Emily in Paris - Review, Staffel 5

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Über ein Jahr ist es her, seit der zweite Teil der vierten Staffel von "Emily in Paris" bei Netflix an den Start gegangen war bzw. wir bis Dezember 2025 auf die fünfte Staffel gewartet haben. Ich habe mir extra noch einmal zwei Monate Zeit gelassen, bis ich mich in der Lage fühlte, sie mir anzuschauen. In der Zwischenzeit kam dann auch schon die Verlängerung um eine weitere Staffel, die mich rein vom Lesen her nicht glücklich gemacht hat. Nachdem ich nun aber weitergeschaut habe, kann ich die Entscheidung verstehen. War ich aber auch mit dem Endergebnis zufrieden?

Foto: Lily Collins & Eugenio Franceschini, Emily in Paris - Copyright: 2025 Netflix, Inc.; Caroline Dubois/Netflix
Lily Collins & Eugenio Franceschini, Emily in Paris
© 2025 Netflix, Inc.; Caroline Dubois/Netflix

Schon im Vorfeld wurde bekannt, dass ein Teil der Staffel in Rom spielen wird und das umfasst die ersten fünf Episoden, bevor es wieder nach Paris wechselt. Dementsprechend hätte ich es auch besser gefunden, wenn man diese Staffel auch in zwei Teile geteilt hätte wie die letzte. Es hätte in meinen Augen definitiv mehr Sinn gemacht. Wobei ich fast sagen muss, dass die Handlung uns charakterlich nicht weiter gebracht hat. Emily (Lily Collins) sollte das Büro in Rom übernehmen, da man sich Marcellos (Eugenio Franceschini) Familie als Kunden gesichert hat. Hat aber jemand fest daran geglaubt, dass die Beziehung von langer Dauer gewesen wäre? Ich hatte da durchaus meine Zweifel und das nicht alleine aufgrund dessen, dass die Serie eben diesen speziellen und so gesehen festen Titel trägt. Wenn man mal genauer über Marcellos Mutter Antonia (Anna Galiena) und seine Beziehung zu ihr nachdenkt, dann war das Ganze schon zum Scheitern verurteilt. Irgendwie kann ich Antonia auch verstehen, dass sie keine große Aufmerksamkeit zu dem wollte, was sie sich aufgebaut hatte. Manches wirkt eben mehr, wenn es etwas Besonderes bleibt, indem es eben nicht alle kennen und so empfand ich auch anfangs die Marke Muratori und das war völlig in Ordnung. Ihre Hinhaltetaktik war es allerdings nicht. Genauso Marcello, der zwar nie einen Hehl daraus gemacht hat, dass er noch bei einer anderen Firma Interesse hat, das ist aber kein guter Start in eine Beziehung bzw. für eine Beziehung und zumal Emily ohnehin nur seinetwegen nach Rom gegangen ist. Aber auch sonst hatte die Staffel für meinen Geschmack nicht den besten Start. Das Beziehungswirrwarr der einzelnen Charaktere ist ja das (charmante) Markenzeichen der Serie. Diesmal wirkte es jedoch angestrengt und unnötig. Neben Emily hat es mich auch bei Luc (Bruno Gouery) extrem gestört, dass er sich in Rom ausgerechnet auf Bianca (Solenn Le Couviour Mancini) eingelassen hat. Man kann es nicht mal als Urlaubsflirt bezeichnen, wirkte er doch in der letzten Staffel äußerst glücklich mit Marianne (Laurence Gormezano), der er sogar ihre Lüge verziehen hat und dann betrügt er sie auch noch und kann nicht einmal wirklich dazu stehen, als Marianne vor ihm steht. Um die Beziehung tut es mir wirklich leid.

Foto: Ashley Park & Lucien Laviscount, Emily in Paris - Copyright: 2025 Netflix, Inc.; Caroline Dubois/Netflix
Ashley Park & Lucien Laviscount, Emily in Paris
© 2025 Netflix, Inc.; Caroline Dubois/Netflix

