Interview mit Alyson
Alyson Hannigan enthüllt, warum es emotional belastend sein kann, Willow zu spielen und die Reaktion des Publikums auf das Coming Out ihrer Figur.
Was ist das für ein Gefühl, seit dem Anfang bei der Serie dabei zu sein?
Das ist wahnsinnig aufregend. Natürlich gibt mir das viele Möglichkeiten und auch viel, womit ich spielen kann. Es ist bemerkenswert. Ich kann mich nicht beschweren.
Nach 100 Folgen war es an der Zeit, sicherzugehen dass wir immer noch aufregend und frisch sind. Was auch immer die da oben gemacht haben, sie haben das richtige gemacht. Dieses Jahr war klasse. Das beste ist, daß die Serie wirklich auf die Konsequenzen ihrer Sucht und dass die Macht zum wichtigsten Teil ihres Lebens geworden ist, eingegangen ist. Natürlich sind es heftige Konsequenzen, beinahe Dawn zu töten und Tara zu verlieren - zwei sehr große Probleme, mit denen sie es aufnehmen, mit denen sie fertig werden muß und versuchen muss, sich davon zu erholen. Ich finde es gut, das sie das am Ende der Folge nicht verschleiert haben.
Wie war die Reaktion des Publikums auf Willows Coming Out in der Serie?
Es war sehr unterstützend. Die Leute haben das sehr positiv aufgenommen. Es hat die Leute in einer guten Weise beeinflusst. Leute die in der selben Situation waren, es hat ihnen gezeigt, dass sie nicht allein sind. Vor allem Jugendliche, die mit sich gekämpft haben, ob sie ihr Coming Out haben sollten oder nicht, die fühlten sich nicht mehr wie die einzigen Leute auf der Welt, die das durchmachen; was großartig ist.
Warum hinterlässt die Serie so einen bleibenden Eindruck?
Die Autorenarbeit ist galaktisch. Selbst unsere nicht-so-guten Folgen, sind nur fast nicht gut. Es ist wesentlich besser als vieles, was ich früher gemacht habe. Und die Autoren stehen nur am Anfang, man kann die Linie einfach weiterziehen. Wir haben großartige Schauspieler, eine unglaubliche Mannschaft und wir sind einfach wirklich glücklich.
Es ist sowas wie Familiensinn.
Es ist meine Familie, das ist klar. Die Mannschaft, die Besetzung, wir sind wie Brüder und Schwestern. Es ist wirklich klasse, allein die Entwicklung, wenn man jemanden so lang kennt. Jetzt ist Nick verheiratet und es ist interessant.
Wie war das Musical? Hattest du es gefürchtet?
Ich hatte es gefürchtet. Es war definitiv lustig. Es war eine Menge Arbeit - die meiste Arbeit, die wir je in eine Folge gesteckt haben. Es war großartig und jeder war dabei. Jetzt, wo ich weiß, welche Zaubertricks die im Tonstudio drauf haben, ich dachte mir, "Ich hätte etwas mehr Selbstvertrauen haben können und hätte nicht Joss anbetteln müssen, mich nicht singen zu lassen."
Ich sagte, "Ich will nicht singen! Ich will nicht singen!" deshalb gab er mir so wenig Gesangseinlagen wie möglich. Aber jetzt, wo ich die kleinen Geheimnisse kenne - wenn er es noch mal macht, kann ich vielleicht ein bisschen mehr quieksen.
Ihr hattet seltsame Kleidung, wie Korsetts und sowas.
Das war kein Korsett. Ich hatte ein sehr bequemes Kleid.
Wie findest du die Kostüme in der Serie?
Was Willow trägt? Nein, klar, das Musical, ich habe dieses Kleid geliebt. Es war super bequem. Aber wenn du es für, ich glaube wir haben 15 Tage an dieser Folge gedreht - was doppelt so viel ist wie normal - wirst du es irgendwie leid. Glücklicherweise war meins wirklich bequem.
Du bist in Atlanta aufgewachsen, wen hast du als Vorbild bewundert?
Ich hatte Bilder von Leuten an den Wänden, aber das waren keine wirklichen Vorbilder. Ich war verknallt in Ricky Schroder und Michael Jackson, denke ich. Als Vorbild, ich weiß nicht, ich erinnere mich nicht wirklich. Ich mochte John Lennon und so.
Siehst du dich selbst als Vorbild?
Ich weiß nicht. Ich denke man könnte das so sagen, aber ich weiß nicht.
Fühlst du dich verantwortlich gegenüber deinen Fans?
Ich denke meine Verantwortung ist es, mich ihnen gegenüber nicht wie ein Trottel zu benehmen, wenn ich sie treffe. Das ist alles was ich tun kann. Das ist etwas persönliches. Die Rollen, die ich spiele und was Willow tut, das ist eine Entwicklung, das ist meine Karriere. Wenn ich meine Entscheidungen für Leute treffe, die ich nicht mal kenne, bin ich sicher, dass ich immer jemanden enttäuschen werde. Ich denke, meine Verantwortung ihnen gegenüber ist es dankbar und verständnisvoll für sie zu sein, und wenn sie mir Komplimente machen, dass nicht als selbstverständlich anzusehen.
