Bewertung: 5

Review: #1.03 Rivalinnen

Ups, was war das, bitteschön? Ich hatte wirklich größere Erwartungen von #1.03 Rivalinnen und mich eigentlich auf eine längere Auseinandersetzung zwischen Sydney Bristow und Ineni Hassan gefreut, doch was kam? Eine Lügengeschichte für ihren Professor, bei der in einer Rückblende gezeigt wurde, wie sich Sydney aus der gefährlichen Situation befreien konnte. Das war dann doch etwas billig. Bevor die Konfrontation mit Hassan anfing, war dieser längst schon wieder Geschichte. Da habe ich deutlich mehr erwartet, aber um ehrlich zu sein von der ganzen Episode, wie ich es in meiner letzten Review bereits andeutete.

"You know my opinion about your dad. Your dad's just… he is just your dad."

Aus Jack Bristow werde ich weiterhin nicht schlau. Das ist vielleicht für den Anfang der Serie sogar ganz gut; so hält sich die Agentenserie noch einige Storylines mit ihm offen. Mich hat leider Gottes einiges in der Folge verärgert, so bspw. wie die Beziehung zwischen den Bristows von anderen interpretiert wurde. Dass sich die Beziehung zwischen Sydney und Jack Bristow nicht bessert, daran haben nun wirklich beide Schuld. Sie setzt ihren Vater verständlicherweise unter Druck, weil sie Antworten auf ihre Fragen haben möchte. Aber wieso ausgerechnet jetzt, nach so vielen Jahren? Das kann nicht nur mit Dannys Tod zusammenhängen. Stellte sie sich diese Fragen nicht schon vorher? Warum muss ihre Mutter dasselbe widerfahren sein wie ihrem Verlobten? Na ja, und aus Sydney spricht sowieso nur Misstrauen, wenn es um ihren Vater geht. Kann man ebenfalls nachvollziehen. Als Zuschauer schon mehr als sie, weil man mehr weiß. Denn man erfährt, dass Jack sie wegen des Umstandes, der zum Tod ihrer Mutter führte, angelogen hat. Seine Mimik danach bei Sloane empfand ich, als ob es ihm auf eine Art leidtäte oder Sydney erneut vor etwas beschützen wolle. Aber was zum Teufel hat denn Arvin Sloane damit zu tun?

Wie ich bereits andeutete, fand ich die Interpretationen Außenstehender, die ihren Senf zu Bristow & Bristow abgaben, wie in diesem Falle Francie, sehr sonderbar und einfach daneben. Okay, Francie hat keine gute Meinung über Jack, was aber nur mit einer ausgedachten Geschichte Sydneys zu tun haben kann, und das fand ich einfach mies. Schließlich kennt Sydney ihren Vater kaum, wenn überhaupt, hat Fragen über Fragen, und lässt dann mal so ihre blühende Fantasie spielen, um auch ihren Freunden einen Einblick in Jacks Leben zu geben. Was soll denn das? Das fand ich voll daneben, ohne Jack Bristow in Schutz nehmen zu wollen. Logik sieht für mich anders aus. Wenn Sydney schon nichts über ihn weiß, soll sie es einfach bleiben lassen. Und für den Zuschauer war ebenfalls wieder alles nur heiße Luft, weil man nicht weiter darauf einging, was Jack seiner Tochter antat. Trotzdem fand ich es von Francie gut, Sydney zu überreden, einfach auf Jack zuzugehen. Naja, wie auch immer, näher sind sie sich dadurch auch nicht gekommen.

"A man named Milo Rambaldi."

Als Sloane seinen Agenten von Milo Rambaldi erzählte, der in Wahrheit das Müllergerät entworfen hat, habe ich mich schon sehr über die Gesichtsausdrücke von Dixon, Sydney und Marshall amüsiert. Als sie leicht an Sloanes Verstand zweifelten, vor allem Marshall verschlug es die Sprache, was wirklich neu war. Um ehrlich zu sein, ich habe nichts verstanden, was Sloane von sich gegeben hat, aber es hat ganz den Anschein, als ob Milo Rambaldi wohl noch eine konkrete Rolle in "Alias" spielen wird.

