Bewertung: 8

Review: #3.01 Böses Blut

Da ist sie also wieder, die etwas andere Vampirserie. Diesmal habe ich sie nicht ganz so sehnsüchtig erwartet wie im letzten Jahr, doch der Auftakt war solide und führte gut in die neue Staffel ein und was uns darin voraussichtlich erwarten wird.

Hell hath no fury like a Vampire queen broke.

In dieser Folge war es ein wenig schwierig, die einzelnen Storys zu trennen, deshalb behandele ich mal einige Storys in einem Aufwasch. Es gefiel mir ganz gut, dass die Staffel sofort da einsetzte, wo die letzte aufhörte. Aber eine Serie, in der es Vampire, Telepathen, Mänaden und nun wohl auch Werwölfe gibt, braucht sich natürlich auch nicht an den normalen Jahresablauf und eine mit den Ausstrahlungsdaten kompatible Zeitlinie zu halten. Sookie macht sich also auf und sucht wie verrückt Bill. Das ist natürlich nachvollziehbar und war nicht anders zu erwarten. Es sieht auch schon so aus, als werde das tatsächlich eine staffelübergreifende Story werden. Zumindest deutete das Ende mit Mississippi und der Operation Werewolf ein wenig darauf hin. Dass Sookie mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, ist ebenfalls verständlich. Es ist schon seltsam, dass Sookies erster Gedanke tatsächlich an eine Entführung geht und nicht, dass Bill sich vielleicht einfach aus Scham (er ist ja auch so ein ganz Traditioneller, Männlicher) in ein Loch verkrochen hat und Sookie erstmal nicht sehen will.

Jessica hat derweil mal eben jemanden umgebracht und ob sich das mit Hoyt wieder richten wird, steht auch noch in den Sternen. Ansonsten gibt es über sie nichts Besonderes zu sagen bisher. Zu Bill: Gerade wenn man denkt, dass "True Blood" nicht mehr ekliger werden kann, saugt jemand Bills Blut aus und spuckt es in den Mund eines anderen. Gut, dass ich in weiser Voraussicht mein Abendessen bereits vor Beginn der Episode abgeschlossen hatte. Ich denke, Bills Story könnte ganz interessant werden, wenn man sie nicht wieder so endlos hinauszögert, wie es in der letzten Staffel mit der von Maryann war. Natürlich gab es auch wieder die sicher bald obligatorische Nacktszene mit Eric, nun da Jason an Konstanzproblemen zu knabbern hat. Ziemlich cool und auf typische TB-Weise absolut bescheuert war die Szene aber natürlich trotzdem. Und vielleicht kann man damit die Quote ja dauerhaft noch weiter nach oben treiben. Wie sagte Michael Ausiello in dem von ihm moderierten Fan Experience noch? "Girls want him, guys want to be… who am I kidding? Guys want him, too."

Kommen wir nun auch zu Eric. Er hat Bill also schon mal nicht entführt, wollte ihn aber auch. Schon sehr zufällig, dass ihn jemand anderes genau zu dem Zeitpunkt wollte. Der Queen traue ich es auch nicht zu, da sie viel zu offensichtlich ist. Besonders nach ihrer Aussage, dass Eric sich keine Gedanken um Bill machen soll, da es mehr oder weniger besser für die beiden sei, wenn er vom Erdboden verschwunden wäre. Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass es jemand oder etwas ist, von dem wir bisher nichts wissen, so dass sich wieder die ganze Staffel um die Aufklärung drehen kann. Die Königin hat mir jedenfalls schon sehr viel besser als in den bisherigen wenigen Szenen gefallen und ich hoffe, dass wir sie noch öfter sehen werden. Ihre gespielte Empörung, als der Magister Eric von den Vorkommnissen erzählte, war einfach großartig, ebenso wie ihre klare Ansage an Eric selbst. Was mir noch aufgefallen ist, dass anscheinend ein Großteil der Vampire (Frauen wie Männer) vorwiegend auf Frauen zu stehen scheinen – was das wohl zu bedeuten hat?

