Bewertung: 9
James Keach

Waiting for Forever

"If I had one wish it would be that your life brings you a taste of happiness that you brought me. That you can feel what it's like to love."

Foto: Copyright: capelight pictures 2004-2014
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Inhalt

Will (Tom Sturridge) und Emma (Rachel Bilson) waren als Kinder unzertrennlich. Doch nachdem seine Eltern bei einem Zugunglück ums Leben gekommen sind, musste Will die Stadt verlassen und die beiden haben sich aus den Augen verloren. All die Jahre war er unsterblich in Emma verliebt und ist immer in ihrer unmittelbaren Nähe gewesen, hat sich allerdings nie getraut, sie anzusprechen. Als ihr Vater erkrankt, kehrt Emma nach Hause zurück und Will folgt ihr. Was er nicht weiß, ist, dass Emma mittlerweile mit einem Mann namens Aaron (Matthew Davis) verlobt ist. Als Will und Emma sich schlussendlich gegenüber stehen, läuft alles aus dem Ruder und nichts verläuft so, wie der Verliebte es sich vorgestellt hätte.

Kritik

"Waiting for Forever" ist ein hervorragender Film, der besonders durch seine leisen Töne und Originalität zu überzeugen weiß. Es handelt sich um einen dramatischen Liebesfilm, der es schafft, die starke Liebe, die Will für Emma empfindet, ohne Kitsch darzustellen. Es ist schön, endlich mal wieder einen überzeugenden Liebesfilm zu sehen, der nicht diese typischen Teenie-High-School-Klischees beinhaltet und in eine unerwartete Richtung verläuft, die man am Anfang so nicht erwartet hätte.

Tom Sturridge dürfte bis zu diesem Zeitpunkt nicht vielen ein Name sein, da man ihn bisher nur in wenigen Filmen zu sehen bekommen hat, von denen ich auch leider keinen kenne. Sein Charakter Will Donner ist sehr schwierig und vielschichtig, doch gelingt es dem Engländer mühelos, ihn authentisch darzustellen. Will ist von dem Tod seiner Eltern schwer traumatisiert und konnte diesen Verlust nie wirklich verarbeiten. Auch seine grenzenlose Liebe zu Emma hat ihn in eine Richtung geworfen, die ihn im Leben nicht weiterbringt. Er verdient sein Geld als Straßenkünstler, hat keinen festen Wohnort und keine Kleidung, außer seinen Pyjama. Ihm genügt dieses bescheidene Dasein, was sein älterer Bruder, der mit beiden Beinen fest im Leben steht, nicht verstehen kann und der deswegen versucht, Will auf die richtige Schiene zu bringen.

Emma Twist wird verkörpert von der wunderschönen Rachel Bilson, die schon als Summer Roberts und Zoe Hart in den US-amerikanischen Erfolgsserien "O.C., California" und "Hart of Dixie" die Zuschauer bezaubern konnte. Emma ist eine gebrochene junge Frau, auch wenn sie so tut als wäre sie stark. Doch man spürt beim Zusehen, dass ihr Leben nicht so verlaufen ist, wie sie es sich gewünscht hätte. Und dann ist da Will, der ihr die schönen Dinge im Leben zeigt und ihr beweist, dass es die lleinen Dinge im Leben sind, die wirklich von Bedeutung sind.

Will und Emma sind mir schnell ans Herz gewachsen. Diese gekonnte Mischung aus Liebesgeschichte und Dramatik hat mich von Beginn an gefesselt. Wills tiefe Liebe zu Emma beeindruckt und lässt einen nicht mehr los. Auch wenn es schon an krankhafte Besessenheit grenzt, ist es doch schön, wenn man jemanden so sehr liebt, dass man es sich nicht vorstellen kann, ohne diese Person zu leben und ihr überall hin folgt, nur um die Hoffnung aufrecht zu erhalten, dass man diesen Menschen treffen könnte. Sie nur eine Sekunde sehen zu können ist für ihn mehr wert, als sein Leben und das vermittelt Tom Sturridge mit einer ausdrucksstarken Darstellung.

Fazit

Es ist sehr schade, dass wir "Waiting for forever" erst nach vier Jahren zu sehen bekommen haben, denn dieser Film ist einzigartig und wunderschön von Anfang bis Ende. An einigen Stellen wird man etwas an "Endless Love" mit Alex Pettyfer und Gabrielle Wilde erinnert, doch "Waiting for Forever" schafft es im Gegensatz zu "Endless Love", die Zuschauer für sich zu gewinnen. Eine Liebesgeschichte der besonderen Art, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte!

Sanny Binder - myFanbase
30.06.2014

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