Bewertung: 2
Jeff Fisher

Killer Movie

Reality Horror.

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Inhalt

Der auf Reality TV spezialisierte Regisseur Jake Tanner (Paul Wesley) braucht dringend einen neuen Auftrag und lässt sich dazu überreden, nach North Dakota in eine Kleinstadt zu reisen, um dort eine Reality-Serie über ein Highschool-Eishockeyteam zu drehen. Gleichzeitig soll er die berühmte Schauspielerin und Skandalnudel Blanca Champion (Kaley Cuoco) unter seine Fittiche nehmen. Diese recherchiert für eine Rolle und soll Einblicke in die Arbeit hinter der Kamera gewinnen.

Kaum in der Kleinstadt angekommen, muss Jake feststellen, dass es längst nicht mehr nur um das Eishockeyteam geht. Der brutale Mord an der Schülerin Jaynie (Leighton Meester) erregt die Gemüter und lässt in den Augen der Produzentin Lee (Cyia Batten) bereits die Dollarzeichen aufblitzen. Es dauert jedoch nicht lange, bis das Produktionsteam auf unnatürliche Weise verkleinert wird. Ein Killer geht um und hat seine ganz eigene Vorstellung davon, wie Reality TV aussehen sollte.

Kritik

Bei dem Blick auf die Besetzungsliste dürfte so einigen Serienfans die Lust überkommen, sich diesen Film anzusehen. Mein gut gemeinter Rat an euch: Lasst es bleiben! Es gibt kaum etwas Positives über "Killer Movie" zu berichten, außer, dass der Film irgendwann zu Ende ist. Scheinbar sollte der Streifen eine Mischung aus Horror und Mediensatire werden, doch dies ist gründlich misslungen. Die Handlung ist von vorne bis hinten dämlich.

Alle paar Minuten wird irgendein Charakter unter fadenscheinigen Umständen von der Menge getrennt und in eine Kulisse verfrachtet, in der er oder sie dann wunderbar gemeuchelt werden kann, sei es ein Werkraum, eine Hütte im Wald, eine Turnhalle oder ein Heizungsraum. Die gesamte Kleinstadt, in der dieser Film spielt, ist so konstruiert, dass sie sich als ein wahres Paradies für Serienkiller erweist: Telefone funktionieren nicht, Straßen und öffentliche Gebäude sind gänzlich frei von Zeugen und die Polizei ist einfach nur ein schlechter Witz. Damit, dass sie "Killer Movie" erst ab 18 Jahren freigegeben hat, macht die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) im Grunde noch Werbung für diesen Film, dessen Mordszenen lahm und schlecht inszeniert sind.

Sämtliche Charaktere des Films wirken aufgesetzt und können sich dementsprechend nur sehr geringe Sympathiewerte erarbeiten. Die Möglichkeiten, ein paar interessante Konflikte, würzige Dialoge und gegenseitige Verdächtigungen in das Produktionsteam hineinzubringen, wären groß gewesen, werden aber komplett verschenkt. Es entstehen keine Emotionen und keine guten Gags. Auch die Frage, wer der Täter ist, stellt sich niemand ernstlich. Die Auflösung könnte dann letztlich auch banaler kaum sein. Die letzten Minuten stecken zudem voller Logikfehler, die der Abspann halbherzig zu beseitigen versucht.

Die deutschen Zuschauer müssen bei diesem Film sogar noch etwas mehr leiden, denn einige der Synchronstimmen sind vollkommen unpassend.

Fazit

Abgesehen davon, dass sich die Besetzung wie eine "Who is who?"-Liste der aktuellen Serienstars liest, hat dieser Film sehr wenig zu bieten.

Maret Hosemann - myFanbase
26.04.2011

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