Bewertung: 9

Review: #2.20 Frühjahrsputz

Das war es nun! Joan und Adam gehen ab jetzt getrennte Wege. Für mich sehr schade, ich hätte es lieber gesehen, dass ihre Beziehung vertieft wird und wächst, denn genug Potential für interessante Geschichten hätte es meines Erachtens gegeben. Aber gut, so wie im Leben nicht immer alles läuft wie man es gerne möchte, so können sich wohl auch die Geschichten im Serienleben nicht immer mit den persönlichen Vorstellungen decken. Daher kann ich mich mit dieser Wendung im Großen und Ganzen doch abfinden.

Gotts neuer Auftrag aufzuräumen, löst bei Joan einen Lernprozess aus, der sie letztendlich über sich hinauswachsen lässt. Sehr lustig anzusehen ist wie Luke und Grace angesichts der Trennung von Adam und Joan ihre eigene Beziehung auf den Prüfstand stellen. Zum brüllen komisch ist wie Luke aufgrund seines neuen Kleidungsstils immer eingebildeter wird und Grace dies schließlich mit ihrem Auftritt im 'Streber-Vorzeige-Mädchen-Kostüm' entlarvt. Amüsanterweise kippt Luke beim Anblick ihres ungewohnten Outfits buchstäblich aus den Latschen.

Weiteres Highlight dieser wirklich guten Folge ist der erneute Auftritt von Mr. Tuchman, dem von Kevin Rahm gespielten Beratungslehrer aus Folge #2.12 Glücksspiel. Wie damals bin ich auch dieses Mal vollends begeistert. Mich überzeugt die Geschichte, die um Mr. Tuchman gesponnen wird und vor allem die schauspielerische Leistung von Kevin Rahm. Letzterer liefert eine der lustigsten Szenen dieser Episode als er Joan erklärt Mrs. Lischak habe mit ihm Schluss gemacht, weil er sich einfach nicht altersgemäß verhalte. Im selben Atemzug bittet er Joan jedoch nach Hause zu gehen, weil seine Mutti bald zurückkomme. Sehr lustig!

Ebenfalls mit sehr amüsanten Momenten wartet die Handlung um Kevin und Lilly auf. Ganz besonders lustig fand ich Lillys merkwürdige Mitbewohnerin, welche nie das Haus verlässt und deren undefinierbares Gebrabbel nur für Lilly verständlich zu sein scheint. Im Übrigen ist die murmelnde und omnipräsente Mitbewohnerin ein Grund dafür, dass Kevin tatsächlich das erste Mal darüber nachdenkt, von zu Hause auszuziehen. Kevin auf dem Weg zur Selbstständigkeit begeistert mich direkt, nachdem sich seine Geschichte zuvor allzu oft im drögen Unfallthema verirrt hatte. Lilly ist der Motor für das alles, was mich in meiner Meinung bestärkt, dass der Charakter Lilly ein absoluter Glücksgriff für die Serie ist.

Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir in dieser Episode Helen, welche von Mary Steenburgen verkörpert wird. Diese überzeugt auf ganzer Linie. Helens Ängste, dass nun bald alle ihre Kinder das Haus verlassen werden, sind absolut glaubwürdig und werden von Mary Steenburgen brillant in Szene gesetzt. Ihr Spiel ist amüsant, dabei zugleich ernst und über allen Dingen mitreißend.

Mitreißend ist auch wieder einmal Joan in dieser Folge. Sie lernt, dass man manche Dinge nicht verdrängen sollte. Man darf sich nicht damit aufhalten, Erfahrungen zu negieren. Man muss das Positive erkennen und dieses über alle schlechten Erfahrungen hinweg bewahren. Wie sagt Gott zu Joan: Manchmal muss es erst schlechter werden, bevor es schließlich gut werden kann. In diesem Sinn erkennt Joan letztendlich, dass die Beziehung mit Adam viele glückliche Momente hatte, wenn auch das Beziehungsende nicht sehr rühmlich war.

Fazit

Eine rundum gelungene Folge. Joan ist um viele Erfahrungen reicher und geht aus dem Liebes-Chaos trotz ihrer großen Enttäuschung gestärkt hervor. Sie erkennt, dass auch sie Adam etwas geben konnte. Sie war sein Hoffnungsschimmer in seinem zuvor als düster empfundenen Leben. Eine ausfüllende Erfahrung, die Joan über sich hinauswachsen lässt. So wie Joan für Adam war diese neue Folge für mich ein echter Hoffnungsbringer für die Serie. Meiner Meinung nach eine geniale Episode, die die vielen schlechten Folgen der Vergangenheit beinahe vergessen macht.

Anne L. - myFanbase

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