Bewertung: 7
Jeff Wadlow

Fighters, The

"Es ist deine Verantwortung das Ergebnis zu kontrollieren."

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Inhalt

Jake Tyler (Sean Faris) zieht mit seiner Mutter (Leslie Hope) und seinem kleinen Bruder Charlie nach Orlando, weil Charlie ein Stipendium für eine Tennisakademie bekommen hat. Jake ist seit dem Tod seines Vaters voller Wut und deswegen ständig in Scherereien verwickelt und bereits öfters von der Schule geflogen. Auf seiner neuen Highschool findet er sich auch diesmal nur schwer zurecht. Als ein Video auf YouTube von ihm auftaucht, wo er beim Football einen Gegner verprügelt, wird er als Schläger abgestempelt.

Nur in der hübschen und beliebten Baja (Amber Heard) findet er eine Freundin und diese lädt ihn zu einer Party ein. Dort gerät er aber an Ryan McCarthy (Cam Gigandet), der ihn vor der halben Highschool verprügelt und sich dann auch noch als Bajas Freund herausstellt. Kurz darauf erfährt Jake von einem Kampfsport namens "Mixed Martial Arts" und lernt den Trainer Jean Roqua (Djimon Hounsou) kennen, der ihn zum Fighter ausbildet und ihm die verschiedensten Kampftechniken zeigt. Dabei lernt Jake aber auch, seine Ziele zu setzen und zu sich selbst zu finden.

Kritik

Dieser Film ist besonders schwer zu bewerten, da er reine Geschmackssache ist. Diejenigen, die keine Action- und Kampfszenen mögen, werden sicherlich nicht gerade von "The Fighters" angetan sein. Anders als diejenigen, die dieses Genre mögen, denn diese werden an diesem Kampfsport- und Actiondrama bestimmt Gefallen finden. Auf den ersten Blick scheint es so, als wäre "The Fighters" nur eine billige Mischung aus Filmen wie "Fight Club" oder "Karate Kid", aber dem ist nicht so. Bis auf die Tatsache, dass es hier auch um Kampfsport geht, hat der Film schon einiges mehr zu bieten.

Zum Beispiel wäre da der gute Soundtrack, der die Kampfszenen aber auch die emotionalen Szenen sehr gut unterstreicht. Dabei darf natürlich ein toller Rap-Song nicht fehlen, der gegen Ende zum Einsatz kommt und für die richtige Stimmung sorgt. Am besten gelungen und großes Lob verdienen aber die Charaktere. Anfangs hatte ich erwartet, dass bei so einem puren Actionfilm die Charaktere allesamt plump und emotionslos rüberkommen, aber ich wurde eines besseren belehrt. So ist gleich von der ersten Sekunde an die Hauptrolle Jake Tyler alles andere als ein hirnloser Schlägertyp, ganz im Gegenteil. Durch seine traurige Vergangenheit und das schlechte Verhältnis zu seiner Mutter wirkt er wie ein orientierungsloser Junge, der vom rechten Weg abgekommen ist. Man kann sich sehr gut in seine Rolle hineinversetzen und mit ihm mitfühlen. Ebenso wie mit dem Kampfsportlehrer Jean Roqua, der Jake bei sich aufnimmt und ihm das Kämpfen lehrt. Er wird sogar fast so was wie ein Vater für ihn und daher sind die Szenen zwischen Jake und Roqua besonders emotional, aber auch lustig. Gut durchdacht ist ebenfalls die Figur des Ryan McCarthy. Zu Beginn wird er als der typische Schlägertyp abgestempelt, doch später erfährt man mehr über seine Familienverhältnisse und ganz gegen Ende hin kann man sogar Sympathie für ihn entwickeln.

Das Einzige, was man am Film aussetzen könnte, wäre die etwas berechenbare Lovestory, die an viele andere Teeniefilme erinnert: Ein Außenseiter kommt an eine neue Highschool und verliebt sich in das hübsche It-Girl, die aber schon an den Schläger-und Highschool-King vergeben ist. Natürlich kommt es zum erbitterten Showdown und wer am Ende den Kampf um das Mädchen gewinnt, wissen wir ja. Einerseits ist die Liebesgeschichte zwischen Jake und Baja eine gute Abwechslung zwischen den vielen Kampfszenen und bietet auch einige schöne Szenen, aber diese Storyline hat leider nichts Neues und ist dadurch sehr vorhersehbar. Sie hätte besser inszeniert werden können.

Für einen Film dieses Genres sind aber die Kampfszenen das entscheidende und diese können sich sehen lassen. Die Kämpfe sind gut und glaubhaft gemacht und die Kamera hat ihr Bestes gegeben, sodass alle Kämpfe aus einer guten Perspektive gesehen werden können. Doch einige Szenen sind wirklich nichts für schwache Nerven und ziemlich brutal, deshalb ist die Altersbeschränkung FSK 16 durchaus berechtigt. Alles in allem haben die Macher von "The Fighters" einen guten Job getan und liefern dem Publikum viel Action.

Noch ein letztes Wort zum Cast: Während ich von Newcomer und Hauptdarsteller Sean Faris sehr beeindruckt war, hat mir die Leistung von Djimon Hounsou etwas besser gefallen. Schon in "Blood Diamond" und "Die Insel" konnte er seine schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen und auch diesmal konnte er durch seinen introvertierten aber trotzdem freundlichen und weisen Charakter das Publikum für sich gewinnen. Einen positiven Eindruck konnte auch Cam Gigandet hinterlassen, dem die fiesen Rollen einfach liegen. Wie in "Twilight Bis(s) zum Morgengrauen" und "O.C., California" macht er auch hier seinem Ruf als "Bösewicht" alle Ehre.

Fazit

"The Fighters" ist wirklich nur was für Fans dieser Genre oder Fans der Schauspieler. Ansonsten kann der Film mit tiefgründigen Charakteren, viel Action und jede Menge Adrenalin überzeugen und die etwas schwache Story in den Hintergrund drängen.

Tanya Sarikaya - myFanbase
09.09.2009

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