Outsourced - Review des Piloten

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Wieder eine neue NBC-Comedyserie, ein Genre, mit dem der Sender in den letzten Jahren eigentlich nur wenig falsch gemacht hat. Außer "Modern Family" stammen fast alle meiner Lieblingssitcoms ausschließlich vom Pfauen-Network. Deshalb war es natürlich klar, dass ich auch in "Outsourced" einmal reinschauen würde. Ich weiß nicht, ob es an mir oder an der Serie lag, aber wirkliche Begeisterung konnte irgendwie nicht aufkommen.

Die Prämisse bietet erstmal Raum für viele Klischees und Peinlichkeiten. Und ich hasse Klischees. Nicht, weil ich mich durch sie in irgendeiner Weise angegriffen fühle, sondern vielmehr, weil sie mich schlichtweg langweilen. Auch hier packt man einige davon aus, jedoch wird dabei nie das eigentliche Ziel erreicht und es bleibt eher langweilig statt amüsant. Es gab einige "nette" Momente, doch nichts, das mich auch nur einmal laut zum Lachen brachte. Stattdessen gab es viel Vorhersehbares wie das bereits drohende Liebesdreieck, den obligatorischen Bösewicht und den Siegeszug des Sunnyboys, der sich sofort mit seinen charmanten, aber seltsamen Untergebenen anfreundet. Alles war doch ein bisschen zu nett und freundlich und dadurch nicht interessant genug. Es ist nicht wirklich etwas passiert, das mir im Gedächtnis geblieben wäre.

Ebenfalls nur "nett" ist der Hauptcharakter der Serie und der Boss des Call-Centers. Zu diesem Zeitpunkt ist mir relativ unklar, ob er eine Serie wirklich tragen kann. Er ist zwar nicht überdreht und überzeichnet, was in Comedys immer relativ schnell nervig werden kann, hat aber auch sonst nicht sonderlich viel Profil und macht einen eher langweiligen Eindruck. Ein Interesse an seinem wohl unausweichlichen Liebesdreieck ist bei mir auch überhaupt nicht aufgekommen.

Ansonsten gibt es ein paar gute Ansätze, was Charaktere angeht, doch insgesamt bleibt die Serie eher eine Standard-Workplace-Sitcom ohne das gewisse Etwas. Dieses soll wohl das indische Setting sein, das jedoch im Piloten zumindest nicht interessant genug ausgeschmückt wurde. Es gab ein paar Anspielungen à la "Guck mal, wie unterschiedlich die amerikanische und indische Kultur doch sind" meh. Das wurde deutlich gelungener im leider schnell abgesetzten "Aliens in America" umgesetzt.

Fazit

Insgesamt kann ich wirklich nicht mehr über diese Serie sagen. Es wird eine von denen sein, die, sollte sie nach der ersten Staffel abgesetzt werden, bereits im nächsten Jahr völlig aus meiner Erinnerung gelöscht sein wird, sollte sie länger laufen und von der Allgemeinheit für gut befunden werden, werde ich wohl nochmal reinschauen. Bis dahin ist "Oursourced" nicht sonderlich sehenswert und bringt nichts Besonderes oder Neues mit sich.

Nadine Watz - myFanbase

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