Dr. Robert Chase

Foto: Jesse Spencer, Dr. House - Copyright: 2011 Fox Broadcasting Co.; Pamela Littky/FOX
Jesse Spencer, Dr. House
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Der Australier Robert Chase stammt aus wohlhabenden Verhältnissen. Sein Vater war ebenfalls Arzt (Spezialist für Rheumatologie) und hat ihm durch einen Anruf zu dem Job im Team von Dr. House verholfen. Seine Mutter, die unter einem Alkoholproblem litt, starb im Jahr 1995 als er 16 Jahre alt war).

Chase arbeitete schon ein Jahr bevor er die Stelle in der diagnostischen Abteilung bekam im "Princeton-Plainsboro Teaching Hospital". Er hat den Job jedoch nur haben wollen, um die Privilegien als Mitglied eines Spezialteams zu genießen und um von dem geringen Arbeitsaufwand von maximal einem Patienten in der Woche zu profitieren.

House hat es besonders auf Chase abgesehen und ihn zu seinem Lieblingsopfer auserkoren, was aber kein Geheimnis ist. Chase ist zwar nicht der herausragendste Mediziner des Teams, jedoch der kreativste. Er schlägt oft unkonventionelle Behandlungsmethoden vor, die bisher nicht in Betracht gezogen wurden. Mit der Zeit scheint die respektlose Einstellung gegenüber Patienten, die House an den Tag legt, auf Chase abzufärben. Er macht sich häufig hinter den Rücken der Patienten über sie lustig, beleidigt sie oder macht abfällig Kommentare.

Chase hat eine Abneigung gegen Nonnen und den Katholizismus, obwohl er vor seiner medizinischen Laufbahn ein Priesterseminiar besuchte. Er verließ dieses jedoch, nachdem er seinen Glauben verlor. Chase wolllte eigentlich nie Arzt werden, hat das Studium aber auf Drängen seines Vaters hin aufgenommen.

Zu seinem Vater hatte Chase kein gutes Verhältnis, denn er verließ Chase und dessen alkoholkranke Mutter, so dass der Teenager Chase sich bis zu ihrem frühen Tod um sie kümmern musste. Auch wusste Chase bis zum Tod seines Vaters nichts von dessen Krebsleiden.

Mit der Zeit entwickelt Chase mehr und mehr Einfühlungsvermögen, nicht zuletzt durch den Einfluss seiner Kollegin Dr. Allison Cameron, in die er sich schließlich verliebt. Als sie zunächst nur eine rein sexuelle Beziehung mit ihm will, wirbt er hartnäckig um sie und gewinnt bald ihr Herz. Als Chase von House gefeuert wird, kündigt Cameron ebenfalls. Während Cameron fortan in der Notaufnahme tätig ist, wechselt Chase in die Chirurgie.

House bekommt lange Zeit gar nicht mit, dass Chase noch immer im PPTH arbeitet. Erst als er selbst auf der Empore des Operationssaales auftaucht und House mit der korrekten Diagnose für dessen Patienten überrascht, bemerkt er, dass Chase wieder im Krankenhaus arbeitet. Auch wenn er kein Interesse daran hat, Chase wieder einzustellen, bittet er ihn jedoch in jeglichen chirurgischen Fragen um Rat. Dabei erkennt er, dass Chase einer der besten Chirurgen in der gesamten Abteilung ist und bevorzugt nun stets ihn, wenn es um seine Patienten geht. Durch den Abstand zu House' Team gelingt es auch Chase, weiter zu wachsen und selbstbewusster zu werden.

Auch seine Beziehung zu Cameron reift und wird ernster, auch wenn Chase sich immer weider fragt, warum Cameron Angst hat, sich zu binden. Er spricht sie schließlich darauf an, warum sie sich fast nur in seinem Appartement treffen und er in ihrer Wohnung nicht einmal eine Schublade für ein paar Kleidungsstücke bekommt. Um ihn zu beschwichtigen kauft Cameron ihm schließlich einen eigenen Schrank.

Chase beschließt nach einiger Zeit, Cameron bei einem romantischen Wochenende einen Heiratsantrag zu machen, was sie jedoch herausfindet und unter einem Vorwand kurzerhand absagt. Sie gesteht ihm, dass sie Angst hat, sich zu binden, woraufhin er kurz vor einer OP die Frage aller Fragen stellt. Sie nimmt den Antrag an und heiraten schließlich, nachdem die beiden noch eine Diskussion darüber geführt haben, warum Cameron insgeheim das Sperma ihres verstorbenen Mannes behalten hat.

Nachdem House sich in eine psychiatrische Klinik einweisen hat lassen, bittet Cuddy Chase, für kurze Zeit mit Eric Foreman in der diagnostischen Abteilung zusammen zu arbeiten, bis man einen Ersatz für die gekündigten Taub und Dreizehn gefunden hat. Das neue alte Team nimmt sich schließlich dem Fall des brutalen afrikanischen Diktators Diabala an. In der Notaufnahme trifft Chase schließlich eine Patientin aus dem Land, das Dibala tyrannisiert. Sie appelliert an Chase, den Diktator nicht zu behandeln, da er sonst zurück nach Afrika geht, um dort weiter Menschen ihrer Herkunft zu töten. Chase geht das Treffen sehr nach und schließlich beschließt er, einen Test zu manipulieren, um Dibala eine Behandlung zukommen zu lassen, die seinen Tod zur Folge hat. Foreman kommt schnell dahinter, was Chase getan hat, deckt ihn aber mit House Hilfe, so dass seine Tat nicht ans Licht kommt.

Doch das schlechte Gewissen nagt an Chase. Er glaubt noch immer, dass er hat das Richtige getan, doch der Fall lässt ihn nicht los. Er sucht daraufhin Rat bei einem Priester, der ihm jedoch klar macht, dass er die richterlichen Konsequenzen für seine Tat übernehmen müsste, bevor er Absolution erhalten kann. Er zieht sich immer mehr zurück, was auch Cameron auffällt, die ihn sogar verdächtigt, eine Affäre zu haben.

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