Bewertung: 7

Review: #2.12 Riesenkräfte

Foto: Stephen Amell, Arrow - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Stephen Amell, Arrow
© Warner Bros. Entertainment Inc.

In dieser Folge offenbart Oliver einer weiteren Person sein Geheimnis, sodass "Team Arrow" ein zusätzliches Clubmitglied erhält. Währenddessen erhält Moira ein verlockendes Angebot und Laurel droht sich wieder im Alkoholismus und Selbstmitleid zu ertränken.

"Does this group have a name, like "Team Arrow" or something?"

Fangen wir sogleich mit dem Hauptstrang dieser Episode an: Arrow versucht Roy zu trainieren, damit dieser seine immense Kraft unter Kontrolle bekommt. Ich habe mich sehr auf die Interaktion zwischen Oliver und Roy gefreut und wurde zu meinem Glück auch nicht enttäuscht. Die gesamten Trainingssequenzen wirkten sehr authentisch und spiegelten wunderbar Roys Ungeduld und Frustration wider, welche auch Oliver empfunden hatte, als er damals trainiert wurde. Dies bildete eine schöne und amüsante Parallele, vor allem das tagelange Schlagen auf eine Schüssel Wasser, zu Olivers Trainingseinheiten. Auch ich hätte auf solch langweilige Übungen keine große Lust und würde am liebsten gleich aufs große Spielfeld aufsteigen. Dazu entschließt sich Oliver schließlich auch, doch der erste Versuch scheitert natürlich, da Roy durch das Mirakuru nach wie vor Probleme mit seiner Kraft beziehungsweise Wut hat. Die größte Überraschung war dann aber für mich, dass sich Oliver schlussendlich Roy offenbarte und ihm sein wahres Gesicht zeigte. So erreichte er nicht nur, dass sich Roy zusammennahm und ihm tatsächlich behilflich war, anstatt die Schurken wortwörtlich totzuschlagen und zudem, dass sich Roy einerseits verstanden und akzeptiert fühlte, andererseits, dass sich Roy auf das konzentrierte, was auch wirklich zählt: die Liebe zu den Menschen, die es zu beschützen gilt. Umso schöner war dann schließlich auch der freundschaftliche Händeschlag zwischen Oliver und Roy und die anschließende Einführung in das sogenannte "Team Arrow", bestehend aus Oliver, Diggle und Felicity. Diese haben, nebenbei bemerkt, auch in dieser Woche wieder hervorragende Arbeit geleistet und das warme Willkommen, welches sie Roy bescherten, hat mir sehr gut gefallen. Ich hoffe, dass man sich in Zukunft weiterhin mehr auf das Kernteam von Arrow konzentriert und jedem einzelnen Mitglied genügend Zeit schenkt, um sich weiterzuentwickeln und entfalten zu können.

"Can I make a suggestion? Instead of punishing yourself because you think you destroyed the city, how about you start by saving it?"

Ein weiterer großer Handlungsstrang, mit welchem wir uns in den nächsten Wochen sicherlich noch eingehender beschäftigen werden, ist die Kandidatur von Moira um das Bürgermeisteramt. Ich freue mich sehr, dass man Moira wieder eine eigene Geschichte schreibt und besonders gut hat mir hierbei die Involvierung von Walter und schließlich auch Thea gefallen, welche in letzter Zeit leider auch zu kurz kamen. Zudem finde ich es schön, dass sich Mutter und Tochter wieder näher stehen und es schlussendlich sogar Thea ist, welche ihre Mutter dazu überreden kann für das Amt des neuen Bürgermeisters von Starling City zu kandidieren. Auch ich bin der Meinung, dass es einen frischen Wind in die Politik und das Geschehen der Stadt bringen würde, sollte Moira sich um das Amt bemühen und finde auch, dass man ihr ihre vergangenen Taten nicht ewig nachtragen sollte. Somit bin ich bereits jetzt gespannt darauf, wie sich diese Geschichte weiter entwickelt und hoffe, dass Moira mit ihrer Kandidatur auch Sebastian Blood Feuer unter dem Hintern macht und dies ein spannendes Kopf an Kopf Rennen wird.

