Bewertung: 5
Paul Greengrass

Green Zone

"Mir ist heute Morgen der Kreuz-Bube über den Weg gelaufen Mohammed Al Rawi stand direkt vor mir." Roy Miller

Foto: Copyright: 2010 Universal Studios
© 2010 Universal Studios

Inhalt

März 2003 die Amerikaner sind in Bagdad eingefallen. Mitten unter dem zweiten Irakkrieg sind Chief Roy Miller (Matt Damon) und seine Truppe, die nach den Massenvernichtungswaffen suchen. Für ihre Ermittlungen werden ihnen möglichen Orte von einer zuverlässigen Quelle genannt, die sich jedoch immer wieder als Sackgasse erweisen. Miller berichtet seinen Vorgesetzten von der Diskrepanz zwischen den Informationen und den Standorten es werden an den genannten Orten nie irgendwelche Waffen gefunden , doch diese interessieren sich nicht dafür und befehlen ihm, dass er einfach weiter seiner Arbeit nachkommen soll.

Als plötzlich während eines Einsatzes ein Mann namens Freddy (Khalid Abdalla) auf Miller zukommt, berichtet ihm dieser, dass nicht weit von ihrem Standort ein Treffen hochrangiger Anhänger Saddam Husseins stattfindet. Miller sieht endlich seine Chance an wirkliche Informationen über die Massenvernichtungswaffen zu gelangen und nimmt seine Chance sofort wahr. Als er und seine Truppe das Haus stürmen, steht ihm plötzlich Al Rawi (Nigal Naor), General des verstorbenen Saddam Husseins, vor der Nase...

Kritik

"Green Zone" basiert in erster Linie auf dem Buch des Washington-Post-Journalisten Raijv Chandrasekaran dieser hat wiederum sein Werk verfasst, nachdem der zweite Irakkrieg zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Irak vom 20. März bis 1. Mai 2003 geführt wurde. Der Grund für das Einmarschieren der USA in das Land war die Befürchtung, dass die Iraker Massenvernichtungswaffen besitzen und somit eine Bedrohung für die USA darstellen die Anfangsphase des Krieges ist der behandelte Gegenstand bei "Green Zone".

Einerseits ist der Film "unglaublich", da die Amerikaner in gewisser Weise zugeben, dass die Iraker überhaupt keine Massenvernichtungswaffen in ihrem Land lagern und so der einzige stichhaltige Grund für den Angriff gegen den Irak weg fällt. Andererseits erzählt der Film nur die Oberfläche dessen, was wirklich damals geschehen ist, was wohl daran liegt, dass die Amerikaner sich selbst mit dem Film verurteilen und zudem: wer weiß schon Bescheid über die realen Fakten, außer die Regierung der USA selbst? Die amerikanischen Journalisten und einzelne Abteilungen, wie zum Beispiel Geheimdienste und die Army wurden gelinkt; die eine Hand weiß nicht, was die andere macht und die Folge dessen ist das absolute Chaos so wie es auch im Film zu sehen ist.

Vor allem die Optik des Filmes spiegelt die Entwicklung des Filminhalts wieder. Zum Anfang des Geschehens, wo sich Chief Roy Miller noch seiner Aufgabe bewusst ist, nämlich die Suche nach den Massenvernichtungswaffen fortzusetzen, ist die Optik noch sehr hell gehalten nachdem sich herausstellt, dass die Suche keine Ergebnisse bringt und alles immer verwirrender für den Chief wird, gestaltet sich dementsprechend die Optik immer dunkler und nicht klar erkennbar dies schadet dem Film aber keinesfalls.

Regisseur Greengrass, der für Filme wie etwa "Die Bourne Verschwörung" und "Das Bourne Ultimatum" bekannt ist, hat auch in "Green Zone" viel Action und Spannung vereint allerdings weiß ich nicht so recht, ob so viel Geballer sinnvoll ist bei solch einem sensiblen Thema wie dem Irakkrieg. Des Weiteren ist der Film teilweise so einfach gestrickt, dass er langweilig und unwirklich erscheint besonders die Szene, in der Mohammed Al Rawi, General des verstorbenen Saddam Hussein, von den Amerikanern geschnappt werden soll, wirkt sehr fiktiv, aber es ist ja auch nur ein Hollywood-Film. Insgesamt ist nur die Tatsache, dass die Amerikaner sich selbst verurteilen, bemerkenswert an der Story.

Die schauspielerische Leistung ist selbstverständlich nicht schlecht Matt Damon war schon immer ein hervorragender Schauspieler. Auch die anderen Darsteller sind überzeugend, allerdings haben die einzelnen Figuren keinen Tiefgang viel Zeit und Wert wurde auf die Charakterzeichnung nicht verwendet.

Fazit

Der Film hat seine kleinen Höhepunkte, wie etwa die Tatsache, dass die Amerikaner zugeben, dass die Iraker keine Massenvernichtungswaffen besitzen ist aber dennoch kein Vergleich zu Filmen wie etwa dem kürzlich oscarprämierten "Tödliches Kommando The Hurt Locker" von Kathryn Bigelow.

Juliane Walter - myFanbase
01.04.2010

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