Bewertung: 3
Scott Derrickson

Tag, an dem die Erde still stand, Der

"If the Earth dies, you die. If the human race dies, the Earth survives."

Foto: Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Inhalt

Ein Außerirdischer (Keanu Reeves) besucht die Erde in Menschengestalt, um die Menschen für ihr Fehlverhalten zu bestrafen. Nie haben sich die Menschen genug für ihren Planeten interessiert und so steht er kurz vor der völligen Zerstörung. Um den Planeten noch retten zu können, muss ein Neuanfang geschaffen werden, ohne die Spezies Mensch. Die Wissenschaftlerin Helen Benson (Jennifer Connelly) versucht zusammen mit ihrem Sohn, den Außerirdischen Klaatu davon zu überzeugen, dass sich die Menschen ändern können und dass die Menschheit noch eine letzte Chance verdient hat.

Kritik

Bei diesem Film handelt sich um ein Remake des gleichnamigen SF-Klassikers aus dem Jahre 1951. Bei Remakes muss man sich immer die Frage stellen, ob es nötig ist, einen schon etwas älteren Film neu zu drehen. Ob man wirklich etwas neues Außergewöhnliches und vor allem Zeitgemäßes aus dem alten Stoff machen kann. Bei diesem Remake muss man leider deutlich sagen, dass dieser als gescheitert betrachtet werden muss. Ich werde hier keinen Vergleich zur ersten Fassung ziehen, sondern diesen Film als eigenständiges Werk beurteilen, der er ja auch sein möchte.

Der zunächst emotionslose Alien Klaatu, der das Ende der Spezies Mensch verkündet, wird ordentlich von Keanu Reeves verkörpert, der zwar nur einen einzigen Gesichtsausdruck kennt, dadurch aber gerade so überzeugend wirkt. Die talentierte Schauspielerin Jennifer Connelly spielt ihre recht blasse Rolle, die nicht mehr zu tun hat, als mit dem Alien Klaatu durch die Gegend zu fahren und ihren nervigen Sohn zurechtzuweisen, so gut es das Drehbuch eben erlaubt.

Ein erster großer Kritikpunkt ist der Stiefsohn von Helen Benson, der unglaublich nervig von Will Smiths Sohn Jaden gespielt wird. Jede Szene mit ihm gerät zur nervlichen Zerreißprobe, was dem Film einen ersten großen Schaden zufügt. Ansonsten versucht der Film noch eine Botschaft zu vermitteln, die dem Zuschauer wohl zum Nachdenken anregen soll, die aber so plump und oberflächlich dargestellt wird, dass wohl niemand ernsthaft nach diesem Film weiter über die Botschaft nachdenkt. Dass diese Botschaft einfach nicht richtig transportiert werden kann, wird wohl auch ein wenig daran liegen, dass die Charaktere in diesem Film überhaupt keine Tiefe erreichen und selbst die in diesem Film interessanteste Figur des Klaatu seine Prinzipien schneller über Bord wirft als man "Weltuntergang" sagen kann.

Insgesamt muss man einfach sagen, dass die ganze Story ein riesengroßer, oberflächlicher Quatsch ist, der in einem Finale gipfelt, das man als solches eigentlich gar nicht mehr bezeichnen kann und das nur so vor süßlichem Kitsch überquillt.

Dann gibt es auch noch einen Riesenroboter mit dem Namen "Gort", der dafür da ist, die Menschheit auszulöschen. Das führt dann dazu, dass das in amerikanischen Filmen obligatorische Militär ausgefahren wird, um diesen zu stoppen. Dadurch sollen dann auch noch die Actionfans auf ihre Kosten kommen und zugegebenermaßen sind die Actionszenen noch die besten dieses schwachen Films.

Fazit

Eine unglaublich dümmliche Darstellung einer guten Storyidee, die mit flachen Charakteren und einer an Oberflächlichkeit kaum zu überbietenden Story aufwartet und so gnadenlos scheitert.

Moritz Stock - myFanbase
21.12.2008

Diskussion zu diesem Film