Bewertung: 8

Review: #6.23 Vom Vergehen und Werden

Ein Bowler wird klein gehackt aufgefunden und Angelas Baby kommt endlich zur Welt. Humor und Gefühl stehen bei der letzten Folge von Staffel 6 im Vordergrund und sorgen dafür, dass kein Auge trocken bleibt.

"What a strike!"

Bei "Bones" hat es ja schon einige Fälle gegeben, die ins eher amüsante Genre abgerutscht sind (z.B. #4.12 Hereinspaziert zu Dressuren und Blessuren!). Das hat mir nicht immer zugesagt, doch dieser Fall kratzt die Kurve und ist unterhaltsam ohne ins Lächerliche abzurutschen. Die wieder einmal extrem ekelhafte Leiche eines ehrgeizigen Bowlers wird auf einer Bowlingbahn gefunden und Booth und Brennan schlüpfen in die Rollen des Bowling-Pärchens Buck und Wanda um den Mörder zu finden. Wirklich herrlich und zum Totlachen sind die Charaktere, die an diesem Bowling-Turnier teilnehmen. Einer schräger als der andere und mitten unter ihnen Max Kennan aka Brennans Vater. Der Fall ist jedoch nicht nur äußerst amüsant, auch gibt es endlich einmal wieder eine Handlung, die nicht sofort durchschaubar ist.

Vielleicht waren Brennen und Booth als Wanda und Buck etwas übertrieben dargestellt, aber solange das nicht jede Folge so ist, kann ich gut damit leben, dass sie sich das ein oder andere Mal nicht so ernst nehmen.

"Watch this, I'm about to Brennanize you."

Dieses Mal durfte Wendall quasi im Alleingang den Fall lösen (alle andern waren ja beschäftigt). Ich finde, dass er der sympathischste Assistent von Brennan ist und wieder einmal hatte er einige herrliche Wortgefechte mit Hodgins. Die beiden ergänzen sich einfach bestens. Leider sind aber Cam und Sweets, wie schon so oft in dieser Staffel, kaum vorgekommen. Es bleibt also nur zu hoffen, dass die beiden in Staffel 7 wieder bessere Handlungsstränge erhalten und etwas präsenter sind.

"Oh my God! Oh my God! Okay, here we go. Here we go. IT'S SHOWTIME!"

Nach den letzten paar Folgen habe ich befürchtet, dass die Geburt von Angelas Baby total ins Lächerliche abdriften wird. Doch zum Glück hat sich diese Befürchtung nicht bestätigt. Hodgins ist ganz ruhig geblieben und hat seine Frau unterstützt und auch Angela war während der Geburt keine verrückte Furie, so wie werdende Mütter schon viel zu oft in diversen Serien dargestellt wurden. Ich fand die Szenen im Krankenhaus wirklich würdevoll und vor allem war es sehr berührend als Angela und Hodgins darauf warteten, dass die Ärztin feststellt, dass ihr Kind nicht blind ist. Michael Staccato Vincent hat somit endlich das Licht der Welt erblickt und ich freue mich schon darauf mehr von Jungfamilie Hodgins zu sehen.

"I'm pregnant. You're the father."

Kommen wir also zu dem Teil der Episode, der mit Sicherheit viele komplett überrascht beziehungsweise irritiert hat. Booth und Brennan. Nach Folge #6.22 Duell zum Gesang der Unglücksvögel wissen wir also, dass die beiden miteinander geschlafen haben. Doch was das jetzt genau für ihren Beziehungsstatus heißt, kommt auch bei dieser Folge nicht so ganz heraus. Sind sie jetzt zusammen oder nicht? Nachdem wie die zwei miteinander umgehen, vermute ich: ja. Warum halten sie aber ihre Beziehung dann geheim und warum fällt Sweets, der normalerweise jede "Schwingung" spürt nicht auf, dass sich etwas geändert hat (Gordon Gordon hätte das sicher sofort bemerkt)? Ob sie jetzt ein Paar sind oder nicht, ist aber meiner Meinung nach bei dieser Folge gar nicht so wesentlich. Die beiden gehen einfach so liebevoll miteinander um und es ist eine Wohltat nach sechs Staffeln, Seeley und Temperance endlich verliebt und glücklich zu sehen.

Wie man schon deutlich sehen konnte, hätte man Emily Deschanels Schwangerschaft kaum länger verheimlichen können, deshalb blieb den Produzenten nur die Wahl, die Schwangerschaft in die Geschichte einzubauen oder Brennan für einige Folgen auf Forschungsreise zu schicken. Auch wenn es wie eine Bombe eingeschlagen hat, dass Temperance ein Kind von Seeley erwartet, finde ich, dass das die bessere Lösung war. Die beiden haben sich nach so langer Zeit ein bisschen Glück verdient und Brennan hat sich ja schon länger ein Kind gewünscht. Sicherlich, es geht alles etwas schnell und als eingefleischter "Bones"-Fan hätte auch ich etwas mehr Zweisamkeit erwartet, aber so bricht man bei dieser Serie wenigstens aus dem natürlichen "Serien-Pärchenverlauf" (kommen zusammen – heiraten – bekommen ein Kind – Serie endet) aus, was auch spannend werden kann.

Eigentlich wäre diese Folge für mich 7 Punkte wert gewesen, aber allein für Booths herzzerreißend, überglücklichen Blick als Brennan ihm erzählt, dass er Vater wird, gibt es einen Extra-Punkt von mir. Wer am Schluss nach Michaels Geburt und Brennans Eröffnung, dass sie schwanger ist, nicht ein Tränchen in den Augen hatte, hat nicht richtig hingeschaut.

Fazit

Hätte ich diese Review vor ein paar Monaten geschrieben, wäre sie sicherlich anders ausgefallen: man sieht Brennan und Booth kaum als Paar zusammen und dann ist sie schon schwanger? Wenn man aber weiß, dass in der 7. Staffel die Beziehung der beiden wirklich gut und herzlich umgesetzt wird, sieht man diese Folge mit anderen Augen. Durchdachte Story, gute schauspielerische Leistung und viel, viel Gefühl – ein würdiges Staffelfinale!

Manuela R. - myFanbase

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