Bewertung: 9

Star Trek Into Darkness

"No ship should go down without her Captain..."

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Inhalt

Als Captain der Enterprise hat Kirk (Chris Pine) keinen leichten Job. Bei der Erforschung einer unterentwickelten Spezies und ihres Planeten gerät Spock (Zachary Quinto) in Lebensgefahr und so muss sich Kirk entscheiden, ob er seinen ersten Offizier retten soll, oder gegen die Regeln der Föderation verstößt. Kirk entscheidet sich für seinen Freund und verliert so die Enterprise. Nur weil Admiral Pike weiterhin an ihn glaubt, kann Kirk als dessen rechte Hand weiterhin auf der Enterprise arbeiten. Das alles wird jedoch nebensächlich, als ein schrecklicher Terroranschlag das Archiv der Sternenflotte in London zerstört. Schnell ist klar, wer dafür verantwortlich ist John Harrison (Benedict Cumberbatch). Er ist kein Unbekannter der Sternenflotte und ihnen erneut einen Schritt voraus. Es beginnt eine Jagd nach Harrison, die die Crew der Enterprise wieder zusammenführt und auf eine harte Probe stellt.

Kritik

Vier Jahre sind vergangen, seit J.J. Abrams 2009 das "Star-Trek"-Universum wieder aufleben ließ und gleichzeitig nachhaltig veränderte. Denn Abrams schuf ein alternatives Universum, das es ihm erlaubte, die Geschichte rund um Spock, Kirk und Co. zu verändern und noch einmal neu zu erzählen. Nicht jeder Trekkie war damit einverstanden, doch der Erfolg gab Abrams Recht und so lässt er nun erneut seine selbst erschaffene Welt wieder aufleben und schickt die Crew der Enterprise auf eine neue Mission. Anders als im Vorgänger muss Abrams nun die Vorgeschichte nicht erzählen und so ist es nur recht, dass der Zuschauer direkt in das Geschehen geschmissen wird. Auf einem fremden Planten zeigt sich in den ersten Szenen des Films schon gleich, worauf der Zuschauer in den nächsten zwei Stunden hoffen kann Action, Spannung, etwas Humor und das alles in einer hervorragenden Bild- und 3D-Qualität.

Nun könnte man meinen, dass der Regisseur das Tempo etwas rausnimmt nicht jedoch J.J. Abrams. Volle zwei Stunden bleibt der Film auf Warp-Geschwindigkeit, ohne jedoch groß vom Kurs abzukommen. Die Geschichte ist einfach und kann ohne Vorkenntnisse jeden Neu- und Alt-Trekkie mitreißen. Was Abrams' Film jedoch von vielen anderen Blockbustern unterscheidet, ist die Qualität seines Bösewichts. Denn John Harrison mag ein einfacher Name sein, sein Charakter jedoch ist vielschichtig und tiefsinnig. Und genau hier befindet sich das Ass im Ärmel des Regisseurs Benedict Cumberbatch. Der britische Schauspieler, der vor allem durch die BBC-Serie "Sherlock" international Anerkennung gefunden hat, ist hier in seiner ersten großen Blockbuster-Rolle zu sehen und es wird deutlich, dass dies wohl kaum seine letzte sein wird. Cumberbatch spielt jeden seiner Kollegen fast mühelos an die Wand und sein Harrison ist realistisch, furchterregend und gleichzeitig weich und nahbar.

So ist es nur zum Vorteil, dass die Jagd nach Harrison und die Auseinandersetzung mit ihm und seiner Geschichte den größten Teil des Films ausmachen und die Crew auch an ihre persönlichen Grenzen bringt. Während diese Katz-und-Maus-Jagd der Herzschlag des Films ist, so ist die Beziehung zwischen Spock und Kirk dessen Seele. Es macht erneut viel Spaß dabei zuzusehen, wie zwei so unterschiedliche Charaktere der eine rational und stets logisch, der andere kurzentschlossen und emotional miteinander agieren und es schaffen, eine großartige Chemie auf die Leinwand zu bringen. Hier zeigen sich wieder die Stärken von Pine und Quinto, die in ihren Rollen erneut überzeugen.

Was den Film jedoch tatsächlich nachhaltig in Erinnerung bleiben lässt neben der Darstellung von Cumberbatch ist die Action. "Star Trek Into Darkness" könnte in weiten Strecken auch als Werbefilm für die visuellen Effekte der heutigen Zeit verwendet werden. Es wird gekämpft, geflogen, zerstört, geballert und das alles in atemberaubendem 3D. Ganze Städte werden verstört, ganze Welten entdeckt und der Zuschauer hat die ganze Zeit das Gefühl, hautnah dabei zu sein.

Fazit

"Star Trek Into Darkness" ist ein brillant inszenierter Actionknaller, der mit einem großartigen Bösewicht zu überzeugen weiß. Obwohl die Story recht einfach gestrickt ist, hält Regisseur J.J. Abrams den Film über die gesamte Laufzeit auf Warp-Geschwindigkeit, ohne dabei großartige Verluste einstecken zu müssen. Kurz und knapp: ein hervorragender, kurzweiliger Actionfilm, der sich vor seinem Vorgänger nicht verstecken muss und diesen sogar zu übertrumpfen weiß.

Eva Klose - myFanbase
12.05.2013

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