freund, der Sohn der Bürgermeisterin von New York und zudem begehrtester Jungegeselle der Stadt, Andrew (Patrick Dempsey) einen Heiratsantrag macht, muss sie erst einmal wieder zurück in ihre Heimat, um noch etwas zu regeln.

Melanie hat dort nämlich vor Jahren ihren Jugendfreund Jake (Josh Lucas) geheiratet und ist dann einfach abgehauen. Sie möchte eigentlich nur kurz zurück, um ihre Scheidung zu regeln, doch schon bald weiß die hübsche Melanie nicht mehr so recht, ob sie damals das Richtige getan hat und wo ihr Herz zu Hause ist...

Kritik

Ich gebe zu, der Film klingt nicht besonders interessant. Er klingt nach Klischees und nach Langeweile. Doch man wird überrascht sein, wie amüsant dieser Film ist.

In erster Linie ist das wohl der wieder einmal ultrakomischen und perfekt besetzten Reese Witherspoon zu verdanken. Der Konflikt in ihr zwischen der alten Heimat und ihrem neuen Leben in New York ist durchweg zu spüren. Reese schafft es einfach, sowohl die traurigen Momente, als auch die witzigen perfekt zu spielen und rüberzubringen.

Auch Patrick Dempsey spielt seine Rolle überzeugend, auch wenn es traurig ist, dass das Drehbuch nicht mehr für ihn parat hatte. Aus seiner Rolle hätte man weitaus mehr machen können. Josh Lucas überzeugt in seiner ersten großen Kinohauptrolle ebenfalls alle Kritiker.

Auch wenn es wahrscheinlich nicht unbedingt logisch ist, dass eine erfolgreiche Modedesignerin darüber nachdenkt, ihr Leben in New York aufzugeben, um wieder in ihrer kleinen Heimatstadt in Alabama zu leben, so ist dies auch nicht völlig realitätsfern. Denn wenn man merkt, wie wohl sich Mel in dieser Stadt fühlt und was für gute Freunde sie dort hat, so würde man als Zuschauer wahrscheinlich auch jederzeit das doch sehr aufgesetzte und societymäßige Leben in New York für so eine Vertrautheit und Atmosphäre aufgeben.

Was den Film aber auszeichnet, ist seine Musik. Der Soundtrack geht von Avril Lavigne über The Calling bis hin zu Dollie Parton und passt einfach zu jeder Szene wie die Faust aufs Auge. Auch der Titelsong "Sweet Home Alabama" wird direkt zum Ohrwurm und man wird ihn lange nicht los.

Fazit

Alles in allem ein wunderschöner Film der zeigt, dass man dort zu Hause ist, wo das Herz schlägt.

Eva Klose - myFanbase
22.05.2007

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