Bewertung: 7
Peter Billingsley

All Inclusive

Welcome to Eden.

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Inhalt

Jason (Jason Bateman) und Cynthia (Kristen Bell) haben Beziehungsprobleme und kommen einfach nicht weiter. Sie haben sich nun entschieden, gemeinsam Urlaub auf Bora Bora zu machen und dort in das Traumressort "Eden" zu fahren, wo es viele Paarangebote sowie eine Therapie gibt. Weil die Reise sehr teuer ist und sie auch glauben, dass ihre Freunde ebenfalls urlaubsreif sind, überreden sie auch noch die glücklich verheirateten Dave (Vince Vaughn) und Ronny (Malin Akerman), die aneinander vorbei lebenden Joey (Jon Favreau) und Lucy (Kristin Davis) sowie Shane (Faizon Love), der nach der bitteren Trennung von seiner Frau die junge Trudy (Kali Hawk) mitnimmt, um den Massenrabatt zu bekommen.

Vier Paare, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, kommen voller Erwartungen in dem unglaublichen Ressort an. Das Wetter ist toll, die Anlage und der Service perfekt und dem traumhaften Urlaub steht nichts mehr im Wege, wenn da nicht der Zeitplan wäre. Morgens um sechs beginnt die Paartherapie und entgegen der Versprechungen von Jason und Cynthia müssen alle Paare daran teilnehmen, wenn sie nicht wieder nach Hause wollen. So dringen die Liebenden plötzlich ungewollte in Gefilde vor, die sie eigentlich gar nicht gesucht haben. Erholung hat sich jeder anders vorgestellt.

Kritik

Eigentlich heißt es umgangssprachlich, man sei reif für die Insel, in diesem Falle reift man auf der Insel. "All inclusive" macht allein schon wegen der Bilder und des gesamten Ambientes unglaublich Lust auf Urlaub. Da dieser dann auch noch positive Nebeneffekte hat, die nicht nur für die nächsten drei Monate halten sondern wirklich lebensverändernd sind, kann man wahrlich vom Traumurlaub sprechen. Also nichts wie raus aus dem Kino und rein ins Reisebüro. Doch es gibt dann doch einen Haken. Nirgends will mich Jean Reno als Liebes-Guru empfangen. Das wäre wohl auch zu schön gewesen. Schnell stellt man fest, dass dieser Film wirklich nur eine unerreichbare Idealvorstellung ist. Kurzum, es ist zu schön um wahr zu sein. Eigentlich ist alles perfekt, selbst die für die Paare unerwünschte Therapiesitzungen bestechen durch kompetente Therapeuten, die genau das erreichen, was sie wollen. Abstriche in dieser Perfektion muss man nur bei den Männern machen, was eigentlich ungerecht ist. Während die vier Hauptdarstellerinnen durch Topfiguren in den Bikinis zu glänzen wissen, sind die Männer von Natur aus mit unterschiedlich großen Schwimmringen ausgestattet. Für das Auge müssen da die männlichen Nebendarsteller herhalten.

Neben den visuellen Freuden, die sich geschlechterdifferenziert gestalten, steht natürlich der Humor im Vordergrund dieser Komödie. Situationskomik und zahlreiche Gags ziehen sich wie ein roter Faden durch den Film. Allerdings ist auch der nicht unbedingt für Jedermann geeignet. Am köstlichsten amüsiert man sich gewiss dann, wenn man sich mit eines der Paare identifizieren oder zumindest die Situation nachvollziehen kann. Dazu ist durchaus ein bisschen Erfahrung notwendig, denn die Paare befinden sich alle in der Blütezeit ihres Lebens. Es geht nicht um Liebe, sondern wie man diese aufrecht erhält, das Feuer wieder entfacht und nicht vergisst, warum man zueinander gefunden hat. Da kann man tatsächlich noch was lernen, auch wenn man eigentlich gar nicht will.

Insgesamt vergehen die 107 Minuten kurzweilig. Die Probleme sind nicht aufgesetzt oder konstruiert und ergeben so einen flüssigen Handlungsverlauf, der aber auch abzusehen ist. Die Schauspieler wissen ihre Rollen zu spielen, wobei je nach Charakter der eine mehr, der andere weniger zu gefallen weiß. Die Highlights sind dabei definitiv die Auftritte der skurrilen Hotelangestellten, die für so eine Komödie natürlich genau die richtigen sind. Über mangelnde Unterhaltung kann man sich also nicht beschweren, viel mehr bietet der Film dann aber auch nicht.

Fazit

"All Inclusive" bietet sommerliche Unterhaltung für die Wintermonate vor allem für die Elterngeneration.

Emil Groth - myFanbase
04.11.2009

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