Bewertung: 8

Review: #1.03 Hexen vs. Vampire

Foto: Joseph Morgan, The Originals - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Joseph Morgan, The Originals
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Der eher maue Staffelauftakt ist nach dieser Episode vollkommen vergessen, da nun die zweite Episode anknüpft, die eine gut durchdachte Handlung mit viel Spannung und Herz aufweist.

"That's only plan A, Love. There is always a plan B." - "And what's plan B?" - "War."

Wie Klaus uns schon in #1.02 House Of The Rising Son verriet, schmiedet er nun eifrig einen Plan, um Marcel die Herrschaft über New Orleans aus den Händen zu reißen. Wie gewieft er dabei vorgeht ist sehr schön mit anzusehen, da er immer noch ein Hintertürchen offen zu haben scheint, von dem nur er selbst Kenntnis hat. Während er nun also eifrig intrigiert, fällt Thierry ihm zum Opfer und Katie überlebt den Tag nicht. Die Anspannung in der Kampfszene, während die Vampire die Hexen aufmischen, passte sehr schön zu dem Lied 'Brads' von Liars, das der Energie der kleine Schlacht noch mehr Antrieb lieferte. Mit dem Tod der Hexe hätte ich an dieser Stelle nicht gerechnet, da ich eher davon ausging, dass Klaus es darauf abgesehen hat, Marcel gänzlich auszuschalten. Dass er Katie aus dem Nichts das Genick brach, wunderte mich daher sehr und seither lässt mich eine Frage nicht los: Was hat Marcel, dass Klaus braucht? Mit Davina, die Elijah bei sich hat, würde der Original sicher auch ohne Marcel zurechtkommen, daher steckt sicherlich noch mehr dahinter. Doch ein Geistesblitz, worum es sich dabei handelt, kam mir leider noch nicht. Das sorgt allerdings dafür, dass die Spannung an dieser Stelle nicht nachlässt.

Zu Klaus' Plan scheint auch Camille zu gehören, wobei man wohl nicht abstreiten kann, dass zwischen den beiden in dieser Episode (besonders in der Szene nach dem Ball) heftig die Funken sprühten. Der Moment wurde sehr schön mit 'A Case For Shame' von Moby feat. Cold Specks unterlegt, wobei der Titel des Songs sehr treffend ist, überlegt man sich, dass Klaus wirklich nicht stolz darauf sein sollte, die Beziehung mit Camille in den Wind zu schießen, um lieber seinen Racheplänen nachzujagen.

"I turned you into something that would never die. I gave you a gift."

In dieser Episode bekommen wir zwei Seiten von Marcel zu sehen. Zunächst präsentiert man uns den King von New Orleans, der sich zu 'Long Way From Home' von The Heavy neu einkleiden lässt. Die Leichtigkeit und Dekadenz, die er dabei ausstrahlt, erinnern an die ersten Episoden, die wir in der zweiten Staffel von "Vampire Diaries" mit Klaus durchlebt haben. Beide strahlen ein Machtgefühl aus und wirken dennoch auf unerklärliche Weise sympathisch. Im Gegensatz dazu steht Marcels Verhalten, als er von Thierrys Vertrauensbruch erfährt. Doch anders als Klaus, handelt er nicht aus der Wut heraus impulsiv und tötet seinen ehemaligen Freund mit einem Handgriff, sondern setzt sich durch wie ein Anführer und bestraft Thierry mit einer 100-jährigen Gefangenschaft. Es gelingt den Autoren somit sehr gut, aufzuzeigen, dass Marcel zwar viel von Klaus gelernt hat und seine Herrschaft auch an Klaus' Treue-Prinzipien angelehnt ist, er jedoch wesentlich bedachter handelt. Dabei lässt er, auch wenn er rasenden Zorn empfindet, der uns aus Charles Michael Davis' Augen sehr gut anfunkelte, seine Gefühle nicht die Oberhand gewinnen und besinnt sich.

Fraglich bleibt in diesem Zusammenhang nur die Rolle von Davina, die sich so einfach in Marcels Körper hineinversetzen kann und auch einen unsichtbaren Draht zu allen anderen Hexen zu haben scheint. Gegen die Tatsache, dass Davina eine sehr mächtige Hexe ist, habe ich an sich nichts einzuwenden, allerdings fehlt mir hier noch ein wenig die erklärende Geschichte hinter dem Ganzen.

"I'm beginning to think your sister is a bit of a bitch." -"It's as though she invented the term."

Mit der vorherigen Episode wurde uns die Vergangenheit von Marcel und Rebekah gezeigt, die anscheinend noch sehr deutlich in Rebekahs Erinnerung verankert ist. Sie wirft Marcel so einige schmachtende Blicke zu und hat es ganz offensichtlich darauf angelegt, seine Gefühle für sie aus ihm herauszukitzeln. Dass Camille dabei für sie nur Mittel zum Zweck ist, überrascht wohl niemanden. Es fiel Rebekah bisher nicht gerade leicht, freundschaftlichen Kontakt zu anderen Frauen zu knüpfen und das schon gar nicht, wenn sie am gleichen Mann wie sie selbst interessiert waren. Dass sie es bisher ganz gut mit Hayley meistert, ist daher sehr lobenswert und lässt hoffen, dass sich neben dem starken Familiensinn wirklich eine Freundschaft zwischen den beiden entwickelt.

Camille ist bisher der Gegenpart zu Rebekah, was auch in ihren Kostümen zum Ball symbolisiert wird. Während Rebekah ganz in schwarz gekleidet ist und nach außen hin eine leicht aggressive Eleganz ausstrahlt, erscheint Camille im weißen Engelskostüm und wirkt eher unsicher und zaghaft.

"Hoc est infanti malom. Nos omnia perdetu el eam."

Was die anderen Hexen im Schilde führen, gibt ein großes Rätsel auf, da sich fast ein Dutzend Freunde aus den eigenen Reihen gegen Sophie zu stellen scheinen, nachdem Katie gestorben ist. Sabine, die beim Auspendeln des Geschlechts von Hayleys Baby eine Art Vision hatte, sah sehr verstört aus, was wohl auf nichts Gutes schließen lässt. Möglicherweise soll so angekündigt werden, dass das Baby New Orleans und den Hexen noch mehr Unglück bringen wird, da Sabine frei übersetzt sagte: Dieses Kind ist böse, wir alle werden verlieren.

Gut gelungen war der Moment, als Hayley Klaus darüber in Kenntnis setzt, dass sie ein Mädchen erwarten. Mit Elijahs Tagebucheintrag im Hintergrund hofft man nun, dass Klaus es in sich findet, sich dem Vater-Dasein hinzugeben. Guten Grund dazu haben wir allemal, da er es nicht verhindern konnte, dass ihm ein Lächeln übers Gesicht huscht.

Fazit

Auffällig waren in dieser Episode die vielen Unterschiede, die zwischen Marcel und Klaus, sowie Camille und Rebekah aufgezeigt wurden. Rundherum schuf man eine sehr spannende Geschichte um Klaus' leise voranschreitenden Machtkampf, der zu seinem Vergnügen das geplante Resultat bringt. Die Episode war neben den vielen Bildnissen auch musikalisch sehr gut unterlegt, wodurch sich ein sehr positives Bild ergibt.

Marie Florschütz - myFanbase

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