Buffy-Schöpfer Joss Whedon redet über Höhepunkte, Kritik und Angels
Wanda: Es scheint so, als seien Sie derzeit wahnsinnig mit allen Ihren Projekten beschäftigt. Marti Noxon [Produzent bei Buffy] sagte, Sie sind wie ein 'pig in poo'
Joss: [lacht] Klingt wie Marti. Und ja, Ich bin wie ein 'pig in poo.' Wanda: Ist es schwer, nicht mehr so stark bei Buffy involviert zu sein?
Joss: Ich bin nicht so unbeteiligt wie die Leute denken. Diese Staffel war ich dort, außer, als ich den 'Firefly'-Pilotfilm drehte. Aber ja, jedes Mal, wenn ich etwas gesehen hab, dass ich hätte besser machen können ... 'Aaaaargh!’. Aber dann, hatte ich es schon getan. Wanda: Diese Staffel ist fantastisch, wie gewöhnlich, aber sie hatte einen dunkleren Anstrich. Um ehrlich zu sein, einige der Episoden haben mich richtig heftig deprimiert.
Joss: Das war aber das, wohin wir wollten ... in das Dunkle der Wälder. Nächstes Jahr wird es sehr anders. Wir gehen zurück zu den ursprünglichen Aussage. Zurück zu der positiven Sicht auf die Freude weiblicher Macht. Dieses Jahr war über das Leben als Erwachsene und Beziehungen - und richtig, richtig schwere Entscheidungen zu treffen. Nächstes Jahr wird immer noch ängstigend und anders und fremd sein, aber mit einer mehr positiven Sicht. Die Leute werden aufhören, Dawn allein zu lassen. Willow wird kein Junkie mehr sein. Buffy wird nicht tot sein. Wanda: Ihr Thema in diesem Jahr war: ‘Oh, werd erwachsen.’ Haben sie auch eines für nächstes Jahr?
Joss: Ja. Und zwar: ‘Buffy Jahr Eins’ Es ist: Lasst uns zurück gehen zu der Freude dieses recht simplen Konzept, dass diese alberne Frau, die niemand ernst nimmt, die stärkste Frau der Welt ist. Wanda: Wie lang sehen Sie Buffy im voraus? Wie weit haben Sie im voraus geplant?
Joss: Wir planen eigentlich jedes Jahr als natürlichen Endpunkt der Serie. Ich verabscheue Geschichten, die in der Mitte enden, so dass wir die Story am Ende des Jahres einpacken. Jedes Jahr. Nächste Staffel, wir schließen den ganzen Bogen - wer der bad Guy ist, was die allgemeine Botschaft ist. Nächstes Jahr wird das Ende sein. Denn wenn da eine weitere Staffel wäre, würde das ebenfalls das Ende sein. Wanda: Was ist mit Angel? Befürchten Sie, dass die Serie nicht wieder aufgenommen wird?
Joss: Nein. WB wird es weitersenden. Ich bin absolut sicher. Wir werden auf WB bleiben bis zur letzten Staffel. Klar, wenn WB die Serie fallen lässt, können wir mehr Crossovers machen. Aber davon abgesehen, spielt es keine Rolle. Wanda: Das Sie von Crossovers sprechen, gibt es Hoffung für eine Buffy-Angel-Wiedervereinigung?
Joss: Was ich immer sage, ist: Jungs, sie laufen auf zwei verschiedenen Sendern. Keine Chance. Buffy und Angel können physisch nicht exisitieren. Wenn sie auf demselben Sender liefen, hätten wir die Buffy-Spike Sache dennoch getan. Aber wir hätten wahrscheinlich einen Crossover-Moment gemacht: 'Du schläfst mit wem?!' Es war schwierig eine Veränderung bei Buffys und Angels Beziehung im dritten Jahr zu gestalten. Die Leute wollen aber Veränderungen sehen. Entwicklung. Sie wollen einen Höhepunkt. Wanda: Und wir haben diesen Höhepunkt mit Buffy und Spike. Lassen Sie uns über Angel reden, die Serie hatte eine großartige Staffel. Können Sie etwas über die Gründe sagen, ihm einen Sohn zu geben?
Joss: Wir wollten ihn einen emotionalen Aspekt geben. Ihm etwas geben, dass nichts mit dem Tag-zu-Tag-leben zu tun hat. Er brauchte etwas, mit dem er sich emotional verbinden konnte. Und, ich liebe diese Idee des peinlichen Nebeneffekts eines One-Nightstands einfach. Wanda: Warum haben Sie sich entschlossen, Connor in so einer Geschwindigkeit wachsen zu lassen?
Joss: Was hätten Sie getan? Ein Baby herumlaufen lassen? Ich denke nicht. Da gibt es Vorteile. Er hat ein Baby. Er gibt sein Kind weg. Und dann hat er einen erwachsenen Sohn. Das ist das Schöne an einer Fantasyserie. Wanda: Buffy- und Angel-Fans scheinen in dieser Staffel kritischer als je zuvor zu sein. Hat das Auswirkungen auf Sie?
Joss: Es beeindruckt mich immer. Zugleich muss ich ihnen geben, was sie brauchen, nicht, was sie wollen. Ihnen muss das Herz gebrochen werden. Sie hassten Oz, und hassten sie es, dass er ging. Diese Dinge sind unvermeidbar. Wenn die Leute ausflippen, bin ich gut. Wenn sie sagen: 'Hmmm ... gut, das war nett,’ sitz ich in der Scheiße. Quelle: eonline
Übersetzung: Nadja
Nadja - myFanbase
06.05.2002 00:00
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