Bewertung: 6

Review: #15.16 Baba Jaga

Foto: Jared Padalecki & Jensen Ackles, Supernatural - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Jared Padalecki & Jensen Ackles, Supernatural
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Auch mit dieser Folge von "Supernatural geht die Haupthandlung nur schleppend voran. Das macht einerseits etwas kribbelig, auf der anderen Seite erwartet uns aber eine recht spannende Episode, die ihre Stärke vor allem in Schock- und Ekelmomenten zeigt. Außerdem dürfen wir uns über eine gute, alte Monster-Sage freuen, die an die ersten Episoden erinnert. Ein weiteres Highlight sind die Rückblicke in Deans und Sams Jugendzeiten, in denen wir mal wieder einen emotionalen Einblick erhalten, wie die beiden Brüder zu denen wurden, die sie heute sind.

Wie so oft holt der Tod eines alten Bekannten namens Travis die Brüder auf den Bildschirm. Zunächst sieht alles nach Selbstmord aus, doch die Bitten seiner Schwester Caitlin und wenig später folgende seltsame Ereignisse legen nahe, dass es sich auch diesmal um Übernatürliches handelt. Sam und Dean kommen auf die Spur der Baba Yaga, einem Wesen, das sich von Kindern ernährt (na lecker) und neue Vorräte für ihr Nest sucht. Vor vielen Jahren sind sie der Kreatur schon einmal begegnet, doch haben ihr – anders als vermutet – nicht komplett den Gar ausgemacht. Dies gilt es nun nachzuholen.

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Nachdem das Monster identifiziert ist, geht es für die beiden Jungs also wieder mal auf die Jagd. Da diese, zum Leidwesen der Zuschauer, nach Schema 0815 abläuft, sind es vor allem die Rückblenden in die Jugend der Jäger, die der Episode seht gut tun. Wir erfahren mehr zu den Hintergründen ihrer Charakterentwicklung und können uns so noch ein bisschen mehr in Dean und Sam hineinfühlen. Daher verärgert der Moment, in dem Dean es mal wieder für eine kluge Idee hält, Sam wichtige Informationen (zunächst) vorzuenthalten. So erfährt Sam erst nach einiger Zeit von Jacks geplanter Selbstopferung, um Luzifer auszulöschen und auch von Billies Manipulation an Jack. Da mir Jack mittlerweile sehr ans Herz gewachsen ist, finde ich es schade, dass Sam und Dean nicht gemeinsam mit Castiel nach einem anderen Ausweg suchen.

Wie so oft sind die gut platzierten Jump-Scares und kleinen Schocker sehr gut gelungen. Springende Geister, verzogene Fratzen und ein Haufen Leichen lassen das Horror-Fan-Herz etwas höherschlagen. Zwar ist man nicht wirklich überrascht, denn nach knapp 15 Staffeln kennen wir doch die Handschrift der Macher, doch stimmen einfach wie üblich Umsetzung und Ästhetik in diesen Szenen. Auch die ein oder andere humoristische Einlage passt und bringt uns zum Schmunzeln. Und so ist es nicht verwunderlich, dass auch dieses Monster letztendlich doch das Zeitliche segnet und Sam und Dean weitere Tode verhindern können. Auf der anderen Seite finde ich, dass man Caitlin nicht überaus nahekommt, weshalb ihr Überlebenskampf der Folge nicht so viel Spannung verliehen hat, wie es möglich gewesen wäre.

Fazit

Alles in allem erwarten den Zuschauer viele altbekannte Elemente und Geschichten, die Hauptstory tritt dabei etwas auf der Stelle. Das ist insbesondere insofern schade, da wir uns doch mit riesigen Schritten auf das fulminante und mit Spannung erwartete Finale zubewegen. Trotz allem ist die Episode kurzweilig und unterhält mit gekonnt inszenierten Erinnerungen an die ersten Abenteuer der Brüder und dem Charme der ersten Episoden.

Janina Funk - myFanbase

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