Episode: #1.03 Roy

Bei einem Anschlag auf einen Bus werden durch ein Gas alle Insassen getötet und wie Insekten in Bernstein eingefroren. Olivia, Peter und Walter untersuchen den Vorfall und stoßen dabei auf einen Mann namens Roy, der von dem Vorfall bereits wusste, bevor er überhaupt geschah...

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John Noble, Fringe
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Ein aufgebrachter Mann, Roy, betritt eine Kathedrale, um beichten zu gehen. Er glaubt, dass der Teufel zu ihm spricht, denn er sieht seit einiger Zeit schreckliche Dinge in seinem Kopf. So hat er gesehen, wie ein Mann in einem öffentlichen Bus einen Koffer öffnet, aus dem ein Gas entweicht, das alle Passagiere tötet. Dem Täter selbst macht das Gas dank einer Maske nichts aus: er entwendet den Rucksack einer Frau und verschwindet. Roy ist so verzweifelt, dass er den Beichtstuhl Hals über Kopf wieder verlässt, dabei aber eine Zeichnung in der Kathedrale fallen lässt, die die Opfer des Busses zeigt.

Olivia, Charlie und andere FBI-Agenten sind auf John Scotts Beerdigung. Olivia hat große Schwierigkeiten damit, dass Scott von allen als großer Held gefeiert wird, obwohl er die Agency verraten hat. Für die Öffentlichkeit ist John ein Held. Charlie versucht, sie aufzumuntern und steht ihr bei. Da kommt Broyles und bittet Olivia, mit ihm zu kommen.

Währenddessen sind Peter und Walter in einem Diner beim Essen. Walter kippt sich mit seinem Getränk ein paar selbstgemachte Medikamente hinunter, worüber Peter nur den Kopf schütteln kann. Unter dem Vorwand, auf die Toilette zu gehen, steht Peter dann auf und nimmt sich einen Mann an der Bar vor, der Peter schon den ganzen Tag beobachtet und fotografiert hat. Peter nimmt den Memory-Chip aus der Kamera und ordert dem Mann, ihn in Ruhe zu lassen. Am Tisch empfängt der verdutzte Walter einen Anruf per Handy.

Was Roy gesehen hat, ist tatsächlich wahr: Olivia, Peter, Walter und Broyles stehen vor einem Bus, in dem alle Passagiere wie Moskitos in Bernstein verharrt sind. Walter glaubt, dass ein Gas ausgesetzt wurde, das sich bei Kontakt mit der Luft materialisiert hat. In einem Keller öffnet der Täter derweil den entwendeten Rucksack, doch was er gesucht hat, befindet sich nicht darin.

Harvard, im Labor: Walter untersucht das bernsteinartige Material und bittet Peter, für ihn Klavier zu spielen, was Peter aber nicht tun will. Dann fragt Walter ihn, was es mit dem Mann im Diner auf sich hatte und ob er in Schwierigkeiten steckt, doch Peter redet sich raus. Derweil untersucht Olivia mit ihrem FBI-Team die Busopfer und findet heraus, dass der Rucksack einer Frau namens Evelina Mendoza fehlt. Mendoza arbeitete für die US-Drogenbehörde. Olivia kontaktiert Mendozas Kollegen, Grant Davidson, und befragt ihn zusammen mit Broyles. Davidson erzählt, dass Mendoza etwas von einem "Pattern" gesagt hätte, kann aber sonst nicht weiterhelfen. Nachdem er ihre Leiche identifiziert hat, geht er. Olivia geht daraufhin ins Labor und erfährt dort, dass die Substanz, die man zur Herstellung des tödlichen Gases braucht, nur von einer Firma hergestellt wird: Massive Dynamic.

Olivia erhält einen Anruf von Charlie: das FBI hat durch den Beichtvater einen Hinweis auf Roy erhalten. Der Priester hat ihnen erzählt, dass Roy von dem Busunglück wusste, bevor es geschah. In Roys Wohnung finden sie lauter Bilder und Skulpturen von Vorfällen der letzten Monate; alle scheinen kreiert worden zu sein, bevor die Vorfälle stattfanden. Roy wird zur Befragung zum FBI gebracht. Er erzählt, dass er seit rund neun Monaten diese Visionen hätte und er sie nur aus seinen Kopf bekommt, wenn er sie zeichnet oder Skulpturen herstellt.

Um Informationen einzuholen, stattet Olivia Nina Sharp von Massive Dynamic einen weiteren Besuch ab. Dabei lässt Olivia anklingen, dass es schon sehr eigenartig ist, dass alle bisherigen Fälle mit Massive Dynamic zu tun hatten. Sharp lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen und erzählt Olivia, dass es bereits einen solchen Vorfall in Prag gab. Olivia allerdings wusste nichts davon.

