Bewertung: 8
Roger Kumble

Eiskalte Engel

In the game of seduction, there is only one rule: Never fall in love.

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Inhalt

Sebastian Valmont (Ryan Phillippe) und seine Stiefschwester Kathryn (Sarah Michelle Gellar) stammen aus einer reichen Familie der New Yorker High-Society. Sebastian ist ein Frauenheld und bekommt jedes Mädchen, das ihm gefällt, mit Ausnahme von Kathryn.

Sebastian hat es nach einer Weile satt, "langweilige Debütantinnen aus Manhattan zu entjungfern", weswegen er mit Kathryn eine Wette abschließt. Wenn Sebastian es schafft, die Tochter des neuen Direktors, Annette Hargrove (Reese Witherspoon), zu verführen, wird Kathryn endlich mit ihm schlafen. Doch leider läuft es anders als erwartet, denn Sebastian verliebt sich in Annette...

Kritik

Als ich den Film zum ersten Mal geschaut habe, habe ich ihn mir eigentlich nur wegen Sarah Michelle Gellar angeschaut, weil ich sie in "Buffy" zwar sehr mochte, ich sie aber auch mal in einer bösen und hinterlistigen Rolle sehen wollte. Ich kann sagen, dass ich nicht enttäuscht war, doch jetzt gucke ich mir den Film nicht nur wegen Sarah Michelle Gellar an, sondern weil ich diesen Film einfach toll finde.

Eigentlich geht es in dem Film nur um Intrigen und um Sex. Stören tut es mich nicht wirklich, da es mal was anderes ist, verglichen mit den meisten Filmen, die man heutzutage sieht. Er spezialisiert sich nicht auf die "Guten", die ihre wahre Liebe finden wollen, sondern auf die "Bösen". Zwar wird mir die Sprache in dem Film manchmal zu extrem, doch es passt - jedoch hätte man die Wortwahl an einigen Stellen etwas dezenter wählen können.

Trotz der ganzen gemeinen und hinterlistigen Szenen gab es für mich auch ein paar, wo ich schmunzeln musste. Als Annette und Sebastian im Altersheim waren und Sebastian sich gesträubt hat, seine Tante zu umarmen, beispielsweise. Auch wenn die Szenen an sich wieder einen Schuss von Boshaftigkeit hatten, fand ich sie sehr gelungen.

Die Schauspieler und deren Schauspielleistung haben mich überzeugt und ich kann dazu nicht mehr sagen. Ich fand, dass jeder seine Rolle gut rübergebracht hat und ich habe nichts daran auszusetzen.

Einen Punkt den ich kritisieren muss, ist der, dass ich nicht verstehe, wieso Sebastian Annette gesagt hat, dass er es nicht ernst gemeint hat, nur weil Kathryn es gesagt hat. Weil er seinen Ruf nicht verlieren wollte, das verstehe ich, aber als er Kathryn gesagt hat, dass er Annette liebt, dachte ich, dass er Annette nicht verletzten würde. Die Wendung kam mir einfach viel zu plötzlich.

Der beste Teil des Filmes war für mich jedoch das Ende, an dem eigentlich allein Kathryns Intrigen und ihre Boshaftigkeit Schuld waren. Schön dabei war, dass sich Annette und Sebastian wieder vertragen haben. Geschockt war ich jedoch über Kathryn, denn ihr konnte man nicht mal ansehen, dass es ihr Leid tut. Schließlich ist alles ihre Schuld und sie macht so weiter wie zuvor, obwohl ich das Gefühl hatte, dass sie ihren Bruder sehr liebte. Doch in der letzten Szene, als man die Tagebücher verteilt hat, hat man wenigstens noch ein wenig Emotion von ihr gesehen und dort hat sie mir sehr Leid getan, obwohl sie es nicht verdient hatte. Auch sehr schön fand ich, dass der Film dort aufgehört hat, wo er auch angefangen hat: In Sebastians geliebtem Auto, welches er Annette geschenkt hat.

Ich fand die Musik im Film allgemein sehr passend, weshalb ich den Soundtrack einfach nur all zu gern empfehlen kann. Einfach genial hat der Song "Bittersweet Symphony" von The Verve zur letzten Szene gepasst. Durch diesen Film wurde das Lied zu einem meiner Lieblingssongs.

Fazit

"Eiskalte Engel" ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme, den man gesehen haben muss, genauso wie man den Soundtrack gehört haben muss.

Willi I. - myFanbase
21.06.2004

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