Bewertung

Review: #4.13 Ein großer Sprung nach vorn

Diese Episode funktioniert als beides: als Staffelfinale und als Serienfinale. Was von beidem diese Folge letztlich ist, wird sich noch herausstellen.

Das Drama im Hause Farrell

Shawn verliert durch Promicin an einem Tag seine Mutter Susan und seinen Bruder Danny. Letztlich ist Shawn damit emotional der große Verlierer, was sehr interessant ist, da sich dies im Verlauf der Staffel nicht unbedingt angedeutet hat. Wir haben gesehen, wie Tom und Kyle zwischenzeitlich zu Gegnern wurden, wie Maia hinter Dianas Rücken Kontakt nach Promise City aufgebaut hat und wie Liebespaare zu Todfeinden wurden (Tom & Meghan, Kyle & Isabelle), doch am Ende ist es Shawn, der seine engsten Verwandten verliert. Das lässt sich durchaus als eine überraschende Wendung bezeichnen.

Als Shawn seine Kräfte gegen Danny eingesetzt und ihm die Lebensenergie entzogen hat, um so Dannys Leid zu beenden, wurde ein interessanter Bogen zurück zum Ende der ersten Staffel geschlagen. Wir erinnern uns, dass Shawn damals im Eifersuchtsdrama um Nikki gegen Danny gekämpft und diesen mit seinen Kräften fast getötet hätte. Mit diesem Ereignis endete seiner Zeit Shawns altes Leben und sein neues Leben als Führungspersönlichkeit der 4400 begann. Nun setzt er seine Kräfte erneut gegen Danny ein, doch diesmal auf dessen Wunsch hin und um ihn zu erlösen. Nun ist von Shawns altem Leben mit seiner engsten Familie endgültig nichts mehr übrig. Ich finde solche Storybrücken großartig.

Am Ende ist es schön, dass Tom dem trauernden Shawn jedoch bewusst macht, dass dieser nicht alleine auf der Welt ist, sondern mit seinem Onkel Tom und seinem Cousin Kyle immer noch eine Familie hat.

Allianzen

Nachdem diese ganze Staffel geprägt war von dem Konflikt zwischen den 4400, den P-Positiven und den normalen Menschen (bzw. der Regierung), sehen wir nun zum Abschluss, wie sich die Parteien zusammenschließen, um gemeinsam gegen die Markierten vorzugehen und Seattle zu retten.

Letztlich verschwimmen die Grenzen stärker als zuvor, denn nun sind auch wichtige Vertreter der Regierung P-positiv, während andere, wie Diana, nun vollkommen immun gegen Promicin sind. Jordans Macht ist stärker denn je und auch die 4400 scheinen sich langsam wieder in Jordans Herde einzureihen, wie das Beispiel Maia zeigt. Somit sind auch ausreichend Ansätze für eine 5. Staffel vorhanden, über die ich mich offen gestanden sehr freuen würde.

Übrigens erscheint auch Kyles Fähigkeit nun wieder in einem anderen Licht. Nachdem ich zwischenzeitlich wirklich geglaubt habe, dass Kyles mysteriöse Begleiterin Cassie zu den Markierten gehört, stellt sich nun alles wieder ein bisschen anders dar.

Cassie wollte unbedingt, dass Kyle Isabelle nach Promise City bringt, was letztlich dazu führte, dass Isabelle ihre Kräfte zurückerhielt, diese aber gegen die Markierten einsetzte. Auch Kyles Position ist nun stärker denn je, somit steht Cassie offenbar doch auf Seiten der Promicin-Bewegung und lenkt alles in die richtigen Bahnen. Oder war es gar nicht in Cassies Sinne, dass Isabelle sich gegen die Markierten stellt? Ganz eindeutig kann man diese Frage (zu diesem Zeitpunkt) nicht beantworten.

Offene Fragen

Neben den angedeuteten Aspekten, die sicher eine interessante 5. Staffel garantieren würden, gibt es auch noch einige offene Fragen, die in 13 weiteren Episoden beantwortet werden könnten.

Frage A: Was wird aus Richard? Jetzt wo seine Tochter Isabelle tot ist, scheint niemand mehr da zu sein, der sich für seine Freilassung einsetzt. Richard war immer einer meiner Lieblingscharaktere und die Vorstellung, dass er einsam in der Gewalt der Regierungsbehörden versauert, gefällt mir ganz und gar nicht. Er wollte immer nur das Beste für seine Familie, das hat er einfach nicht verdient.

Frage B: Nimmt Tom tatsächlich Promicin und wenn ja, welche Fähigkeit entwickelt er? Nach den schockierenden Erlebnissen als Markierter kann ich mir gut vorstellen, dass Tom sich den "Schuss" genehmigt - auch, um Kyle wieder näher zu sein.

Frage C: Was wird aus dem Paar Tom und Meghan? Ich war von dieser Romanze nie sonderlich begeistert und konnte mit dem Charakter Meghan nicht allzu viel anfangen, doch man muss ihr zu gute halten, dass sie sich in der Krise um Tom solide verhalten hat. Zwar wurde der Bärenanteil von Diana geleistet, doch Meghan ist ruhig geblieben und hat die Angelegenheit intern gelassen.

Fazit

Mit Verlusten, Veränderungen und Versöhnungen hatte diese Finalepisode viel zu bieten, doch meine Hoffnung auf eine weitere Staffel bleibt.

Maret Hosemann – myFanbase

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