Bewertung: 5

Review: #9.12 Unter dem Bett

Foto: Annabeth Gish & Robert Patrick, Akte X - Copyright: 2001 Fox Broadcasting; FOX
Annabeth Gish & Robert Patrick, Akte X
© 2001 Fox Broadcasting; FOX

Die "Akte X" - Episode #9.12 Unter dem Bett enthält einige Parallelen zu Serien wie "Gänsehaut", der "Mitternachtsgesellschaft" oder ähnlichen Räuberpistolen - zumindest zu Beginn. Im weiteren Verlauf ergibt sich nämlich die ein oder andere petite surprise.

Faktor X: Fantasie

Nachdem dem Kenner der Serie nach kurzer Zeit klar ist, dass die Parallele zu Serien wie "Gänsehaut", der "Mitternachtsgesellschaft" oder anderen dieser Formate eine Art von Täuschung ist, um uns auf eine falsche Fährte zu locken, entpuppt sich also der junge Sohn als die Quelle des Faktor X. Verbindungen zu "Poltergeist" oder "das Omen" möchte ich an dieser Stelle nicht ziehen. Der Faktor X liegt demnach in der Fantasie des Jungen begründet. Dieser Faktor X ist nicht neu, wurde aber wie so oft aufs Neue individuell anders inszeniert als ähnliche Fälle in "Akte X". Trotzdem kommt es einem langsam aber sicher so vor, als ob die Macher von "Akte X" das Gespann um Doggett und Reyes (inklusive Scully im Hintergrund) nun genau das durchmachen lassen wollten, was Mulder und Scully bereits durchgemacht haben. An und für sich geht diese Strategie auch auf, allerdings ziehen mich die Fälle der Woche nicht mehr in ihren Bann, da alles irgendwie schon einmal da und gesehen war. Wirklich spannend und interessant sind für mich nur noch die Episoden, in denen es um Hintergründe zu den Hauptcharakteren oder eben um den roten Faden geht. Dies resultiert natürlich auch aus den Abnutzungserscheinungen, die eine Serie nach neun Jahren automatisch bekommt. Daher möchte ich die generelle Schwäche der Serie seit Mulders Abgang nicht nur an den neuen Umständen festmachen. Denn Doggett und Reyes gefallen mir beide sehr gut. Nur ist es eben so, dass "Akte X" hauptsächlich aus Mulder und Scully bestand. Eine Spin-Off-Serie mit Doggett und Reyes im Fokus hätte sicherlich das Potential für ein paar Episoden und würde mir besser gefallen, als "Akte X" unter Doggett und Reyes weiterzuführen. Von daher freue ich mich nur noch auf die "persönlichen" Episoden und die Folgen um den roten Faden. Der Rest darf bei zukünftigen Re-Runs gerne ungesehen zurückbleiben.

Gruppendynamiken

Insbesondere spannend in dieser Episode sind natürlich die Gruppendynamiken um Doggett, Reyes, Scully, Harrison und dessen Schwarm. Die Art und Weise, wie sie miteinander umgehen wird herrlich in Szene gesetzt und besonders Harrison verleiht mit ihrer ganz eigenen Art dem Ganzen einen humorvollen Flair. Auch Scullys Recherche und der Schwarm von Harrison sorgen für den ein oder anderen Comedy-Punkt. Bei allem Respekt und bei aller Famosität reichen diese zwischenmenschlichen Highlights aber nicht aus, um die Folge in ganz hohe Sphären zu heben. Momentan dümpelt die Serie so langsam ihrem vorläufigen Ende entgegen.

Insider & Hintergründe

  • Die Rolle des Gabe Rotter geht zurück auf einen Assistenten Chris Carters.
  • Jolie Jenkins hat ihren zweiten Auftritt als Leyla Harrison.
  • Dwight Little gab hier sein Debüt als Regisseur bei "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI".



Fazit

Die Akte X - Episode #9.12 Unter dem Bett enthält einige Parallelen zu Serien wie "Gänsehaut" oder der "Mitternachtsgesellschaft" - zumindest zu Beginn. Die Auflösung des Falls ist zwar spektakulär, war aber nicht das erste Mal gesehen. Es wird wieder Zeit für Folgen um den roten Faden.

Alexander L. - myFanbase

Diese Serie ansehen:


Vorherige ReviewÜbersichtNächste Review

Diskussion zu dieser Episode

Du kannst hier mit anderen Fans von "Akte X" über die Folge #9.12 Unter dem Bett diskutieren.