Bewertung: 6
Andrew Douglas

Amityville Horror - Eine wahre Geschichte

Das Böse hat eine Adresse: 112 Ocean Avenue in Amityville, Long Island.

Foto: Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Inhalt

November 1975: Nach seiner Hochzeit mit Kathy (Melissa George) zieht George Lutz (Ryan Reynolds) mit ihr und ihren Kindern in ein geräumiges, abseits gelegenes Haus. Doch das neue Familienglück währt nicht lange, denn plötzlich wird das Nesthäkchen Chelsea (Chloe Moretz) von dem Geist eines kleinen Mädchens (Isabel Conner) heimgesucht und George beginnt mehr und mehr, sich zu verändern. Er bekommt unheimliche Visionen und verfällt langsam dem Wahnsinn. Kathy findet heraus, dass das Haus eine ausgesprochen dunkle Vergangenheit hat, doch kann sie ihre Familie noch retten?

Kritik

Wenn ein schönes, großes Haus ausgesprochen günstig zu haben ist, dann bedeutet dies entweder, dass nebenan eine Blaskapelle wohnt, oder dass es in dem Haus spukt. In der 112 Ocean Avenue in Amityville, Long Island gibt es weit und breit keine Blaskapelle, aber dafür spukt es gewaltig.

Der Film "The Amityville Horror" aus dem Jahr 2005 ist ein Remake eines Horrorfilms von 1979 und soll auf wahren Begebenheiten beruhen. Wie wahr diese "wahren Begebenheiten" tatsächlich sind, steht auf einem anderen Blatt und spielt beim Anschauen dieses Films auch keine wirkliche Rolle. Der Film an sich ist das, was man gemeinhin als solide bezeichnet. Die gewohnten Horrorfilmzutaten wie Schockmomente, unheimliche Visionen, rätselhafte Stimmen, Blut und Tod werden in einen Topf geworfen und zu einem ordentlichen, aber nicht außergewöhnlichen Film vermischt. Es gibt keine originellen Einfälle und keine besonderen Szenen, die einem in Erinnerung bleiben, aber man langweilt sich eben auch nicht, sondern bekommt 90 Minuten kurzweilige Unterhaltung geboten. Auf Logik sollte man dabei freilich keinen Wert legen, denn sonst könnte man sich fragen, warum die Familie nicht mal darüber nachdenkt, einfach aus dem, im wahrsten Sinne des Wortes, verdammten Haus auszuziehen.

Fazit

Wer Horrorfilme prinzipiell mag, kann sich diesen Film ruhig mal als Vergnügen für zwischendurch ansehen.

Maret Hosemann - myFanbase
02.02.2007

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