Bewertung: 7
Jeff Buhler

Insanitarium

"Kann sein, dass wir spinnen, aber diese Scheiße haben wir nicht verdient!"

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Inhalt

Jack (Jesse Metcalfe) macht sich Sorgen um seine Schwester Lily (Kiele Sanchez), die nach einem Selbstmordversuch in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wurde und seitdem keinen Kontakt mehr zu ihm haben darf. Er lässt sich selbst in die Klinik einweisen und muss bald feststellen, dass der Chefarzt Dr. Gianetti (Peter Stormare) an den Patienten ein Medikament testet, dass sie zu blutrünstigen Bestien macht. Gemeinsam mit seiner Schwester und dem Patienten Dave (Kevin Sussman) versucht Jack zu fliehen.

Kritik

Nennt mich verrückt, aber ich bin wirklich mit sehr geringen Erwartungen an den Film herangegangen. Ein Teenie-Star in der Hauptrolle, dazu Serienschönheiten an seiner Seite und mit Peter Stormare ein klassischer Bösewicht-Darsteller als - na was wohl? - Bösewicht, klingen für Horrorfilmfans erst einmal nicht sehr viel versprechend oder aufregend. "Insanitarium" erweist sich jedoch als recht sehenswerte Mischung aus Psychothriller und Splatter.

Zu Beginn des Films überwiegen die Thrillermomente. Jack zieht eine Show als blutender Irrer ab, um in die Klinik eingewiesen zu werden, und hat danach wenig Mühe, seine Rolle als Patient zu spielen, wird er doch mit Medikamenten vollgepumpt und mit echten Geisteskranken konfrontiert. Während er in Dave einen Freund findet, gewinnt er auch gleich einen Feind, den Serienmörder Hawthorne (Armin Shimerman), der nicht zufällig an Hannibal Lecter erinnert, und eine Stalkerin namens Heather. Dass sich Jack unwohl fühlt und einige Male aus der Haut fährt, wenn ihm Heather oder andere Patienten zu nahe kommen, oder aus der Rolle fällt, wenn er der sympathischen Krankenschwester Nancy (Olivia Munn) helfen will, ist durchaus überzeugend und wird von Jesse Metcalfe besser gespielt, als ich es ihm zugetraut hätte.

Die zweite Hälfte des Films, wenn sich beinahe alle Patienten in menschenfressende Zombiekreaturen verwandeln, versteht es, Splatterfans zufrieden zu stellen. Es fließt eine Menge Blut und es werden keine halben Sachen gemacht. In ihrem Kampf ums Überleben üben Jack und seine Verbündeten keine unangebrachte Zurückhaltung, sondern setzen sich mit Schlagstöcken, Messern, Skalpellen und Spritzen zur Wehr. Auch sind die Zombies nicht nur an den wenigen nicht infizierten Menschen im Gebäude interessiert, die reichen ja kaum, um den hohlen Zahn zu füllen, sondern fressen sich auch gegenseitig, was sie noch widerlicher und überzeugender macht.

Fazit

"Insanitarium" verdient sich keinen Platz in der Ruhmeshalle der Horrorfilme, bietet jedoch gute Unterhaltung für alle, die es auch etwas blutiger mögen.

Maret Hosemann - myFanbase
26.06.2009

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