Bewertung: 2
Jonathan Liebesmann

Texas Chainsaw Massacre: The Beginning

Witness the birth of fear!

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Inhalt

Im Sommer 1969 begeben sich die Brüder Eric (Matthew Bomer) und Dean (Taylor Handley), seine Freundin Bailey (Diora Baird), und Erics Verlobte Chrissie (Jordana Brewster) auf einen Roadtrip durch Texas, denn Dean soll als Soldat in den Vietnamkrieg und sein Bruder Eric meldet sich ebenfalls zum Dienst, da er seinen Bruder unterstützen will. Auf dem Weg werden die Teenager jedoch von einer verrückten Rockerbraut mit einer Schrotflinte bedroht, aber sie können durch den Sheriff Hoyt (R. Lee Hermey) gerettet werden. Dieser erschießt die böse Lady, nimmt aber die vier Freunde in "Gewahrsam". Denn Hoyts Familie, auch Hewitt-Clan genannt, sind Kannibalen und allen voran Thomas, auch Leatherface genannt (Andrew Bryniarski), sind schon ganz hungrig. Können Eric, Dean, Bailey und Chrissie der Kannibalensippe entrinnen?

Kritik

"The Texas Chainsaw Massacre : The Beginning" ist aus dem Jahre 2006 von Regisseur Jonathan Liebesmann und ist das Prequel zum Horrorfilm "Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre" aus dem Jahre 2003. Dieser wiederum ist ein Remake zum Klassiker "Blutgericht in Texas" von Tobe Hooper aus dem Jahre 1974.

Dieser Horrorfilm hier ist also ein Prequel und spielt vier Jahre vor dem Remake. Ich habe weder den Film aus dem Jahre 1974 noch den aus dem Jahre 2003 gesehen, aber bei einem Prequel ist das ja eh unwichtig, da dieser die "Wie alles begann"-Story erzählt. Aber nachdem man sich diesen Film angeschaut hat, ist es ziemlich sicher, dass die Fortsetzung verstaubt in der Videothek liegenbleibt, denn "The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning" ist einfach nur ein schlechter Horrorfilm.

Man hätte sich eigentlich schon fast denken können, dass die Story schwach ist. Es scheint, als wäre sie ein billiger Abklatsch von Klassikern wie "Saw", "Hostel" und "Wrong Turn". Auch hier werden Teenager von blutrünstigen Kannibalen gejagt, um anschließend als Abendessen serviert zu werden. Neben der schwachen Story, die eigentlich nicht mal mehr als eine Story bezeichnet werden kann, kann der Film in Sachen Unlogik punkten. Wie kann der Kannibale Leatherface auf der Rückbank eines Autos sitzen und eine Frau attackieren, wenn er gerade mal zehn Sekunden davor noch auf dem Boden lag? Ansonsten sieht Leatherface kein bisschen gruselig aus und wirkt mit seinem albernen Mundschutz und seiner Kettensäge unfreiwillig komisch. Das einzige Anerkennenswerte sind die leider viel zu wenigen Schockmomente, die so schnell vergehen wie sie gekommen sind - von Spannung kann hier kaum die Rede sein. Hier geht es nicht etwa darum, dem Horrorfilm eine spannende, gut strukturierte Handlung zu geben, sondern nur um sinnloses Gemetzel, viele blutrünstige Szenen und jede Menge Blut. Und am Ende lässt der Film das Publikum mit einem Gefühl zurück, und zwar dem Ärger, seine Zeit mit so einem Horrorfilm verschwendet zu haben. Wenigstens waren die Schauspieler halbwegs überzeugend, obwohl nicht viel mehr zu tun war als Schreien und Wegrennen.

Fazit

Um es kurz zu machen: Es lohnt sich nicht, diesen Film anzuschauen. Wer dieses Genre mag, sollte lieber zu "Wrong Turn" oder "Saw" greifen.

Tanya Sarikaya - myFanbase
11.09.2009

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