Bewertung
George Tillman Jr.

Kein Ort ohne Dich

Love requires sacrifice, always.

Foto: Copyright: 2015 Twentieth Century Fox
© 2015 Twentieth Century Fox

Inhalt

Als professioneller Bullrider lebt Luke (Scott Eastwood) ein gefährliches Leben. Nach einem grausamen Unfall war er einige Zeit außer Gefecht gesetzt, setzt sich ein Jahr später allerdings erneut auf angsteinflößende Bullen. Bei einem Turnier lernt er die Kunststudentin Sophia (Britt Robertson) kennen und die beiden verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Doch ist deren Liebe zum Scheitern verurteilt, denn Sophia möchte zurück nach New York ziehen. Als das junge Paar auf den Witwer Ira (Alan Alda) trifft, lernen sie, dass man trotz aller Widrigkeiten für seine Liebe kämpfen muss.

Kritik

Nicholas Sparks ist ein absoluter Meister darin, bezaubernde und herzzerreißende Liebesgeschichten auf Papier zu bringen. Mit "Kein Ort ohne Dich" kommt nun die bereits zehnte Verfilmung eines seiner Bücher in die Kinos und trifft abertausende Zuschauer mitten ins Herz. Als Regisseur fungiert George Tillman Jr., während Craig Bolotin sich des Drehbuches annimmt. Dabei schafft er es, gezielt mehrere Zeitebenen so miteinander zu verknüpfen, dass fließende Übergänge entstehen und man am Ende eine abgerundete Geschichte erhält, die zu Tränen rührt.

Für die beiden Jungdarsteller Britt Robertson und Scott Eastwood scheint 2015 ein sehr erfolgreiches Jahr zu sein, denn beide sind in einer Handvoll großer Kinoproduktionen zu sehen. Als junges Liebespaar Luke und Sophia harmonieren sie fantastisch. Es fällt einem absolut nicht schwer, sich in die Protagonisten hineinzuversetzen und sich mit ihnen immer mehr zu verlieben. Die Schauspieler schaffen es, ihren Charakteren so viel Leben einzuhauchen, dass sie es beinahe schaffen, an Noah und Allie aus "Wie ein einziger Tag" heranzukommen aber nur beinahe. Eigentlich kommen Luke und Sophia aus zwei komplett verschiedenen Welten. Sie ist das hübsche, intelligente Mädchen aus der Großstadt, das ihr ganzes Leben durchgeplant hat. Ehrgeizig und zielstrebig verfolgt sie ihre Ziele. Luke hingegen ist auf einer Farm aufgewachsen und will als erfolgreicher Bullrider in die Fußstapfen seines Vaters treten. Beide haben nicht damit gerechnet sich so schnell zu verlieben und ihre eigentlichen Zukunftspläne über den Haufen werfen zu müssen. Das Schicksal scheint gegen die beiden zu sein und doch versuchen sie das Beste aus ihrer Situation zu machen und füreinander da zu sein.

Auch wenn eigentlich Luke und Sophia im Zentrum der Handlung stehen, ist es doch die Jahrzehnte übergreifende Liebesgeschichte von Ira und seiner Ruth, die wohl kein Auge trocken lassen wird. Über die Briefe, die er seiner großen Liebe geschrieben hat, wird der Zuschauer in eine andere Zeit zurückversetzt und begleitet Ira dabei, wie er das Herz seiner Angebeteten im Sturm erobert. Sie lernten sich kennen, als die Familie von Ruth im Jahre 1940 aus Österreich flüchtete, um so den Machenschaften Hitlers zu entfliehen. In North Carolina lernte sie Ira in der Synagoge kennen. Es dauerte einige Zeit, bis die beiden wirklich zueinanderfanden und das Schicksal riss sie des Öfteren wieder auseinander. Trotz der komplizierten Umstände, unter denen Ira und Ruth sich verliebten, hat ihre Liebe Jahrzehnte lang überdauert und bis zum Tod der beiden angehalten. Es ist einfach schön zu sehen, dass die Liebe in der Tat die größte Macht von allen ist und auch dem schlimmsten Sturm standhält. Ira und Ruth sind das perfekte Beispiel dafür, dass man für seine gemeinsame Zukunft und sein Glück kämpfen muss und wenn man das wirklich tut, dann steht einem nichts mehr im Weg. Ihre Geschichte ist emotional und absolut romantisch und es gelingt Jack Huston und Oona Chaplin wirklich hervorragend, dies darzustellen.

"Kein Ort ohne Dich" ist zwar ein überaus bezaubernder Film, der besonders der Frauenwelt zusagen wird, allerdings hätte man ihn an einigen Stellen etwas kürzen können, da sich die knapp 140 Minuten doch etwas in die Länge ziehen. Gerade bei Liebesfilmen, die schnell in den Kitsch abdriften können, ist weniger manchmal doch etwas mehr. Dennoch tut das dem Gesamtpaket kaum einen Abbruch. Von der Story über die Schauspieler und dem Setting bis hin zur musikalischen Untermalung stimmt hier nämlich alles.

Fazit

Eine Liebesgeschichte der Extraklasse. Erneut schafft es eine Nicholas-Sparks-Verfilmung, mitten ins Herz zu treffen und kein Auge trocken zu lassen. Zwei atemberaubende Liebesgeschichten in einem Film was will Frau mehr?

Sanny Binder - myFanbase
31.05.2015

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