Evil - Review des Piloten

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Robert King und Michelle King bringt man mit "Good Wife" und dessen Spin-Off "The Good Fight" in Verbindung beides Anwaltsserien, die für CBS und den Streamingdienst CBS All Access entstanden sind. Die beiden Serienschöpfer bleiben ihrem Arbeitgeber auch weiterhin treu und haben das Format "Evil" entwickelt und damit einen Weg einschlagen, den man so von ihnen nicht kennt. Ob "Evil" trotzdem zum Erfolg werden könnte oder bei mir durchgefallen ist, erfahrt ihr in dieser Review.

Dem Bösen auf der Spur

Witzigerweise ist meine Überschrift der Nebentitel, dem man "Evil" in Deutschland verpasst hat. Allerdings frage ich mich, ob der Nebentitel tatsächlich passt, nachdem ich mir den Piloten angesehen habe. Im Zentrum des Geschehens steht Dr. Kristen Bouchard (Katja Herbers), sie ist forensische Psychologin, die freischaffend für die Staatsanwaltschaft arbeitet. Zudem ist sie vierfache Mutter und gerade frisch getrennt. Unterstützt wird sie allerdings von ihrer Mutter Sheryl (Christine Lahti).

In ihrem Job soll sie den siebenfachen Mörder Orson LeRoux (Darren Pettie) beurteilen und ein Gutachten erstellen, welches ihn seiner Lüge überführen soll, dass er von Dämonen besessen und deshalb die vielen Morde begonnen hat. Hier haben wir schon die erste Spannung, da Dämone für mich etwas mit Übernatürlichem zu tun haben. Andererseits kann man durchaus in meinen Augen von etwas besessen sein. Die Frage ist vielmehr, ob Orson tatsächlich besessen und damit nicht zurechnungsfähig bei seinen Taten war oder ob da etwas mehr dahintersteckt. Bei diesem Plot stellt sich mir durchaus die Frage, wohin die Serie möchte. Kriminalfälle? Hirngespinste oder doch noch etwas anderem und wie sich im Verlauf des Piloten herausstellte, ist meine Frage nicht ganz unbegründet.

Denn auch Kristen wird kurz nach der Befragung von Orson und später auch dessen Frau in der Nacht von einem Dämon heimgesucht und dieser hat sogar noch einen Namen: George. Zugegeben, er sieht echt ekelhaft aus in seiner Gestalt, aber von seinem Wesenszug fand ich seine nächtliche Anwesenheit ziemlich amüsant. Aber wie gesagt, auch hier hat sich mir die Frage gestellt, in welche Richtung die Kings denn nun mit "Evil" wollen. Zum einen dreht es sich natürlich um Kriminalfälle, aber auch besonders im Falle von Orson um die menschliche Psyche.

Oft genug hört man ja, wenn man sich zu sehr in was hineinsteigt, dass dann einem die Psyche möglicherweise einen Streich spielt und hier hat man eigentlich das perfekte Beispiel dafür. Interessant fand ich aber auch, wie man herausfindet, ob man träumt oder wach ist. Ich wusste gar nicht, dass man im Traum nichts lesen kann. Liegt vielleicht daran, dass ich noch nie vom Lesen geträumt habe und es mir deshalb eben auch nicht aufgefallen ist.

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Orson, der wohl bemerkt durchaus in der geistigen Verfassung war, zu wissen, was er tut, als er die Menschen ermordet hat, ist genauso wenig wie Kristen von einem Dämon besessen, denn den beiden spielten die Geräusche in ihrem eigenen Haus einen Streich, da die Küchengeräte nicht dicht gewesen sind. Man kennt es auch, wenn man am Fenster irgendwelche Gestalten sieht und diese sich dann als Blätter herausstellen, die sich aufgrund des Windes bewegen.

Neben Orson gibt es noch einen anderen Bösen, der sein Unwesen treibt. Die Rede ist von Dr. Leland Townsend, der wunderbar von Michael Emerson dargestellt wird und zwar so wunderbar, dass er schon jetzt auf meine Liste der Charaktere gehört, die ich nicht mag. Er scheint nämlich tatsächlich nur Böses im Schilde zu führen und die Menschen zu Bösem verleiten zu wollen. Er war es nämlich auch, der ins Büro von Kristens Psychologen Kurt Boggs (Kurt Fuller) eingebrochen und Orson die Informationen beschaffen hat, die er brauchte, um von ihrem Dämon zu wissen. Ich bin gespannt, was uns mit ihm noch so erwarten wird.

Gespannt bin ich auch David Acosta (Mike Colter) betreffend. Ein ehemaliger Journalist, der nun auf Priester umsattelt und mit Kristen, die so gar nicht gläubig ist, zusammenarbeiten möchte. Das hört sich definitiv nach einem interessanten Gespann an und wenn man die letzten Szenen des Piloten richtig deutet, könnte sich zwischen den beiden auch in Liebesdingen etwas anbahnen.

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Fazit

"Evil" legt in seiner ersten Episode in jedem Fall den Grundstein dafür, ein interessantes Format zu werden. Der Cast ist prima und die Darsteller machen einen tollen Job. Zwar weiß ich noch nicht genau, in welche Richtung die Kings wollen, aber die Mischung aus Kriminalfällen, Psyche, Übernatürlichem und Religion macht Spaß und ich werde definitiv dran bleiben.

Daniela S. - myFanbase

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