"Love's the most powerful emotion and that makes it the most dangerous."

Während Moira sich also für ihren Wahlkampf startklar macht und Oliver sein Bestes versucht, um Roy zu trainieren, damit er nicht dasselbe Schicksal wie Slade erleiden muss, sehen wir einige kurze Flashbacks auf der Insel, welche uns ein kleines Stück mehr in die Geheimnisse rund um Slade und sein Mirakuru-Abenteuer einweihen. Wir wissen nun zwar, dass Oliver es war, welcher Slade einen Pfeil durchs Auge geschossen hat, dennoch sind wir nach wie vor im Unklaren darüber, wie es dazu kam. Die bisherigen Ereignisse lassen darauf schließen, dass es etwas mit Olivers Mitschuld an Shados Tod zu tun hat, doch da wir in dieser Folge mitverfolgen durften, wie sehr sich Oliver um seinen Freund bemüht und diesem helfen möchte, ist es zum jetzigen Punkt noch schwer zu begreifen, was passiert sein muss, um diese beiden einstigen Kameraden so tief zu verfeinden. Da man uns nur sehr langsam in dieses Geheimnis einweiht, erhöht dies die Spannung natürlich und daher fange ich erst gar nicht mit irgendwelchen Theorien an, sondern lasse mich lieber überraschen, was als nächstes kommen mag, denn für Überraschungen ist "Arrow" schließlich ohnehin stets zu haben.

"Sara?!"

Und wenn wir auch schon beim Thema Überraschung sind, muss ich sogleich meine Freude darüber ausdrücken, dass es ganz danach aussieht, als würde uns Sara in Zukunft nicht nur in Flashbacks mit ihrer Anwesenheit erfreuen, sondern auch in Starling City präsent sein. Dass sie anscheinend wegen ihrer Schwester zurückgekehrt ist, finde ich sehr gut, da ich zugeben muss, dass ich doch schwer enttäuscht und vor allem genervt war, was sich Laurel in dieser Episode wieder einmal geleistet hat. Nachdem uns letzte Woche noch eine interessante, neue Seite von ihr präsentiert wurde, setzt man diese durchaus positive und willkommene Entwicklung sogleich wieder in den Sand und lässt Laurel erneut zu einem selbstbemitleidenden Frack zurückfallen. Zwar habe ich Mitleid mit ihr, dass sie ihren Job verloren hat und damit auch ihre Karriere unter keinem guten Stern steht, dennoch rechtfertigt dies nicht ihr egoistisches und verletzendes Verhalten gegenüber ihren Mitmenschen, allen voran gegenüber ihrem Vater. Natürlich war sein Vorwand mit dem gemeinsamen Abendessen keine besonders originelle und sensible Art und Weise Laurel zur Einsicht zu führen und sie in eine Selbsthilfegruppe mitzuschleifen, dennoch hätte sie auch ein wenig mehr Verständnis für ihren Vater entgegen bringen können und zumindest nicht beleidigend gegenüber Thea und Oliver sein müssen. Ich hoffe daher wirklich, dass sich Laurel in nächster Zeit wieder bessert und ihr Leben auf die Reihe bekommt und Sara hierbei eine Hilfe und Stütze darstellen wird, andernfalls wird mir sicherlich bald der Geduldsfaden mit Laurel reißen.

Fazit

Durch die Aussicht, dass Moira im Wahlkampf Sebastian das Rennen streitig machen könnte und die tolle Interaktion zwischen Moira und Thea, der schön inszenierten Einführung von Roy ins "Team Arrow" und das gemeinsame Training mit Oliver konnte #2.12 Riesenkämpfe durchaus unterhalten. Einzig und alleine der Laurel-Faktor, welcher in dieser Woche leider wieder einen immensen Rückschritt erlitten hat, schwächelte die Episode ein wenig, wird dies aber in Zukunft hoffentlich wieder gut machen.

Melanie E. - myFanbase

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