Interview mit Seth Green

Was macht der wirklich nette Typ Seth Green mit diesem Fusselball? Sehr nett, danke

Von Michael Giltz

31 März, 2002. Schauspieler Seth Green ist aufgewachsen, indem er in Filmen von Woody Allen (Radio Days) mitspielte und war Gast der "The Tonight Show", aber das bedeutet nicht, dass es einfach war, Freunde zu bekommen.

"Ruhm ist auch nur eine Sache, die passiert und an die man sich gewöhnen muss" sagt der 28-jährige, der immer mehr davon bekommt: Seine unflätige neue Sitcom Serie: "Greg der Hase (Greg the Bunny)", die auf die einführende rot-heiße Komödie "Bernie Mac" folgte, hatte letzten Mittwoch wie eine Bombe eingeschlagen.

"Es ist wirklich einfach. Als ich aufwuchs, war ich kein beliebtes Kind. Ich hatte nicht viele Freunde und war auch nicht cool. Du bekommst einen seltsamen Eindruck, wenn du jung bist und auch ein Schauspieler."

"Wenn du erfolgreich bist, die Kinder... Du weißt nicht, wie du mit ihnen reden sollst, weil du nur willst, dass sie sich normal verhalten und sie wissen nicht, wie sie mit dir reden sollen, weil sie da dieses Gefühl haben, so dass sie denken, dass du denkst, du seist besser als sie."

"Es gab viele Leute, die zu mir kamen, als sei ich zurückhaltend und sie waren zurückhaltend zu mir. Und wenn jemand ruppig zu dir ist, bist du ruppig

zu ihm."

Obwohl er durchgehend gearbeitet hat, seit er jung ist - er hat bei allem mitgemacht, von einer Informations-Werbesendung für John Denver bis hin zu Filmen wie "The Hotel New Hampshire" und "Meine Stiefmutter ist ein Alien" - Ruhm kam aber erst wirklich zur Sprache im Jahr ’98.

"Ich hatte da gleich drei Sachen gleichzeitig laufen, und dass macht die Leute auch mich aufmerksam", sagt er. "Ich war regelmäßig bei ’Buffy’ zu sehen [er spielte den lakonischen Werwolf Oz]; der Film ’Can’t hardly wait’, für den ich eine Menge Presse machen musste, er war bei den Kindern sehr beliebt, und dann Austin Powers, der aufVideo richtig einschlug. [Der neue Austin Powers kommt diesen Sommer raus].

"Alle drei Dinge ergaben sich in demselben Jahr. Viele verschieden Leute aus verschiedenen Altersklassen wurden meiner bewusst."

"Es war wirklich seltsam. Plötzlich erkannten mich viele auch mit Namen, als nur. ’Kenne ich dich irgendwoher?’"

Also wie reagierte der amüsierte Green? Flippte er aus und verhielt sich eingeschnappt - schätze er die Fans gering und verlangte er immer, im Mittelpunkt zu stehen, wenn es sich ergab, und tat er, als wär' er ein Star?

Also, er zog Lederhosen an, besuchte einige Festlichkeiten und versuchte so cool zu sein, wie die Leute dachte, dass er es sei. Aber Greens Hauptproblem war, dass er nett wurde. Zu nett.

"Ich fühlte mich wirklich verpflichtet, für jeden alles zu sein," sagt Green, der mit der Schauspielerin Chad Morgan zusammen ist. "Wenn jemand mich auf der Straße anhielt und ein Autogramm wollte, dann verbrachte ich 20 Minuten mit ihnen, um alles über sie herauszufinden, so dass sie mit dem Gefühl weggingen, dass sie eine wunderbare Erfahrung gemacht haben. Ich hab's wirklich übertrieben.

Ich verlor mich irgendwie selbst. Ich wurde diese Ikone, anstatt einer Person, die versucht, ein Schauspieler zu sein und anerkannt zu werden. Das ist es, was ich im letzten Jahr wirklich versucht habe - ein bisschen Normalität in mein Privatleben zu bringen."

Wie fand Green dieses neue Gleichgewicht? Weil er nicht der Typ war, der bei Ruhm überschnappt oder den Drogen verfiel, ist es keine Überraschung, dass er durch Religion zur Stabilität fand.

"Ich rede davon, wahrhaft meinen eigenen Glauben zu finden und mein eigenes spirituelles Selbst aufzubauen," sagt Green, der zitiert wird, dass er darüber redet, wieder zu einem Tempel zu gehen, aber jetzt sagt, dass nicht alles erzählt werden muss.

"Wisst ihr, ich mag es privat. Je bekannter ich werde, desto mehr muss ich die Dinge verteidigen, die für mich wichtig sind."

Genauso verteidigt er seinen Co-Star "Greg, der Hase", eine Serie über das Produzieren einer Kindershow mit Green als Jimmy, der Strolch von einem Sohn vom Show-Regisseur (Eugene Levy), der mit Greg dem Hasen lebt, einer Socken-Puppe und ein unerwarteter neuer Star.

Greg ist eine Puppe (Sie bevorzugen den Begriff entworfener Amerikaner [fabricated American]) und er mag nur eine Socke mit 2 Knöpfen für seine Augen sein für euch und mich sein, aber Green hat eine wirkliche Nähe entwickelt und denkt nicht mal darüber nach, ob er eine zweite Rechnung bekommt.

"Greg und ich haben eine wirklich tolle Beziehung. Es ist eine wirklich einfache, auf Vertrauen basierende Freundschaft," sagt Green, der mit der ’Muppet Show’ aufwuchs. Aber er ist clever genug zu wissen, dass es Grenzen gibt und dass du nicht von jedem, mit dem du arbeitest, der beste Kumpel sein musst.

"Ich meine, ich ruf ihn nicht nachts an, wenn ich mir jemandem reden muss."

Quelle: New York Post



Kevin - myFanbase
10.04.2002 00:00

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