"Her way of telling me I was out of my league."

Der Charakter Anna Espinosa wurde nicht gerade geistreich eingefügt. Das Ganze glich einem Kindergarten. Es ist doch nicht nur so, dass Anna meint, sie wäre besser als Sydney. Anders herum ist es genauso. Für diesen bösen und fiesen Charakter hätte ich mir eine kreativere Einführung gewünscht und nicht so eine billige. Die Kampf- und Actionszenen waren zwar nett anzusehen und haben an für sich noch einiges wettgemacht bei dieser Episode, aber insgesamt betrachtet, hat dieser Zickenkrieg der Folge geschadet. Ein Wiedersehen mit dieser Frau ist ja in der nächsten Folge abzusehen, aber dieses Mal lege ich mich nicht fest, ob es ein langer Gastauftritt von Gina Torres wird oder nicht. Ich wurde schon mit Hassan enttäuscht.

"See you when I get back." - "No, actually, you won't. I'm being replaced by a senior officer."

Das war aber ein Schock für Sydney, als sie erfahren hat, dass Michael durch einen erfahrenen Agenten ersetzt wird. Solch eine Reaktion habe ich nach den eher kühlen Gesprächen zwischen den beiden nicht erwartet. Sie scheint wohl doch endlich wieder eine Vertrauensperson gefunden zu haben und Vaughn ist seine Ablösung als Verbindungsagent auch nicht egal. Er scheint eh nicht mehr objektiv zu sehen, da er schon ausrastet, wenn Weiss mal mit ihm Klartext redet. Hat sich Michael in Sydney verliebt? Auch eine Alternative, doch wie Eric so schön sagte, seine Freundin heißt doch Alice.

Keinen langen Auftritt hatte der schleimige und wirklich widerliche Seth Lambert, Vaughns Nachfolger. Über diesen kurzen Gastauftritt bin ich ganz froh, da von ihm wirklich nicht mehr sehen wollte. Doch Sydney hat von ihrem Vater eine Lektion gelernt, die sie gleich beim ersten Treffen mit Lambert weitergibt. Sie macht ihm nachvollziehbare Vorwürfe, sein Mädchen für nichts und wieder nichts bestellt zu haben, wobei ihre Tarnung als Doppelagentin hätte auffliegen können.

"Do you have any idea how long that traffic camera's been there?"

Wills Story ist zwar zurzeit nicht gerade spannend, dafür aber gefährlich und die einzige, die mich wirklich anspricht, auch wenn sie noch so vor sich hin plätschert. Einerseits habe ich Angst um diesen sympathischen Charakter, andererseits möchte ich schon, dass herauskommt, was mit Danny passierte. Ich finde auch, dass Will jetzt nicht hauptsächlich als Journalist in diesem Fall agiert, sondern als Freund. Er ist der Einzige, der sich überhaupt Fragen stellt und mit Hilfe von Jenny macht er Nachforschungen. Dass ihm nicht bewusst ist, dass er eigentlich schon in Lebensgefahr schwebt, macht die ganze Sache umso interessanter, aber auch furchteinflößender, weil man nicht weiß, was als Nächstes kommt.

Fazit

Die Storys plätscherten lediglich vor sich hin und angefangene Storylines wurden meiner Meinung nach viel zu früh beendet, sodass man Charaktere wie Hassan gar nicht richtig kennenlernen konnte. Ich hoffe, denselben Fehler macht man jetzt nicht bei Anna Espinosa, die mir zwar nicht gerade sympathisch ist, aber lohnen würde es sich sicher. Der Cliffhanger hat mich dieses Mal überhaupt nicht beeindruckt. Mehr als Durchschnitt war #1.03 Rivalinnen nicht.

Dana Greve - myFanbase

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