Anders sieht es da bei Sylvie (Philippine Leroy-Beaulieu) und Laurent aus. Ich fand ihre offene Ehe zwar erst interessant und faszinierend, doch diesmal wirkte es auch einfach viel zu gewollt und zu aufgesetzt von beiden Seiten. Auch wenn ich mich gefreut hatte, dass Sylvie wohl für sich erkannt hat, wirklich zu Laurent zu gehören... kaum war sie wieder in Paris, war alles irgendwie vergessen und die beiden spielten ihr gewohntes Spiel 'Du hast mich betrogen, ich habe dich betrogen, aber wir bleiben einfach weiter verheiratet' weiter. Allerdings scheint Laurent nun endgültig Geschichte zu sein, wenn man mal die letzten Szenen mit den beiden genauer betrachtet, so hat Sylvie doch noch Familiensinn und vor allem landet die Frau immer wieder auf den Füßen, selbst wenn ihr das Wasser bis zum Hals steht. Dazu aber gleich noch mehr. Verwundert war ich auch über die plötzliche romantische Entwicklung zwischen Mindy (Ashley Park) und Alfie (Lucien Laviscount). Ich habe erst überlegt, ob ich mögliche Anzeichen aus der letzten Staffel übersehen habe. Aber es gab keine. Gerade deshalb ist ihre Anziehungskraft und das Rumgeknutsche doch befremdlich gewesen. Und natürlich war auch in dem Punkt vorprogrammiert, dass die Freundschaft mit Emily einige Schläge einstecken muss und einige Dellen davon tragen wird. Ich muss aber auch zugeben, dass mir die Verbindung zwischen Mindy und Alfie über die zehn Episoden hinweg immer besser gefallen und es harmonisch gewirkt hat. Daher wirkt das erneute Auftauchen von Nicolas (Paul Forman) und das Liebesgeständnis bis zum Lebensende ehrlich gesagt wie ein Holzhammer, eben auch weil Mindy so überschwänglich positiv reagiert und man das Gefühl hatte, sie rennt eher davon – bis Alfie als eine Art Abbremsung auftaucht. Das könnte in einer sechsten Staffel tatsächlich noch spannend werden.

Foto: Lily Collins & Minnie Driver, Emily in Paris - Copyright: 2025 Netflix, Inc.; Caroline Dubois/Netflix
Lily Collins & Minnie Driver, Emily in Paris
© 2025 Netflix, Inc.; Caroline Dubois/Netflix

Interessant war in der Staffel jedoch auch, dass man sehr wenig von Gabriel (Lucas Bravo) gesehen hat. Im Vorfeld wurde gemunkelt, dass Lucas Bravo aussteigen könnte, bis dann bekannt wurde, dass er in der fünften Staffel doch dabei sein würde. Allerdings fielen seine Auftritte deutlich geringer aus. Ich fand sie allerdings auch besser eingebunden. Ich hoffe ja, dass die sechste Staffel die letzte sein wird, weil sich für meinen Geschmack der Kreis dann schließen würde. Bei den vorherigen Staffeln hat mich immer ein bisschen gestört, dass man die beiden auf Biegen und Brechen zusammenbringen wollte. Jetzt wirkten sie zwar auch wie Freunde, dennoch merkt man, dass zwischen ihnen noch immer Gefühle sind, die immer wieder aufflammen. Es war daher durchaus genial, Sylvie als Kupplerin einzuspannen. Vielleicht auch weil sie Emily eben doch wie eine Freundin ansieht. Das Thema Freundschaft spielte in dieser Staffel ohnehin eine große Rollen und in vielem war Sylvie involviert. Mich hat durchaus überrascht, dass sie mit Yvette (Michèle Laroque) eine enge Freundin hatte, deren Kontakt aber durch eine Kleinigkeit abgebrochen ist. Das war auch der Grund, weshalb sie Emily unbeabsichtigt ins Gewissen geredet hat, als ihre Freundschaft mit Mindy auf der Kippe stand. Ihre eigene Freundschaft zu Yvette konnte sie aber nicht retten. Fand ich persönlich nicht schlimm. Ich glaube, Sylvie hat einfach einen Abschluss gebraucht, auch wenn sie diesen unabsichtlich herbei geführt hat und es beim Zuschauen doch witzig war, wen Sylvie da als Sex-Date am Kiosk abgeschleppt hat. Aber ich denke, ihre Freundschaft zu Yvette war eh nicht sonderlich fest, zumindest nicht das, was man von Yvette erlebt hat. Hier komme ich direkt mal zur Einführung von Prinzessin Jane (Minnie Driver). Ich hatte Minnie Driver Anfang des Jahres in der Netflix-Serie "Suche mich nicht" gesehen und es war ein totaler Kontrast, was ich bei "Emily in Paris" von ihr erleben durfte. Zugegeben, empfinde ich sie auch bei ihren Auftritten in der zweiten Staffelhälfte als eine Art Antagonistin, die aber durchaus charmant daher kommt und auch gut in diese bunte Welt und zu Sylvie passt. Durch Jane bin ich wirklich auf die neue Staffel gespannt. Sie wird es Luc und Co. sicher nicht einfach machen, wenn sie nun in Sylvies Firma ebenfalls das Sagen hat und sich sicherlich auch ganz bewusst eingeschlichen hat und ihre Art ist einfach erfrischend.

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Fazit

Mit der fünften Staffel von "Emily in Paris" hatte ich durchaus meine Schwierigkeiten, besonders in der ersten Hälfte. Vieles wirkte darin einfach chaotisch und zu gewollt. In der zweiten Hälfte gab es ein paar gute Ansätze, von denen ich hoffe, dass man sie in der neuen Staffel besser ausarbeiten wird.

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Daniela S. - myFanbase

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