Bewertung: 7

Review: #2.16 Die knochenlose Frau im Fluss

Mit dieser Episode hat sich das Kapitel Sully wohl endgültig geschlossen. Schade eigentlich. Ich hätte mir gewünscht, dass der Beziehung von Bones und Sully einige Folgen mehr gegönnt worden wären, statt sie schon nach vier Episoden wieder ad acta zu legen.

Meiner Ansicht nach hat Sully viel Lebensfreude in Bones’ Alltag gebracht und wusste auch mit ihrer oftmals ablehnenden Art ganz gut umzugehen. Letztlich hätte eine längere Beziehung zwischen Bones und Sully auch dazu führen können, dass sich Booth über seine Gefühle für Bones klar geworden wäre. Wie Booth in dieser Episode so schön rekapituliert hat, waren Bones’ bisherige Romanzen ziemliche Flops und somit war Sully der erste Mann, der wirkliche Aussichten hatte, dass Herz unserer Lieblings-Antrophologin zu erobern.

Dass wir Sully noch einmal wieder sehen werden, wage ich zu bezweifeln. Wenn eine Person auf den weiten Ozean hinaussegelt, ist das schon sehr symbolisch und deutet auf einen endgültigen Abschied hin.

Auch der Fall der Woche hatte im weitesten Sinne eine gescheiterte Romanze zum Thema, nur das die Frau mit dem Leben bezahlen musste und ihr sämtliche Knochen zum Weiterverkauf entfernt wurden. Es gibt eben wirklich für alles einen Markt. Obwohl ich mich in der asiatischen Kultur beim besten Willen nicht gut genug auskenne, um zu beurteilen, wie glaubwürdig die Story über das Ritual mit den Knochen ist, war der Fall recht sehenswert. Auch das mal ein anderer Experte aus dem Jeffersonian zu Rate gezogen wurde, hat mir gefallen, wenngleich mir der Mann ziemlich unsympathisch war. Auf gewisse Weise verkörpert er mit seiner Einstellung Wissenschaft vor Humanität einen Weg, den auch Bones beschreiten könnte, wären da nicht Menschen wie Booth, Angela, Zach, Hodgins und Sully, die sie positiv beeinflussen. Für Bones zählen nicht mehr nur die Resultate, sondern auch die Menschen.

Unterhaltsam war in dieser Episode der amerikanische Möchtegern-Ninja, der ja durchaus ein paar nette Tricks auf Lager hatte. Ich weiß sicher, dass es nicht wenige Europäer und Amerikaner gibt, die vernarrt in die asiatische Kultur, besonders in den Kampfsport, sind, oder zumindest eine Klischee-Vorstellung dieser Kultur im Kopf haben.

Apropos Kopf: was Zach und Hodgins da mit dem Kopf des Opfers angestellt haben, nämlich ihn aufzublasen, war sicher nicht ohne, doch die Intention dahinter, dem Kopf seine Form zurückzugeben, um die Frau identifizieren zu können, war so schlecht nicht. Auf jeden Fall war es auf makabere Weise unterhaltsam, wie unsere Knochenexperten bei einer Leiche ohne Knochen plötzlich improvisieren mussten und dabei ein wenig übers Ziel hinausgeschossen sind. Zu ihrem Glück haben sie dann ja noch eine Kniescheibe gefunden. Auch über so etwas kann man sich freuen.

Maret Hosemann - myFanbase

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