Letzter Pluspunkt an diesem Storykomplex der Episode: Pam. Endlich ist sie Hauptdarstellerin und prompt bekommt sie mehr Szenen und vor allem welche ohne Eric. Hoffentlich bleibt das so und sie bekommt auch eine eigene Story. Pam ist einfach großartig und kann mich mit ihrer Art immer wieder neu für sich einnehmen. Highlight-Spruch in dieser Folge: "Now, why did you have to go and kill that maenad. She's a terrific decorator." Besonders mit Sookie gefällt sie mir gut. Mal sehen, was die Zukunft mit ihr noch bringt.

Conscience off, dick on. And everything's gonna be alright.

Ja, stimmt, das hat ja bisher so ausgezeichnet für Jason funktioniert... Nicht unbedingt das Originellste, dass Andy nun die Schuld übernimmt und Jason sich gerne ändern möchte, aber nicht kann, damit er sich nicht verdächtigt macht. Aber mit seiner Dummheit hat er innerhalb der Serie für mich nun so eine wichtige Stellung als Comedylieferant übernommen, dass ich darüber hinwegsehen und mich an seinen Szenen erfreuen kann. Habe ich ihn nach Staffel 1 noch zum enttäuschendsten Charakter ernannt habe, weiß ich nun seine Rolle mehr zu schätzen, ebenso wie die gesamte Serie, die einfach als Satire großartig funktioniert.

Besonders gelungen war die Szene mit Hoyt, als der immer wieder andeutet, dass er gerne von seinem Freund einen Schlafplatz angeboten bekommen würde, worauf Jason jedoch nur mit platten Zusprüchen reagiert. Selbst als er ihn dann anfährt, ist er noch völlig perplex und sagt: "Of course, man. That's kind of a nasty way to ask." Auch im Zusammenhang mit den Mädels war er wieder spitze und brachte einige wunderbare Erkenntnisse ein, z. B. die Tatsache, dass Hunde nicht sprechen können.

Was sonst noch geschah...

  • Arlene ist schwanger und ich freue mich, dass die Serie auch mal so herrlich trivial sein kann. Sie ist völlig schockiert und traut sich nicht Terry, davon zu erzählen, fährt ihn aber stattdessen an und er weiß nicht, was vor sich geht. Das ist so dermaßen Soap 101, dass es schon wieder wirklich großartig ist. Ob und wie sich ein Baby innerhalb der Serie machen wird, bleibt abzuwarten.

  • Tara bleibt nach wie vor einer der nervigsten Charaktere der Serie und das wurde auch dieses Mal wieder besiegelt. Die Mutter ist noch schlimm, wie sie sich so widerlich an den Pfarrer ranmacht, und darüber ihre Tochter natürlich wieder völlig vergisst. Ich bin gespannt, was man aus dieser schon jetzt sehr anstrengend wirkenden Story machen wird.

  • Gerade hatte ich mir die Frage gestellt und schon wurde sie beantwortet. Sam hat also auch Sexträume von Bill, wie Sookie von Eric. Für einen Moment dachte ich wirklich, die Szene sei echt, bis Bill Sam dann in die Dusche einlud, da wurde mir alles klar. Aber die Serie zeigt mal wieder, dass sie die eindeutig-zweideutigen homoerotischen Szenen einfach am besten beherrscht. Großartiger WTF-Moment, der wirklich wahnsinnig komisch war. Freue mich schon auf eine Fortsetzung. Vielleicht wird Sam diese Staffel dann ja auch mal wieder interessanter und geht mir nicht wieder endlos auf die Nerven.


Fazit

Insgesamt gab es viel Positives zu bemerken und sehr viele amüsante Szenen zu begutachten. Kaum ein Charakter hat wirklich enttäuscht, einzig die Tara-Szenen empfand ich als äußerst nervig. So kann es eigentlich weitergehen.

Nadine Watz - myFanbase

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