Bewertung: 4

Review: #4.19 Wer Bin Ich?

Diese Folge nervte mich total. Die Klon-Story wurde grundlos in die Länge gezogen, so dass die Folge wirklich schläfrig wurde, bis mich das Thema Doppelgänger gar nicht mehr interessierte, weil sich ständig alles wiederholte. Interessant wurde es erst ab Arvin Sloanes Hypnose, was verdammt schade ist.

Die Nervensäge

Schon die Anfangsszene in Italien zieht sich in die Länge und man glaubt, der "Alias"-Vorspann entfällt mal, weil man bereits schon voll in der Episode ist, was sich aber nach zehn Minuten als Irrtum herausstellt, weil er doch noch abgespielt wird. Doch um wieder auf Sloanes Doppelgänger zu kommen: Die ersten zehn Minuten waren die unerträglichsten, auch wenn es danach nicht besser wurde. Von diesem ganzen Kauderwelsch und dem Wissen Kampinskis hab ich null verstanden, und ich glaube, Sloane #2 ebenfalls nicht, obwohl er sich interessiert zeigte. Das einzig Positive an der Folge war, dass die APO ihn endlich fassen konnte, doch was danach kam, war für mich nervtötend.

Der falsche Sloane ist beinahe schrecklicher als der richtige, jedenfalls redet der echte nicht so viel. Ich war ebenfalls froh, als Marshall eine Lösung für dieses Problem fand und es eine Möglichkeit gab, die Persönlichkeit des falschen Sloanes zu brechen. Das Gerede war mir wirklich zu viel, obwohl man noch erwähnen muss: Sydney hat aus ihm Informationen herausgeholt, was mich sehr verwunderte, da sein Gehirn doch identisch mit dem des wahren Sloane ist. Der wahre hätte es gemerkt, wenn Sydney an Informationen kommen will, dieser hat schließlich von ihrer Doppelagententätigkeit gewusst. Das war seltsam.

Geheimnisvoller Pakt

Jack und Arvin scheinen in der vierten Staffel einen Pakt geschlossen zu haben, der jetzt zu brechen scheint. Beide wussten von dieser Orchidee und den Auswirkungen auf die Menschheit, nachdem Sloane Omnifam für eigene Zwecke benutzte. Doch Jack Bristow macht das Spiel nicht mehr mit, droht sogar seinem "Freund" und das Vertrauen zwischen den Beiden ist schließlich weg, da Jack ihm kein Wort mehr glaubt. Wie konnte er das überhaupt nach allem, was Sloane ihm und Syd antat? Hat Sloane ihm mit irgendetwas erpresst oder ist er plötzlich ebenfalls besessen von Rambaldi?

Dass die beiden etwas verbergen, hat man von Beginn der Staffel gemerkt, aber das! Eine Katastrophe. Meiner Meinung muss da noch mehr dahinter stecken, denn Bristow hätte sich nie mit Sloane eingelassen, auch wenn sie eine gemeinsame Vergangenheit haben. Aber schon Sydney zu Liebe! Einfach unverständlich.

Ein Schritt vor, zwei wieder zurück

Es geht natürlich um die Beziehung zwischen Jack und Sydney. Am Anfang von #4.19 Wer Bin Ich? stehen sich beide noch nahe und Jack gesteht ihr sogar, dass er früher gerne Teil ihres Lebens gewesen wäre, als sie sich über das kleine Schauspiel in der vergangenen Folge unterhalten. Doch diese Idylle wird leider bald getrübt, womit ich in meiner letzten Review recht hatte, dass, sobald sie sich vertrauen, sie sich auch schon wieder voneinander entfernen.

Als Syd von dem Klon erfährt, wie er eine Rambaldi-Formel anwenden würde und sich anschließend mit den anderen unterhält, wird ihr bewusst, dass ihr Vater bereits von allem wusste und das Vertrauen geht mal wieder flöten. Ich hätte Jack zwar nicht gleich mit Arvin Sloane auf eine Schiene gestellt, da sich beide doch noch sehr unterscheiden, aber ihre restlichen Vorwürfe ihrem Vater gegenüber waren wirklich angebracht und vor allem nötig. Auch dieses Auf und Ab der Beziehung nervt mich allmählich.

Alter Bekannter

Dass Calvin McCullough jemals wieder in "Alias" auftauchen würde, hätte ich nicht gedacht. Jedenfalls hatte er einen großen Auftritt: Er ist tot. Ich weiß, das klingt absolut gefühllos, aber was er den Agenten mit seiner Folter antat, kann man in keiner Weise wieder gut machen. Als das Team über ihn redet, merkt man sofort, dass Marshall und Sydney mit diesem Mann ein Problem haben, um es noch schonend auszudrücken. Dixon hatte wenigstens die Möglichkeit, ihn am Schlafittchen zu packen, ehe er starb.

Zu einem war McCullough in dieser Folge gut, auch er hatte einen Pakt mit Sloane, besser gesagt mit den beiden Sloanes, aber das meine ich gar nicht. Nein, durch seine Aufzeichnungen kam Marshall darauf, wie Sloane #2 geknackt werden konnte. McCullough weine ich keine Träne nach.

Unter Hypnose

Nach 30 Minuten wurde es endlich interessant, vor allem aufschlussreich. Action konnte man in dieser Episode eh nicht erwarten. Es wurde wirklich langsam Zeit für eine interessante Story!

Die Hypnose von Arvin Sloane mit den ganzen Erinnerungen an Emily und seiner Tochter Jacquelyn waren sehr herzergreifend. Es war sehr schön, die Schauspielerin Amy Irving nach langer Zeit wieder in der Serie zu sehen. Ihr Ableben in der zweiten Staffel war für mich viel zu früh gewesen, eher unnötig. Sie war immer eine interessante Frau, die ein besonderes Verhältnis zu Syd hatte. Weshalb das so war, kann man sich nach der Hypnose von Sloane zusammenreimen. Meinetwegen hätte sie länger in "Alias" mitspielen können. Es waren schöne Bilder, die man mit Emily, Jacquelyn und einem für mich eher fremden Sloane zeigte. Dass Sloane etwas Menschliches an sich hat, ist bisher entgangen: So familiär hat man ihn nur in der zweiten Staffel mit Emily gesehen und jetzt versucht er das alles bei Nadia, auch wenn er sie immer wieder enttäuscht.

Dass das Ehepaar Sloane ein Kind hatte, ist sehr überraschend, und wenn man so einen Verlust verkraften muss, verstehe ich es, dass man sich an etwas anderes festhält, damit man nicht zerbricht. Wie in diesem Falle Sloane an Rambaldi, von dem er schließlich besessen wurde. Es war jedenfalls interessant, den Grund für seine Rambaldi-Besessenheit zu erfahren.

Fazit

Ich finde es für eine "Alias"-Episode sehr, sehr schade, dass die richtige Stimmung und Neugier erst nach einer halben Stunde aufkommt, kurz vor dem Ende. Das spricht nicht gerade für #4.19 Wer Bin Ich?, auch wenn Jennifer Garner Regie führte. Aus dieser Folge hätte man mehr machen können. Aber dessen ungeachtet, glaube ich, dass die Episode unterschiedliche Meinungen hervorrufen wird.

Dana Greve - myFanbase

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