Broyles, Olivia, Walter und Peter beraten sich. Sie sind sich einig, dass Roy die Wahrheit sagt. Walter glaubt, dass Roys Psyche irgendwie mit einer oder mehreren Personen verbunden ist und will dies beweisen. Nach der Besprechung stellt Olivia Broyles zur Rede und will wissen, wieso er ihr nicht alle Informationen gibt. Broyles erwidert, dass er zur ihrer eigenen Sicherheit manchmal nicht alles sagen kann. Doch Olivia will, dass sich das in Zukunft ändert.

Roy wird untersucht und es wird ein CT von ihm gemacht. Doch während er in der Röhre ist, geschieht etwas mit ihm und ihn zerreißt es fast, sodass das CT abgebrochen wird. Walter stellt fest, dass in Roys Blut eine magnetische Substanz enthalten ist. Daraufhin sehen sich Walter, Peter und Astrid Walters Akten durch und Walter erinnert sich, dass er und William Bell an diesem Problem gearbeitet hatten. Sie wollten mithilfe eines metallischen Blutpräparats Menschen zu einer Art Empfänger machen, um so geheimste Informationen zu vermitteln – das Projekt nannte sich "Ghost Network". In den Akten entdeckt Peter dann ein Dossier zu Roy und wird wütend, dass sein Vater so rücksichtslos an Menschen experimentiert hat: Roy war einmal eine Versuchsperson von Walter gewesen. Doch da kommt Walter die Idee, dass Roy wahrscheinlich die Gespräche einer bestimmten Gruppe ganz unabsichtlich mithört und sein Gehirn die Informationen in Bildern zu interpretieren versucht. Um nun die optischen Reize in auditive umzuwandeln, benötigt Walter ein Gerät, das er in seinem alten Haus in Cambridge versteckt hat. Peter und Olivia gehen in das einstige Haus der Bishops und holen es.

Im Labor wird Roy zur Operation vorbereitet und das Gerät wird an seinen Kopf angeschlossen. Nach einiger Zeit hört Roy Stimmen, die sich auf Latein unterhalten und die Astrid übersetzen kann: sie sagen, dass in einer Stunde die Übergabe am Bahnhof stattfinden wird und die zu übergebende Sache an "ihrem" Körper war. Da erkennt Olivia, dass das, was die Täter gesucht haben, nicht in Mendozas Rucksack war, sondern in ihr drin. Sie fährt zum Leichenschauhaus und bemerkt einen Einschnitt in Mendozas Hand: Grant Davidson hat etwas aus ihrer Hand geschnitten, als er die Leiche identifizierte. Olivia fährt sofort zum Bahnhof und ruft Charlie an, um Verstärkung zu beordern.

Am Bahnhof kann Olivia Davidson finden, doch bevor sie ihn stellen und den Koffer mit dem Inhalt abfangen kann, wird Davidson erschossen. Olivia verfolgt den Schützen, der mit dem Koffer davonrennt und kann ihn zusammen mit Charlie stellen. Er hebt die Hände über den Kopf, geht dann jedoch einen Schritt zurück und wird auf der Straße von einem Bus überfahren.

Beim FBI wird der Inhalt des Koffers untersucht, es ist ein kleiner, runder Chip. Broyles informiert Anna darüber und zeigt ihr den Chip, muss ihr aber sagen, dass er keine Ahnung hat, was das genau ist. Dafür wissen sie nun, wer der Mann war, der Davidson erschossen hat: Matthew Ziegler. Broyles gibt Olivia Zieglers Akte und weitere Dokumente über "Pattern"-Fälle, die Olivia dankbar entgegennimmt.

Im Labor versucht sich Peter am Klavier, während Roy von dem Gerät befreit und entlassen wird. Broyles trifft sich unterdessen mit Nina Sharp und übergibt ihr den Chip. Sie unterhalten sich über Olivia und Sharp bekundet erneut Interesse an ihr. Nach dem Treffen mit Broyles kehrt Sharp zurück zu Massive Dynamic und gibt einem ihrer Wissenschaftler den Chip, der offenbar nicht der einzige seiner Art ist. Der Wissenschaftler sieht sich den Chip an und meint, dass man nun womöglich die Verschlüsselung knacken könnte. Dann sieht sich Sharp John Scott an, der an ein Gerät angeschlossen ist. Der Wissenschaftler erklärt ihr, dass man die letzten 72 Stunden Daten von ihm herausziehen konnte.

Maria Gruber - myFanbase


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