Bewertung: 6
Robert Luketic

Natürlich Blond!

Hübsch, blond, naiv = blöd? Nein!

Foto: Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Inhalt

Elle (Reese Witherspoon) scheint auf den ersten Blick ein typisches L.A.-Girl zu sein. Sie ist hübsch, reich und blond. Sie ist stolz darauf, in Beverly Hills gegenüber von Aaron Spelling zu leben und trägt vorwiegend rosa und pink. Doch Elle ist zudem verdammt schlau und lässt sich von Nichts und Niemandem ihr Wort verbieten. Als ihr Freund Warner (Matthew Davis) sie aufgrund dessen, dass sie sich nicht zur Frau eines Senators (er möchte unbedingt Senator werden) machen würde, verlässt, ist sie zunächst am Boden zerstört. Schnell jedoch beschließt sie, dass sie ihn zurückgewinnen muss und bewirbt sich kurzerhand in Harvard, wo Warner studieren wird.

Mit einem – von einem Coppola gedrehten – Bewerbungsvideo und einem erfolgreichen Test schafft es Elle tatsächlich noch, fürs nächste Semester in Harvard eingetragen zu werden. Und so macht sie sich kurze Zeit später auf den Weg von der sonnigen Westküste an die kalte Ostküste der USA, um Warner zurückzuerobern. Doch dieser Weg ist bedeutend schwieriger als sie es sich vorgestellt hat. Doch neben einer neuen Leidenschaft und neuen Freunden lernt Elle in Boston auch schnell eine neue Liebe kennen...

Kritik

Auch wenn sich der Titel sehr nach einer weiteren Teeniekomödie à la "American Pie" oder "Verrückt nach Mary" anhört, so hat "Natürlich Blond" doch mehr zu bieten. Er erinnert allerdings stark an den Film "Clueless - Was sonst?", der 1995 der Überraschungshit des Jahres war. Und auch die beiden Hauptdarstellerinnen Reese Witherspoon und Alicia Silverstone könnten fast Schwestern sein.

Am Film ."Natürlich Blond" ist so witzig, dass er sich selbst und die Hauptfiguren nicht so wichtig nimmt. Er enthält Seitenhiebe auf die High Society von Los Angeles und lässt auch die Elite-Unis manchmal nicht im Positiven zurück. Er tut dies aber auf eine Weise, dass man dem Film einfach nicht böse sein kann.

Das Darstellerfeld ist exzellent. Allen voran natürlich Reese Witherspoon, die wie für diese Rolle geboren scheint. Der Film lebt von ihrer Darstellung der schrulligen Elle und Reese hat sich wohl extra für diesen Film eine etwas piepsigere Stimme und einen wirklich durch und durch "tussigen" Gang antrainiert. Aber auch das Nebendarstellerfeld überzeugt. Selma Blair (war sie jemals schlecht?) spielt nach "Eiskalte Engel" wieder neben Witherspoon. Auch Luke Wilson, der einen Junganwalt verkörpert, überzeugt in seiner Rolle.

Aber auch dieser Film hat so seine Schwächen. Die Realitätsnähe ist – gerade in den Gerichtsszenen – nahezu nicht zu finden. Auch die Tatsache, dass der Film eigentlich null Überraschungsmomente vorweisen kann und man schon in der Mitte weiß, wie er enden wird, ist für diesen Film nicht gerade von Vorteil.

Fazit

Ein richtig süßer Feel-Good-Film mit wenig Überraschungseffekt, aber einer erstklassigen Besetzung.

Eva Klose - myFanbase
21.06.2004

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