Fear Itself - Review des Piloten

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Da jede Folge von "Fear Itself" eine andere Story hat und sowohl vor als auch hinter der Kamera von jeweils einem anderen Team realisiert wurde, darf man davon ausgehen, dass auch die Qualität der einzelnen Episoden variiert. Die Auftaktepisode #1.01 The Sacrifice bietet zunächst einmal solide Unterhaltung, ohne große Überraschungsmomente. Es werden bekannte Horrorzutaten verwendet, die man seit Jahrzehnten aus unzähligen Filmen kennt: ein abgelegener Ort, viel Dunkelheit, tödliche Fallen und ein bedrohlicher, unmenschlicher Feind. Auf einen Clou, eine sensationelle Wendung, wartet man dabei vergeblich. Diese erste Folge scheint vor allem zeigen zu wollen, dass es in dieser neuen Serie um das Thema Horror geht und dass es grundsätzlich möglich ist, bekannte Motive aus Horrorfilmen in nur knapp 40 Minuten Sendezeit umzusetzen.

Die Kostüme und Kulissen sind ordentlich und stehen den meisten Horrorfilmen in nichts nach. Allerdings fällt die ständige Dunkelheit in knapp 40 Minuten mehr auf als in einem Film von 90 oder mehr Minuten. Unter den Darstellern in dieser Episode finden sich durchaus bekannte Gesichter, wie Rachel Miner aus "Californication", Jesse Plemons aus der NBC-Serie "Friday Night Lights" und Jeffrey Pierce, der schon viele Gastauftritte absolvierte, unter anderem in "Charmed - Zauberhafte Hexen", "Close to Home" und "Criminal Minds". Keiner der Darsteller enttäuscht, doch Raum für schauspielerische Glanzmomente gibt es auch nicht.

Diese Auftaktepisode hat mich nicht abgeschreckt, mir weitere Folgen der Anthologie anzusehen, doch sollten einige der kommenden 12 Episoden schon mehr Originalität und Abwechslung bieten. Auch der Faktor Humor darf hier und da gerne eine Rolle spielen, in #1.01 The Sacrifice tut er es nicht.

Fazit

Die erste Episode der neuen Anthologie bietet soliden Horror ohne Überraschungsmomente, der zur Einstimmung reicht, aber nicht der Maßstab für die zukünftigen Episoden sein sollte.

Maret Hosemann myFanbase

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