Bewertung: 7

Review: #13.17 The Thing

Foto: Jared Padalecki & Jensen Ackles, Supernatural - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Jared Padalecki & Jensen Ackles, Supernatural
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Was den vorherigen Episoden an Hauptplot gefehlt hat, wird in #14.17 The Thing aufgeholt. Tatsächlich geht es sogar so rasch voran, dass sich die Frage stellt, ob es nicht besser gewesen wäre, auf eine der Filler-Episoden zu verzichten und sich dafür mehr darauf zu konzentrieren, die zentrale Geschichte in angemessener Geschwindigkeit zu erzählen.

"Great! More books." – "You love books."

Schon der Anfang zeigt, dass wir uns wieder in alten "Supernatural"-Gefilden bewegen – passend mit einer rituellen Opferung. Dabei werden auch mal wieder die Men of Letters thematisiert, deren Geschichte ja immer gerne unvermutet auftaucht. Überraschenderweise scheint der Zauber, den Sam und Dean mühsam aus der Dämonentafel bekommen haben, gar nicht so unbekannt zu sein, wie ich es vermutet hätte. Denn siehe da, schon damals haben die Men of Letters genau diesen Zauber benutzt, um so Gottheiten in anderen Welten anzulocken. Klingt komisch, ist aber so. Wieso genau die Men of Letters, die ja eigentlich nicht viel mehr als Hüter des übernatürlichen Wissens sein sollten, auf die recht bescheidene Idee gekommen sind, fremde Gottheiten als Weg zum Paradies zu benutzen, sei jetzt mal dahin gestellt. Immerhin ist damit klar, dass AU!Michaels Plan, die Erde zu übernehmen, gar nicht mal so ungewöhnlich ist.

Trotzdem war ja klar, dass das nicht gutgehen kann. Und so liegt es mal wieder an den Winchesters, das Chaos der Men of Letters zu beseitigen. Naja, eigentlich nur fair, schließlich waren sie es ja, die Sandy aus dem verlassenen Bunker befreit haben. Was dann folgte, war eine echt unterhaltsames Hin-und-Her. Erst muss Sandy beschützt werden und die Geheimgruppe der Men of Letters sind die Bösen, dann ist es plötzlich umgekehrt. Erst wird Sam entführt, dann Dean. Dafür, dass sich diese Gottheit so viel Mühe gegeben hat, mit Ihresgleichen wiedervereint zu werden, hat sie sich dann aber doch recht einfach besiegen lassen. Einfach nochmal das Tor auf, Monster rein, und das war's. Stellt sich die Frage, warum das nicht schon früher ausprobiert wurde.

Auf jeden Fall war die Mission ein Erfolg: Sam und Dean haben das Siegel des Solomon, weswegen sie überhaupt erst nach Portsmouth gekommen sind. Und obwohl es ihnen noch nicht bewusst ist, ist Zutat Nummer vier schon auf dem Weg.

"You want redemption. We can't be redeemed."

Nach dem großen Cliffhanger in #13.13 Devil's Bargain hat man uns lange warten lassen, bis wir nun endlich erfahren, was es mit Gabriel in der Zelle auf sich hat. Es ist wie vermutet: Asmodeus hat Gabriel irgendwie gefangen und nutzt ihn nur als persönlichen Gnadespender. Damit ist klar, wieso der schwächste der Prinzen der Hölle trotzdem solche Fähigkeiten besitzt und warum einem Asmodeus' Illusionen ein bisschen zu bekannt vorkamen. So wirklich verstehe ich aber nicht, wie das Ganze funktionieren kann. Ein Prinz der Hölle ist ja schließlich auch nichts anderes als ein besonderer Dämon, und trotzdem kann er Erzengelgnade durch seine Adern fließen lassen? Sollte ihm das nicht in irgendeiner Weise schaden? Noch dazu bei den beachtlichen Mengen, die sich Asmodeus da munter reinhaut. Kein Wunder, dass Gabriel alles andere als gut aussieht. Viel eher verstört und eingeschüchtert, was man bis jetzt nun überhaupt nicht von ihm kennt. Man kann sich vorstellen, was er während seiner Gefangenschaft erleiden musste und ich bin mir sicher, dass das sehr bald noch thematisiert werden wird.

Für die Überraschung des Tages sorgt Ketch, dem es endgültig mit Asmodeus reicht und flieht - mitsamt Gabriel, Gnade und Erzengelklinge. Es war klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Ketchs riskantes Spiel als Doppelagent entweder auffliegt, oder Asmodeus ihm überdrüssig wird. Stattdessen hat Ketch die Initiative übernommen und (mal wieder) Loyalitäten gewechselt und hat sich für die Winchesters entschieden. Naja, oder zumindest gegen Asmodeus und für sich selbst. Jetzt stellt sich natürlich die große Frage, ob das nur eine pur rationale Entscheidung von Ketch war, um sein eigenes Überleben sicherzustellen, oder ob er langsam aber sich in den "Redemption Arc" einläuft, der sich in vorsichtiger Weise auch schon bei seinen Szenen mit Mary oder dem Deal mit den Winchesters gezeigt hat. Meiner Meinung nach stehen alle Zeichen auf Wiedergutmachung. Immerhin hat man sich extra die Mühe gemacht, diesen Charakter wieder von den Toten zurückzuholen und ewig kann man dieses Hin-und-Her-Wechseln der Seiten auch nicht durchziehen.

Dank Ketch haben die Winchesters nun also alle Zutaten für ihren Zauber zusammen und können den Riss ins Paralleluniversum öffnen. Irgendwie ging mir das alles zu schnell. Da suchen sie fast eine halbe Staffel lang nach einem Weg in die Parallelwelt und jetzt wird das alles innerhalb weniger Folgen abgehakt. Aber gut, schließlich sind wir noch lange nicht am Ende der Staffel angekommen, also kann man wohl damit rechnen, dass hier noch nicht alles gesagt ist. Stattdessen ist es mal wieder an der Zeit für die Brüder, getrennter Wege zu gehen. Dean mit Ketch auf zur Rettung von Mary und Jack, Sam, der zurückbleibt und sich um Gabriel kümmern soll. In diesem Fall ist das wohl wirklich die beste Option, trotzdem endet es nie gut, wenn diese beiden sich trennen.

Fazit

In dieser Episode konnten endlich wieder echte Fortschritte in der Haupthandlung gemacht werden. Dabei hat man einen weiteren Abschnitt der Staffel hinter sich gelassen und die Winchesters bekommen mit Gabriel und Ketch nun zwei Verbündete, die man noch nicht so ganz einschätzen kann. Da Ketch sich Dean auf seiner Reise in die Parallelwelt angeschlossen hat, ist das nun seine große Chance zu zeigen, ob er wirklich bereit ist sich zu ändern, was sicherlich interessant werden dürfte.

Denise D. - myFanbase


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