Bewertung: 6

Review: #3.07 Derby Talk

Shawn und Gus verschlägt es dieses Mal in die Welt der professionellen Rollschuhfahrerinnen und die verdienen ihr Geld damit, sich im knappen Outfit im Kreis fahrend gegenseitig umzuschubsen. Klar, dass so etwas vor allem bei Männern gut ankommt. GOkay, Shawn und Gus sind wenig angetan, aber Henry scheint sich richtig gut zu amüsieren und steigert sich unglaublich in den Wettkampf der Frauen hinein. Henry ist doch immer wieder für eine Überraschung gut, hält man ihn doch eigentlich eher für den typischen, langweiligen Ex-Polizisten. Schade, dass daraus nicht mehr gemacht wird und man sich nicht auch diesem Charakter etwas intensiver widmet. Stattdessen hat Corbin Bernsen in jeder Episode einen Mini-Auftritt, der so rein gar nichts mit der Episode zu tun hat und der unglaublich nichtssagend ist. Eigentlich zählt Corbin Bernsen doch noch immer zu den Hauptdarstellern, doch in der dritten Staffel bleibt er chronisch unterbeschäftigt.

Dafür rückt Juliet in dieser Episode mal wieder etwas in den Vordergrund und kann nicht nur ihre Qualitäten als Ermittlerin unter Beweis stellen, sondern macht auch noch auf Rollschuhen eine wirklich gute Figur. Natürlich ist sie vollkommen abhängig von Shawn und dessen eigenen Ermittlungen, doch der bekommt es dieses Mal doch tatsächlich hin, dass nicht er alleine im Rampenlicht steht, sondern auch Juliet vor ihrer Chefin glänzen kann. Ansonsten hat der Fall an sich wieder einmal nicht sonderlich viel zu bieten - naja, der Fall vielleicht nicht, aber das Berühren der Hände von Shawn und Juliet erinnert uns doch wieder daran, dass zwischen den beiden doch noch immer irgendwo kleine Fünkchen sprühen. Auch wenn es vielleicht nicht immer so prominent gezeigt wird und dieses "kriegen sie sich?" nicht unbedingt im Vordergrund steht.

Und so gibt es dieses Mal vielleicht nicht sonderlich viele große Höhepunkte in der Geschichte, doch ein paar kleine Randerscheinungen (wie oben erwähnt Shawns und Juliets gemeinsames Rollschuhlaufen) retten die Episode dann doch davor, allzu langweilig zu werden. So sind zum Beispiel Gus' plötzliche Anflüge von Angst, wenn er eine Leiche sieht, herrlich genial inszeniert. Obwohl er jetzt schon seit über zwei Jahren für die Polizei arbeitet und allerhand Dinge gesehen hat, schlägt ihn der Anblick einer Leiche noch immer in die Flucht. Fantastisch gespielt von Dulé Hill, der ansonsten in dieser Episode fast nur neben Shawn hertrottet, den Kopf in ein Buch vertieft oder vor sich hin lamentiert. Hin und wieder wird den Zuschauern in Erinnerung gerufen, dass Gus neben "Psych" noch einen Job hat, mit dem er seinen Lebensunterhalt verdient und der ihm durchaus wichitg ist. Da frage ich mich dann, wie viel die beiden wohl für ihre "Beratertätigkeiten" erhalten. Gus scheint an seinem Job zu hängen, daher kann es nicht sonderlich viel sein. Aber Shawn kann davon leben? Wir erfahren ja leider nicht so viel über die beiden Ermittler und wir wissen beispielsweise nicht, wo oder wie Shawn und Gus eigentlich leben. Wäre doch sicherlich mal interessant zu wissen.

Fazit

Wissen ist Macht. Nichts wissen macht auch nichts. Das ist die Quintessenz der Episode. Ich weiß zwar jetzt auch nicht mehr so genau, worum es in der Episode genau ging und wie Shawn am Ende die Verdächtigen überführt hat, aber ich hatte durchaus Spaß an der Episode.

Melanie Wolff - myFanbase

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