Bewertung: 7

Review: #1.18 Der Mann mit dem Knochen

Foto: Emily Deschanel & David Boreanaz, Bones - Copyright: 2006 Fox Broadcasting Co.; Carin Baer/FOX
Emily Deschanel & David Boreanaz, Bones
© 2006 Fox Broadcasting Co.; Carin Baer/FOX

Wie glaubwürdig diese Geschichte mit dem Piratenschatz nun sein mag, sei einmal dahingestellt. Auf jeden Fall war diese Episode mal wieder eine nette und lustige Abwechslung zu den sonstigen Fällen, die Bones und ihr Team bearbeiten. Und gerade diese abwechslungsreichen und unterhaltsamen Episoden sind es, die die Serie im Gegensatz zu anderen Ermittlerserien nie langweilig werden lassen.

Klischees

Während Bones am Anfang noch mit Booth darüber diskutiert, dass die Menschen ein völlig falsches Bild von Leuten haben, deren Arbeit mit dem Tod zu tun hat, erfüllt der Gerichtsmediziner tatsächlich sämtliche Klischees, die man über den Beruf des Pathologen hat: er arbeitet in einem Keller bei greller Neon-Beleuchtung, hat leicht schütteres Haar, trägt eine Brille und wirkt in der Tat etwas seltsam. Der Gegensatz zur Arbeit von Brennan und ihrem Team im Jeffersonian Institut war wirklich interessant. Auch Bones war von dem Anblick und natürlich noch mehr von seiner Arbeit und dem Umgang mit Beweisstücken ziemlich schockiert. Ich fand die Szene sehr lustig, als Bones geradezu ausrastet und die Unfähigkeit des Gerichtsmediziners kritisiert, was sich in dieser Folge noch mehrmals wiederholte. Es zeigt auch, wie sehr Bones darauf bedacht ist, ihre Arbeit gewissenhaft auszuführen. Dieselbe Perfektion erwartet sie auch von anderen. Umso mehr wirkte es daher fast schon unheimlich, wie der Gerichtsmediziner trotz all der Kritik immer wieder seine Bewunderung für Bones äußerte, was Booth wohl genauso sah.

"Das ist so eine Jungs-Sache"

Der Fall an sich zeigte, wie schnell aus erwachsenen Männern wieder kleine Kinder werden können. Sobald Hodgins von dem Fundort der Leiche erfährt, ist er wieder voll und ganz ins seine Element und spinnt sich die wildesten Theorien zusammen, die sich hinterher als gar nicht so abwegig erweisen. Dieses Verschwörerische gefällt mir immer besonders gut an seinem Charakter. Und auch Zack und Booth steigen, als sie das Wort "Piraten" hören, sofort in das Spiel mit ein. Man musste wirklich schmunzeln, als auf einmal sowohl bei dem sachlichen Wissenschaftler als auch bei dem FBI-Agenten das Kind im Mann wieder zum Vorschein kommt. Währenddessen steht Bones einfach nur daneben und kann nicht so recht begreifen, was plötzlich in die drei gefahren ist, bis Angela sie aufklärt: "Das ist so eine Jungs-Sache."

Mysteriöser Knochendiebstahl

Dass das Skelett im Schacht sich nur als ein Täuschungsmanöver herausstellte, kam nicht wirklich überraschend, denn schließlich klang die ganze Geschichte von Anfang an ein wenig unglaubwürdig. Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, wie es einem Wachmann gelingen konnte, ein ganzes Skelett gleich zweimal aus dem Jeffersonian Institut zu stehlen, legen sie doch sonst so großen Wert auf Sicherheitsvorkehrungen. Auch muss es doch irgendjemandem auffallen, wenn er nach Dienstschluss mit einem Sack voller Knochen nach Hause marschiert. Es sei denn er ist ein wahrer Meisterdieb...

Die Aufklärung

Auch durfte Bones ins dieser Folge mal wieder ihre Schlagkraft unter Beweis stellen. Ihre Methode zu beweisen, dass Branson Rose bei keiner Spezialeinheit war, war eigenwillig, aber wirkungsvoll und einfach zum Schießen komisch.

Schließlich kommen Bones und Booth doch noch dem wahren Mörder auf die Schliche. Als Booth Bones erklären musste, dass er ein Ranger und kein Scout war, musste ich einmal mehr lachen. Die Dialoge sind in den ernsthaftesten Situationen manchmal einfach unübertrefflich.

Dane McGinnis hatte den Mord nicht aus Habgier, sondern für seinen Bruder begangen, der gestorben war, weil er an den Schatz glaubte. Das weckt sogar in gewissem Maße Verständnis für ihn, rechtfertigt aber natürlich keinen Mord. Doch die Sache ist noch nicht vorbei und Hodgins gerät, ohne es zu wissen, in Lebensgefahr. Es war wirklich genial, wie Bones und Booth diese Situation meisterten. Booth schießt den Bildschirm kaputt, so dass Dane gezwungen ist Hodgins hochzuholen, um die Münze zu sehen. Und auch Bones findet, obwohl sie nicht viel von Psychologie hält, genau die richtigen Worte und kann Dane dazu bewegen, das richtige zu tun.

Piratengold

Tja, wer hätte das gedacht. Die Goldmünze, die Hodgins gefunden hat, war tatsächlich echt und ausnahmsweise auch nicht aus dem Jeffersonian gestohlen. Der Schluss sorgte dann nochmal richtig für Unterhaltung. Und dieses Mal musste sogar Bones mitlachen, als Angela ein Portrait von Hodgins als Pirat zeigte.

Nadine Schuon - myFanbase

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