Bewertung: 4
M. Night Shyamalan

Happening, The

"Ich höre, wie ihr flüstert".

Foto: Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Inhalt

Aus heiterem Himmel beginnen die Menschen plötzlich, kollektiven Selbstmord zu begehen. Das unerklärliche Phänomen breitet sich rasend schnell aus, die Behörden sind machtlos. Verzweifelt versuchen der Lehrer Elliot (Mark Wahlberg) und seine Frau Alma (Zooey Deschanel) zu entkommen und die kleine Jess (Ashlyn Sanchez), Tochter eines befreundeten Paares, in Sicherheit zu bringen.

Kritik

Je höher man die Messlatte legt, umso schwieriger ist es, sie ein weiteres Mal zu überspringen. Diese Erfahrung ist dem Regisseur und Drehbuchautor M. Night Shyamalan längst nicht mehr neu. Mit seinem ersten großen Film "The Sixth Sense" schuf er gleich einen filmischen Überflieger, einen internationalen Welthit, an dem er sich nun immer wieder messen lassen muss. Leider gelang es seinen nachfolgenden Filmen immer weniger, an den Erfolg und die Qualität von "The Sixth Sense" anzuknüpfen. Dies gilt auch für "The Happening".

Immer wieder weist die Handlung von "The Happening" sichtbare Schwächen auf. So kann die Erklärung für das unheimliche Selbstmord-Phänomen nicht wirklich überzeugen, sie wird sehr halbgar hingeworfen und hinterher weiß man eigentlich gar nicht, warum ausgerechnet der Lehrer Elliot das Problem als erster realisiert hat. Elliot und seine Frau Alma stecken nebenbei noch in einer kleinen Ehekrise, die ausgesprochen uninteressant ist. Insgesamt muss man den Charakter Alma als misslungen bezeichnen, denn der Zuschauer weiß wenig mit ihr anzufangen. Zunächst wird angedeutet, dass sie emotional eher unterentwickelt ist und kein Gespür für das Eheleben und Kinder hat, doch schon nach kurzer Zeit kümmert sie sich wunderbar um die kleine Jess, zeigt ihrem Mann, dass sie ihn natürlich sehr liebt, und will letztlich auch eigene Kinder. Das wirkt einfach alles sehr unausgegoren und belanglos. Zudem entstehen in diesem Zusammenhang einige recht kitschige Szenen.

Die Momente, in denen wir mit dem Selbstmord-Phänomen konfrontiert werden und sehen, was sich die Menschen wie ferngesteuert selbst antun, sind schon ausdrucksvoll, doch dass unser nettes Ehepaar mitsamt Kind auch noch auf Menschen trifft, die zunächst nicht von dem Phänomen betroffen sind, aber dennoch einen tierischen Knacks haben, ist schon wieder zuviel des Guten. Menschen, die sich plötzlich selbst umbringen, haben es durchaus in sich und bieten ausreichend Horrorpotential, da braucht es eigentlich nicht noch schießwütige Hinterwäldler und eine irre alte Lady mit paranoiden Anwandlungen.

Fazit

Mit seinem Film "The Happening" ist M. Night Shyamalans Suche nach dem nächsten großen Hit, der an "The Sixth Sense" heranreichen könnte, ein weiteres Mal klar gescheitert.

Maret Hosemann - myFanbase
06.02.2009

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