DVD-Rezension: The Sarah Silverman Program, Staffel 1

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In Deutschland ist sie nahezu unbekannt, in den USA dafür eine große Nummer im Comedy-Bereich: Sarah Silverman. Mit "The Sarah Silverman Program" startete sie ihre eigene Show, in der sie ihren Humor nach Lust und Laune ausleben konnte. Im März 2009 wurde die Show von Comedy Central erneuert und wird demnach mit 10 neuen Episoden ab 2010 im amerikanischen Fernsehen zu sehen sein.

Inhalt

Die arbeitslose Sarah nimmt kein Blatt vor den Mund, schert sich nicht um ihr Aussehen und ist alles andere als ein angenehmer Zeitgenosse. Mit ihrer ganz eigenen Art, die andere als verrückt, kindisch, albern und unreif bezeichnen, bringt sie sich immer wieder in Lagen, die höchst peinlich sind, Sarah aber nicht im Geringsten stören. Ein absolutes Gegenteil zu Sarah, stellt ihre Schwester Laura (die auch im wahren Leben Sarah Silvermans Schwester ist) dar. Doch das hindert Laura nicht daran ihre Schwester (finanziell) zu unterstützen. Mit von der Partie ist auch das schwule Nachbarpärchen Brian und Steve.

Rezension

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Sarah Silverman war bisher vor allem durch ihr Video "I'm fucking Matt Damon" (wir berichteten) und einigen Sketchen bekannt. Der Humor, der in diesen Dingen verwendet wurde, entsprach auf jeden Fall einem, der mich ansprach. Somit ließ ich mich auch dazu bewegen, ihre Comedey-Show, die in Deutschland auf Comedy Central lief, zu verfolgen. Jedoch zeigte sich hier sofort, dass es eine Sache war, einen knapp 5-minütigen Clip mit ihr zu sehen, eine ganz andere aber, wenn man geballte 22 Minuten Sarah Silverman vor sich sah.

Und hier liegt der eigentliche Knackpunkt, der meinen Genuß bei der Serie, extrem beeinträchtigt hat: Sarah Silverman wird mit zunehmenden Minuten für mich nicht witziger, sondern vielmehr nerviger. So quälte ich mich eher durch die Episoden, ließ mich von allem in meiner Umgebung ablenken und verlor von Sekunde zu Sekunde mehr die Lust, die Staffel noch zu Ende zu gucken.

Das verquere Weltbild von Sarah Silverman inklusive ihrem hohen Maß an "Political Incorrectness" mag viele ansprechen, doch ich gehöre dazu leider absolut nicht. Hinzu kommen die zahlreichen Verweise auf die US-Gesellschaft, die hier in Deutschland sicherlich nicht immer verständlich sind, wenn man sich nicht gerade als ein absoluter Kenner der aktuellen Ereignisse in der amerikanischen Gesellschaft versteht.

Gutzuhalten ist Sarah Silverman jedoch, dass sie ihre Staffel so aufgebaut hat, dass jede Episode eine in sich geschlossene Handlung beinhaltet. Diese frischt Sarah Silverman gleichzeitig jedes Mal mit einem ihrer grandios skurrilen Lieder auf.

Die Staffel besteht insgesamt aus sechs Episoden, die in einem handelsüblichen Keep-Case verpackt sind. Zusätzlich befinden sich noch einige Extras auf der DVD, darunter nicht nur Audiokommentare, sondern auch weitere Extras, wie beispielsweise das Karaoke-Sing-Along.

Technische Details

FSK: 16
Laufzeit: 128 Min. (6 Folgen)
Bildseitenformat: 4:3
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
Veröffentlichungsdatum: 04.06.2009

Fazit

Mit dem Humor ist das so eine Sache. "The Sarah Silverman Program" funktioniert, wenn man oft extrem platte, derbe und politisch inkorrekte Sprüche mag. Ansonsten ist man schnell verloren in einem Prozeß des Fremdschämens und des Genervtseins. Einen Blindkauf sollte man dementsprechend nicht wagen, denn selbst mit Sympathien für die Hauptdarstellerin, kann man schnell einen Fehlkauf vollziehen.

Annika Leichner - myFanbase