Bewertung: 2
Roel Reiné

Death Race 2

"Sehen sie die? Das ist eine dumme Schlampe!"

Foto: Copyright: 2011 Universal Pictures
© 2011 Universal Pictures

Inhalt

Die wirtschaftlich geschwächten Vereinigten Staaten von Amerika haben ein großes Problem - ihre Kriminellen. Von Jahr zu Jahr werden es immer mehr, und in den staatlichen Gefängnissen wird es immer knapper. Aus dieser Not heraus entstehen im ganzen Land private Gefängnisse, wo die Insassen genauso wenig Rechte haben. In diesen Gefängnissen entsteht eine neue Subkultur, in welcher vorwiegend die Gewalt herrscht. In diese Kultur gerät auch der Polizistenmörder Carl Lukas (Luke Goss). Zur selben Zeit betreibt die Produzentin September Jones (Lauren Cohan) für einen Fernsehsender, welches unter der Führung von Weyland (Ving Rhames) steht, eine mörderische Show. Um dieser eine gewisse Würze zu verleihen und die Einschaltquoten hoch zu treiben, wird aus der Show ein Straßenrennen. Die Teilnehmer sind immer Insassen, und dem Gewinner wird die Freiheit gewährt. Lukas spielt in dieser Show mit, um seinem Boss Markus Kane (Sean Bean) noch einmal in die Augen sehen zu können.

Kritik

Eine kleine Liste relativ bekannter Schauspieler soll als gutes Lockmittel dienen, um diese Fortsetzung des vom "Resident Evil"-Schöpfers Paul Anderson stammenden Films ins positive Licht zu rücken. Dabei gesellt sich Serienstar Lauren Cohan ("The Walking Dead") wie einst Lindsay Lohan an die Seite von "Machete"-Star Danny Trejo. Ebenso trifft sie am Set noch einen der "Herren der Ringe", den einstigen Boromir Sean Bean, und den in jedem Film zu sehenden Ving Rhames ("Piranha 3D"). Für das wohlige Auge der Zuschauer gibt es dann noch für die Frauen Luke Goss ("Tekken"), der mit seinem kahlen Kopf wohl stark an Jason Statham aus dem ersten Film erinnern soll. Für den Mann ist nicht nur Lauren Cohan zuständig, sondern auch noch Tanit Phoenix ("Lord of War - Händler des Todes"), die ein manches Männerherz bezirzen kann.

Wie so oft stellt sich dann nur die Frage, was einem eine Masse an relativ bedeutenden oder weniger bedeutenden, aber bekannten Schauspielern bringt, wenn der Film sich als Ente herausstellt. In allererster Linie handelt der Film von einem brutalen Gefängnis, in welchem die Insassen sich für eine Fernsehsendung in einem Gladiator-ähnlichem Kampf gegenseitig eliminieren müssen, als um ein Todesrennen, wie es der Titel des Filmes vermuten lässt. Von diesem dann wiederum mehr als bescheidenen Rennen sieht der Zuschauer erst im letzten Drittel etwas. Womöglich fehlte der Produktion das nötige Kleingeld, um dem ganzen eine gewisse Würze zu verpassen.

Dabei führe ich jetzt einfach die Kritik meines Kollegen zu "Death Race" fort. In diesem schreibt er, dass aufgemotzte Karren, schöne Frauen und viel Geballer geboten werden. Hier ändere ich kurz etwas: Keine aufgemotzten Karren, zwei Frauen und wenig Geballere - mehr gibt es nicht zu sehen.

Fazit

Spektakuläre Filme gibt es einige, nur dieser gehört ganz sicher nicht dazu. Wem schon der erste Teil gefallen hat, dem könnte auch diese Fortsetzung gefallen. Höhere Ansprüche sind jedoch fehl am Platz.

Ignat Kress - myFanbase
20.11.2011

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