Bewertung: 8
James Gray

Helden der Nacht

"Eines Tages wirst du dich entscheiden müssen: stehst du auf unserer Seite oder auf der Seite der Dealer!"

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Inhalt

New York in den 80ern: Die Geschwister Bobby (Joaquin Phoenix) und Joseph (Mark Wahlberg) könnten unterschiedlicher wohl kaum sein. Während Joseph - wie schon sein Vater (Robert Duvall) - zur Polizei ging, wurde Bobby Manager des größten Clubs in New Jersey. Sein Leben besteht aus Sex, Drugs und Rock'n'Roll, während sein Bruder verheiratet ist und ein ruhiges Familienleben führt.

Als sein Bruder befördert wird und nun für die Drogenfahndung arbeitet, ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch der Club von Bobby in das Visier der Ermittler gerät. So muss sich Bobby schon bald entscheiden, ob er sich für seinen Club gegen seine Familie stellt, oder mit seiner Familie gegen seinen Club arbeitet. Kurz bevor Bobby diese Entscheidung gefällt zu haben scheint, wirft ein Schicksalsschlag noch einmal alles durcheinander.

Kritik

"We Own The Night", der englische Titel des Films, war in den 80er Jahren der Slogan der New Yorker Polizisten. Damals waren es die russischen Drogendealer, die die Stadt unsicher machten und auch das ein oder andere Polizistenleben forderten.

James Grey, der sich schon für "The Yards - Hinterhof der Macht" und "Little Odessa" verantwortlich zeigte, schrieb dieses Drehbuch, nachdem er Bilder einer Beerdigung eines Polizisten sah. Auch dieses Mal nahm er wieder auf dem Regiestuhl Platz und genau wie in "The Yards - Hinterhof der Macht" waren es wieder Mark Wahlberg und Joaquin Phoenix, die die Hauptrollen übernahmen. Neben ihnen sind auch Eva Mendes und Robert Duvall zu sehen.

James Gray erzählt in "Helden der Nacht" die Geschichte einer Polizistenfamilie, in der sich Bobby als das schwarze Schaf irgendwann für eine Seite entscheiden muss und schnell merkt, wer wirklich seine Freunde und wer seine wahren Feinde sind. Trotz dessen, dass es im Film um Disco, um Hass und um Drogen geht, ist er sehr sensibel und einfühlsam erzählt. Die Handlung wird nachvollziehbar weitergebracht und der Film baut bis zum Ende immer mehr Spannung auf. Nicht eine Sekunde lang ist einem langweilig und die vielen Wendungen und Überraschungen sorgen dafür, dass das Ende so wohl keiner erwartet hätte.

Die Besetzung hätte mit Joaquin Phoenix als Bobby und Mark Wahlberg als Joseph wohl kaum besser sein können. Die unglaubliche Distanz und doch die Nähe des Geschwisterpaares ist die ganze Zeit über greifbar. Genauso wie das Misstrauen, das auf beiden Seiten zu finden ist. Robert Duvall bietet als Vater der beiden ungleichen Brüder eine ebenfalls großartige schauspielerische Leistung und auch Eva Mendes zeigt endlich wieder, was für eine großartige Schauspielerin sie ist.

Fazit

Ein sehenswerter und gut gemachter Polizeithriller, der wundervoll gespielt wird und bis zum Ende spannend bleibt.

Eva Klose - myFanbase
24.02.2008

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