Mel Brooks

Comedy, Parodien und Klaumauk - Mel Brooks hat sich über die Jahre in diesem Bereich der Film- und Fernsehindustrie einen Namen gemacht und trotz zahlreicher Kritiker ob der Qualität seiner Werke Erfolge am laufenden Band gefeiert.

Geboren wurde Brooks unter dem bürgerlichen Namen Melvin James Kaminsky als jüngster von vier Söhnen am 28. Juni 1926. Im Alter von nur zwei Jahren verlor er seinen Vater an ein Nierenleiden, was ihn nach eigenen Aussagen später in seinem Schaffen sehr geprägt hat. Nach dem Abschluss der Highschool verbrachte er ein Jahr am Brooklyn College, um dort Psychologie zu studieren, wurde dann jedoch von der Armee eingezogen, um im zweiten Weltkrieg als Minensucher zu arbeiten.

Nach dem Ende des Krieges arbeitete Brooks als Pianist und Schlagzeuger in Nachtclubs. Zu dieser Zeit änderte er seinen Namen von Kaminsky in Brooks, um nicht mit dem bekannten Trompeter Max Kaminsky verwechselt zu werden. Brooks ist dabei eine Abkürzung des Mädchennamens seiner Mutter, Brookman. Als eines Abends ein Komiker in einem der Nachtclubs ausfiel, sprang Brooks in die Bresche und übernahm kurzerhand das Mikrophon, um Witze zu erzählen und Schauspieler nachzuahmen. Es dauerte nicht lange, bis er sich einen Namen gemacht hatte und bekannt wurde.

Da ihm die Arbeit hinter der Kamera lieber war, als sich vor ihr zum Affen zu machen, beschloss Brooks daraufhin, Sketchschreiber zu werden. Ein Freund von ihm verschaffte ihm schließlich eine Stelle bei NBC, wo er für verschiedene Formate als Autor tätig wurde.

1960 zog Brooks schließlich nach Hollywood, wo er zusammen mit seinem Freund Carl Reiner, mit dem er sich bereits auf Partys einen Ruf als genialer Komiker erarbeitet hatte, sein bekanntestes Stück, den "2000 Jahre alten Mann" aufführte. Das Duo bannte den Sketch schließlich auf Platte und verkaufte über eine Million Exemplare davon.

1965 entwickelte Brooks gemeinsam mit einem weiteren Freund die TV-Serie "Mini-Max", die ihm schließlich das Tor nach Hollywood aufstoßen sollte. Zwar zeigte Brooks sich lediglich als Autor für den Pilot verantwortlich, doch die Serie wird immer wieder mit ihm in Verbindung gebracht. Zwei Jahre später gewann Brooks schließlich den Oscar für das Drehbuch zu dem Film "Frühling für Hitler", das später jedoch nur noch unter dem englischen Originaltitel "The Producers" bekannt werden sollte. Der Streifen über einen jüdischen Broadwayproduzenten, der ein Musical über Adolf Hilter anfertigen wollte, avancierte zu einem wahren Überraschungshit.

2001, als das Musical zu "The Producers" schließlich den Weg auf die Bühne fand, ergatterte Brooks dafür mehrere Tony Awards, unter anderem in der Kategorie "Bestes Musical".

Nach "The Producers" wandte sich Brooks dem traditionelleren Komödienstoff zu und entwickelte sich über die nächsten Jahre vor allem zu einem bekannten Parodisten verschiedenster Kulturphänomene. So stammt aus seiner Feder beispielsweise der Film "Frankenstein Junior". In der Westernkomödie "Der wilde wilde Westen" trat Brooks zum ersten Mal auch in einer größeren Rolle vor der Kamera auf und übernahm in den folgenden Jahren immer wieder kleinere Parts in seinen Filmen.

Zu seinem bekanntesten Parodien zählen die Filme "Spaceballs" und "Robin Hood - Helden in Strumpfhosen". Die Filme erfreuten sich vieler Zuschauer und genießen heute noch Kultstatus. Erst nach dem komerziellen Misserfolg "Dracula - Tot aber glücklich" wurde es ruhiger um Brooks. Er trat nur noch selten in Erscheinung und war noch seltener vor der Kamera zu sehen.

Sein zweites Musical, das auf seinem Film "Frankenstein Junior" basierte, konnte auf der Erfolgswelle von "The Producers" leider nicht mitreiten und erntete weniger gute Kritiken. Auch seine weiteren Projekte in Film und Fernsehen waren weit weniger erfolgreich als seine früheren Werke. Dennoch zählt Mel Brooks zu den wenigen Künstlern, die alle vier bedeuten amerikanischen Auszeichnungen Grammy, Emmy, Tony und Oscar gewinnen konnten.

Mel Brooks war von 1964 bis zu ihrem Tod im Jahre 2005 in zweiter Ehe mit seiner Kollegin Anne Bancroft verheiratet. Ihr gemeinsamer Sohn Maximilian arbeitet ebenfalls im Showbusiness als Drehbuchautor und war einige Zeit lang bei "Saturday Night Live" unter Vertrag. Sein Roman " Operation Zombie: Wer länger lebt, ist später tot" wurde später unter dem Titel "World War Z" verfilmt.

Vor der Ehe mit Bancroft war Brooks zehn Jahre lang mit Florence Baum verheiratet, mit der er drei gemeinsame Kinder hat. Die Ehe der beiden wurde 1961 geschieden.

Nachdem ihm schon ein Stern am Hollywood Walk of Fame zugestanden wurde, durfte sich Brooks 2014 auch mit Hand- und Fußabdrücken vor dem TCL Chinese Theater verewigen. Auch dort zeigte er sich von seiner lustigen Seite und klebte sich einen sechsten Finger an die linke Hand. Auch im hohen Alter ist der Komiker noch kein bisschen erwachsen geworden.

Melanie Wolff - myFanbase

Ausgewählte Filmographie (Schauspieler)

2015The Comedians (TV) als er selbst
Originaltitel: The Comedians (#1.04 Celebrity Guest) (TV)
2004Lass es, Larry! (TV) als er selbst
Originaltitel: Curb your Enthusiasm (TV)
1996 - 1999Verrückt nach Dir (TV) als Onkel Phil
Originaltitel: Mad About You (TV)