Hast du neben der Serie noch andere Projekte?
Nun, es ist noch etwas früh für die Sommerpause. Ich fange gerade an, mich mit Leuten zu treffen und Drehbücher zu lesen. Ich habe aber noch nichts.
Nochmal zu Atlanta. Du hast die letzten Jahre sehr hart gearbeitet. Scheint es sich deswegen von dir entfernt zu haben, oder ist es dir nahe?
Atlanta? Nun, ich bin hier weggezogen als ich 11 oder 12 war, deshalb erschien es mir immer wie meine Vergangenheit. Kalifornien ist mein wirkliches Zuhause, ich war auf der High School dort. Das ist, wo ich Freundschaften entwickelt habe. Meine besten Freunde und ich kennen uns seit wir in der achten oder neunten Klasse waren. Da waren wir 12 Jahre alt. Viele meiner Familie leben in Atlanta, aber ich sehe es nicht als mein Zuhause. Es war eine komplett andere Stadt, als ich dort gelebt habe. Die Olympischen Spiele waren dort und es ist jetzt riesig. Ich habe es nur als hübsche kleine Stadt in Erinnerung.
Wie bewusst bist du dir der kulturellen Auswirkungen die die Serie verursacht hat und wie beeinflusst dich das?
Es ist etwas seltsam. Mein Freund und ich waren gestern Abend bei Toys `R' Us und da gab es ein Buffy-Spiel, und beide dachten wir uns "Wow!"
Es fällt dir eigentlich gar nicht auf, dass es diese Fanartikel gibt. Wir sehen das meistens überhaupt nicht. Es ist definitiv ein Teil der Serie. Ich fühle mich nur wirklich entfernt davon.
Was würdest du das verbleibendes Erbe der Serie sehen?
Wow! Keine Ahnung. Ich weiß nicht. Ich hoffe nur, die Leute denken, daß es eine gute Show war.
Bekommst du viel Post von deinen Fans?
Oh, wirklich. Es ist beeindruckend.
Männliche oder weibliche?
Eher 50/50. Es gibt wirklich einen hohen männlichen Anteil. Ja, es ist etwa gleich. Sie sind wirklich süß und jetzt sind sie von überall auf der Welt, das ist beeindruckend. Es ist toll, sich die ganzen Briefmarken anzusehen.
Bekommst du seltsames Zeug mit der Post?
Nein. Ich dachte es würde passieren, aber tut es wirklich nicht. Vielleicht schickt mir jemand mal ein paar Kerzen oder sowas, aber wirklich nichts völlig abnormales.
Wie steht es mit anderen Projekten, wie Kinofilmen?
Ja, das ist schwierig. Grundsätzlich warten wir auf die Drehpause, die im April anfängt.
Bekommst du Drehbücher, mit ähnlichen Rollen, wie deiner in Buffy?
Nein, Ich würde sagen, das meiste ist vergleichbar mit American Pie.
Wie stark bist du jetzt mit Willow verbunden?
Ich würde sagen, dass ich es beim drehen gut an- und abstellen kann. Ich meine natürlich wenn sie dem weinen nahe ist, diese Art zu zögern. An wirklich, wirklich schwierigen emotionalen Tagen und du gehst nach hause und kannst darüber nicht einschlafen. Ich mag Willow. Sie ist beeindruckend. Sie ist definitiv jemand, den ich als Freundin haben würde.
Wenn du im wirklichen Leben zaubern könntest, was würdest du tun?
Nun, wahrscheinlich würde ich - Ich weiß nicht, ob so es so einen Zauberspruch überhaupt geben könnte - mir wünschen, in der Lage zu sein jede Sprache überhaupt schreiben und sprechen zu können. Es wäre toll, wenn ich das könnte, wenn ich diese Möglichkeit hätte. Das wäre sehr nützlich, vor allem wenn ich diese verdammten Zaubersprüche aufsagen muss - ich habe keine Ahnung, was ich da sage. Das wäre toll.
Hast du irgendwelche Ängste?
Das einzige wäre, ein Drehbuch zu lesen und zu sagen "Wow! Das ist sehr gut. Hoffentlich vermassele ich das nicht." Gerade bei bei wahnsinnig guten Sachen denkst du, "Oh Mann, wann das nicht gut wird, dann nur wegen mir." Das ist das einzige, was mir dazu einfällt.
Welche ist deine Lieblingsfolge?
Ich denke das Musical. Es war toll. Es war schön zu sehen, wie jeder so viel harte Arbeit da rein gesteckt hat. Jeder aus der Mannschaft, jeder von der Besetzung, einfach alle. Es war ein wirklich schöner Tempowechsel. Ich habe noch nie an einem Musical gearbeitet, und die meisten anderen Leute auch nicht. Das war eine verbindende Erfahrung.
Quelle: Starlog Magazine
Andreas - myFanbase
16.07.2002 00:00
Kommentare
Weitere News
20.02.2026 | House of the Dragon
HBO Max gibt ersten mit Spannung erwarteten Teaser-Trailer für Staffel 3 von "House of the Dragon" preis
18.02.2026 | Mad Men