Bewertung: 8

Review: #6.19 Suzanne

Die "Akte X"-Episode #6.19 Suzanne knüpft inhaltlich mehr oder weniger an die Folge #5.01 Die unüblichen Verdächtigen an, die zehn Jahre zuvor im Jahre 1989 spielt. Im Jahr 1999 und in dieser Episode befinden wir uns nun auf der Def-Con in Las Vegas; unter einigen Verschwörern und IT-Nerds. Auf den Punkt: Es wird ein Fest!

Verschwörung, Def-Con und Analytic Histamine

Der rote Faden ist endlich wieder zurück - zum Teil. Denn in dieser Folge geht es wieder um knallharte Verschwörungen. Diesmal in Las Vegas auf der Def-Con. In Wirklichkeit ist die Def-Con eine Messe von Computer-Hackern, in "Akte X" handelt es sich um eine Messe von und für Regierungskreise innerhalb des Verteidigungsministerium. Dort werden seitens der Verantwortlichen neueste technische Errungenschaften vorgestellt und das weitere Vorgehen im Konspirativen sowie in der Öffentlichkeit geregelt. Kurzum: Ein El-Dorado für Verschwörungstheoretiker und IT-Nerds wie die Einsamen Schützen.

Ein neues Medikament, an dem auch Susanne Modeski mitgearbeitet hat, ist ein Analytic-Histamine-Serum, welches, sofern verabreicht mittels Injektion, die kognitiven Hirnfunktionen eines Menschen einschränkt und ihn zu einem fast willenlosen Sklaven bzw. Befehlsempfänger macht. Das Serum wirkt wie eine Weiterentwicklung des in der Episode #5.01 Die unüblichen Verdächtigen thematisierten Aerosols. Susanne Modeski und ihr Mitstreiter, der sie am Ende doch hintergeht um sein eigenes Leben zu schützen, arbeiteten offiziell für das Verteidigungsministerium an diesem Serum, damit sie die Herstellung im Geheimen verlangsamen und genügend Beweise für eine Regierungsverschwörung sammeln konnten: Doppelagenten und Doppelmissionen wohin das Auge reicht. Auch einer der Nerds, Timothy Landau, arbeitete tatsächlich für die CIA und war ein Spitzel. Wie in kaum einer anderen Episode in "Akte X" wird auch in dieser wieder offenkundig: "Trust No One" und "The Truth is out there". Der rote Faden, inklusive der vielen Wendungen, wird sehr gelungen inszeniert, so dass sich jeder "Akte X"-Fan bestens unterhalten fühlen dürfte.

Die Einsamen Schützen, Byers und Susanne Modeski

Mal abgesehen vom roten Faden ist diese Folge auf Byers von den Einsamen Schützen zugeschnitten. Sein Innenleben wird so stark wie noch nie thematisiert. Auf der einen Seite steht seine Mission, die Verschwörung der Regierung aufzudecken sowie für seine Werte und seine Idealvorstellungen einzutreten. Auf der anderen Seite wünscht er sich ein spießiges Normalbürgerleben mit Haus, Kindern, Hund und seiner Frau Susanne Modeski. Doch beides scheint in dieser einen Realität, in der sich Byers befindet, nicht in Einklang miteinander zu bringen zu sein. Egal wie er es dreht und wendet - das private Glück bleibt zu Gunsten seiner Mission auf der Strecke. Beweist Byers damit Rückgrat und Konsequenz sowie das unumstößliche Gehen seines Weges oder glaubt er sein privates Glück stünde ihm nicht zu, weshalb er es unbewusst sabotiert und jegliche Möglichkeiten mit Susanne Modeski zusammen zu sein, ad absurdum führt? Diese Frage ist fast schon philosophisch und darf daher von jedem selbst beantwortet werden.

Festzuhalten bleibt jedenfalls die traurige Abschlussszene, in der Susanne Byers das Angebot macht mit ihr durchzubrennen und endlich das Leben zu führen, das Byers sich eigentlich wünscht; dieser aber zu Gunsten der Sicherheit für beide ablehnt und seinen Weg mit Langly und Frohike weitergeht. Ein bittersüßer Abschiedskuss und die Übergabe eines Eherings von Susanne an Byers beenden diese eigenartige Beziehung der beiden. Man kann davon ausgehen, dass sich die beiden nie wieder sehen werden. Schade, wenn man bedenkt, dass Byers ganze zehn Jahre Ausschau nach Susanne Modeski hielt - das sogar sein Lebenselixier war - ehe ihn seine Vergangenheit sowie endlose Träume und Fantasien wieder einholen. Aber tun das die Vergangenheit und Träume nicht immer mal wieder bei jedem von uns?

Insider & Hintergründe

  • Das erste und einzige Mal gehört Mulder in über sechs Staffeln nicht zum Hauptcast. Grund hierfür war David Duchovnys Autor- und Regie-Engagement in der "Akte X" - Episode #6.20 Ex, was wohl seine volle Aufmerksamkeit erforderte.
  • Dana Scully flirtig und angeheitert zu sehen, war sehr unterhaltsam. Dem Ganzen setzte die Szene mit Morris Fletcher an der Hotelbar die Krone auf: Scully haut Fletcher an der Hotelbar auf den Hintern und flirtet ihn im "Analytic-Histamine-Zustand" heftig an. Man kann diese Aktion als Retourkutsche zu Fletchers Aktionen im Körper Mulders gegenüber Scully aus #6.04 Dreamland Teil 1 und #6.05 Dreamland Teil 2 interpretieren: Tolles Insider-Gimmick!



Fazit

Die Akte X Episode #6.19 Suzanne knüpft inhaltlich mehr oder weniger an die Folge #5.01 Die unüblichen Verdächtigen an, die zehn Jahre zuvor im Jahre 1989 spielt. Neben Verschwörungen, der Def-Con und Analytic Histamine geht es vor allem um Byers und Susanne Modeski. Letzteres wirft generelle Lebensfragen auf, von denen man sich gerne inspirieren lassen darf.

Alexander L. - myFanbase

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