Bewertung

Review: #3.01 Voll dabei

Foto: Max Greenfield, New Girl - Copyright: 2013 Fox Broadcasting Co.; Ray Mickshaw/FOX
Max Greenfield, New Girl
© 2013 Fox Broadcasting Co.; Ray Mickshaw/FOX

"I like you so much!"

"New Girl" ist nach einer zweiten Staffel, in der die Serie endgültig ihren Rhythmus gefunden hat, nun zurück mit dem Auftakt der dritten Staffel, in der es ganz zentral um die Auflösung der im Finale der zweiten Staffel aufgemachten Cliffhanger geht. So befinden sich Nick und Jess vor der Flucht vor ihrem normalen Alltagsleben und Schmidt muss sich zwischen Ceceund Elizabeth entscheiden. Winston hingegen hat ganz andere Sorgen: Er steht vor der schwierigen Aufgabe, ein komplexes Puzzle zu lösen.

Das dieser Review vorangestellte Zitat beschreibt ganz gut die Serie im Allgemeinen, aber auch diese Folge im Speziellen. Was die Serie "New Girl" auszeichnet, ist ganz besonders die ungeheure Liebenswürdigkeit in einem stets chaotisch-albernen Grundsetting. So bietet auch der Auftakt zur dritten Staffel im Grunde genau das, was man von dieser Serie erwartet: Viele liebenswerte Nick-und-Jess-Momente, einen durchgedrehten und einen bescheuerten Satz nach dem nächsten abfeuernden Schmidt, und einen lustig-verpeilten Winston. Aufgeteilt ist diese Folge dann in quasi zwei Storylines, die sich gegenseitig aber immer wieder berühren und am Ende dann auch zusammenlaufen.

Jess und Nick entschließen sich nach ihrem Liebesgeständnis dazu, nicht sofort in ihren normalen WG-Alltag, in dem zwei durchgeknallte Mitbewohner warten, zurückzukehren, sondern einfach allen Alltagsproblemen davonzufahren, und finden sich somit plötzlich in Mexiko wieder, wo sie ohne finanzielles Kapital versuchen, eine schöne Zeit zu verbringen. Die ganze Mexiko-Geschichte macht dann auch richtig viel Spaß, harmonieren Jess und Nick im Frischverliebten-Modus doch sogar noch besser miteinander, als schon im Großteil der zweiten Staffel. Die Beiden sind einfach zuckersüß zusammen und wie sie sich beide permanent versichern, wie gern sie einander doch haben, ist einfach toll. Noch schöner wird das Ganze dann aber, als Nick festgenommen wird und Jess sich dazu gezwungen sieht, Schmidt und Winston um Hilfe zu bitten. Die Serie ist immer dann am allerbesten, wenn alle vier zentralen Charaktere miteinander interagieren können und dies wurde in der Schlussphase dieser Folge auch wieder wunderbar umgesetzt.

Der stärkste Moment dieser Folge ist dann auch, als sich alle gegenseitig versichern, wie gern sie einander doch haben und dass sie einander trotz aller Schwierigkeiten doch brauchen und sich zudem auch als Familie betrachten. Hier kommt wieder die bereits erwähnte Liebenswertigkeit durch und man schafft es doch immer wieder, in all dem chaotischen Durcheinander so viel Herz zu zeigen und einen regelrecht zu rühren. "New Girl" ist eine Sitcom, die wie kaum eine andere momentan durch ihre Charaktere und weniger die gezeigten inhaltlichen Elemente zum Leben erweckt wird und das wird besonders auch wieder in diesem launigen Staffelauftakt deutlich.

Der zweite Teil dieser Folge dreht sich dann um Schmidts Entscheidung und hier ist man am Ende auch nicht wirklich klüger, schafft es Schmidt doch nicht, eine endgültige Entscheidung zu treffen und was anderes wäre für die Figur des Schmidt auch nicht plausibel gewesen. Das wilde Hin und Her und das permanente Belügen von Cece und Elizabeth entbehrt zwar nicht einer gewissen Komik, ist aber in Bezug auf die beiden Frauen mehr als unfair und wird Schmidt früher oder später wohl auch auf die Füße fallen und wenn er nicht aufpasst, steht er ganz am Ende wohl komplett alleine da. Als Zuschauer wüsste man aber auch nicht wirklich, für wen man sich entscheiden sollte, beziehungsweise wer wohl die bessere Wahl für Schmidt wäre. Cece und Schmidt waren zwar immer eines der absoluten Traumpaare der Serie, doch mit dem Auftauchen von Elizabeth hat sich da doch ein wenig geändert, hat sie sich doch nicht nur schnell in Schmidts Herz gespielt, sondern auch in das der Zuschauer. Besonders Merritt Wever sorgt dafür, dass diese Figur so ungemein sympathisch und liebenswert wirkt und damit passt sie auch gut ins Grundkonzept dieser Serie, weshalb es auch sehr schade wäre, wenn sie wieder verschwindet. Aber Cece ist halt auch wieder Cece und auch von ihr würde man gerne wieder mehr sehen. Schwierige Kiste, bei der es spannend bleiben wird.

Für die komödiantischen Highlights der Folge waren neben Jess und Nick dann aber vor allem auch Schmidt und Winston verantwortlich. Da Nick nicht da ist, muss Winston nun als Schmidts engster Vertrauter herhalten, was aber nicht wirklich funktioniert, da er die zentrale Regel von Winston bricht, die darin besteht, ehrlich zueinander zu sein. Das Zusammenspiel von Winston und Schmidt in dieser Folge ist schlichtweg großartig und auch Winstons Obsession mit einem Puzzle wird gut in das Gesamtgeschehen der Folge eingeflochten und sorgt für allerhand tolle Momente. Die Sache mit Winstons Farbblindheit hätte man sich dann aber doch sparen können.

Fazit

"New Girl" startet mit einer spritzigen, temporeichen und ungemein liebenswerten Folge in die dritte Staffel und zeigt erneut, dass es die Charaktere sind, die diese Serie so unterhaltsam machen. Nach dieser Folge kann man sich auf den weiteren Verlauf der Staffel nur noch mehr freuen.

Moritz Stock - myFanbase

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