Bewertung: 9
Rob Schmidt

Wrong Turn

Sechs Jugendliche verlaufen sich im Wald.

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Inhalt

Um einen Stau zu umgehen, wählt Chris eine Umleitungsstraße mitten durch den Wald, um rechtzeitig zu seinem Vorstellungsgespräch zu gelangen. Dort rast er in einen anderen Wagen, der zu fünf anderen Jugendlichen gehört, die eine Reifenpanne haben.

Auf der Suche nach einem Telefon erleben die sechs einen tödlichen Horror, denn in dem Wald, durch den die Straße führt, leben drei Wesen, die offenbar Menschenfleisch mögen...

Kritik

Mehr möchte ich zum Inhalt auch gar nicht sagen, damit niemandem die Spannung verdorben wird.

Der Film ist ein reiner Horrorfilm, ohne Liebesgesülze oder Psychoaspekt. Und gerade deshalb hat er mir total gut gefallen. Der Film ist mit seinen 80 Minuten sehr kurzweilig, immerhin treffen drei Mörder auf sechs Opfer - da gibt es genug Stoff.

Die technische Umsetzung des guten Scripts ist sehr gut gelungen. Der Ton, die Kameraführung und der Schnitt sind top. Einige könnten bestimmt Kameraeinstellungen und Wackler irritieren, doch die sind vom Regisseur beabsichtigt und verdeutlichen meiner Meinung nach die verschiedenen Positionen und Gefühle besonders gut.

Am Script selbst gibt es ebenfalls kaum etwas zu meckern. Okay, der Stoff selbst (Kannibalismus) ist nicht neu, doch die Umsetzung war sehr gelungen. Wie es sich für einen ordentlichen Horrorstreifen gehört, wurde auch nicht auf gruselige Szenen verzichtet. Dabei scheut Rob Schmidt nicht, relativ detailgetreu Verstümmelungen und Morde zu zeigen. Deshalb erscheint die FSK 16 an manchen Stellen doch etwas zu tief gegriffen.

Auch die schauspielerische Leistung lässt keine Wünsche offen. Eliza Dushku spielt in gewohnter Qualität die harte Kämpferin und Desmond Harrington tut es ihr nach. Die anderen Rollen sind sicher nicht allzu erwähnenswert und anspruchsvoll, jedoch konnte ich hier nichts beanstanden. Das einzige, was man eventuell beanstanden könnte, ist wie so oft die deutsche Synchronisation. Zum einen sind die Stimmen einiger Darsteller nicht sehr gut gewählt (z.B. Scott), zum anderen kommen einige Textpassagen doch etwas gefühllos rüber. Im englischen Original klingt es wesentlich besser.

Der Film bietet zwar gruseltechnisch nicht viel Neues, doch sind einige Schockmomente und beinahe witzige Szenen enthalten, die keine Langeweile aufkommen lassen. (z.B. der Polizist, der zuerst auf Chris trifft...)

Fazit

Leider wurde der Film in unseren Kinos relativ wenig beachtet, obwohl er um Längen besser ist als manch anderer Horrorstreifen. Und Eliza Dushku ist wohl eine der sexiesten Frauen im Unterhemd, oder?

Nicole S. - myFanbase
15.03.2005

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