Bewertung: 2
Stephen Norrington

Liga der außergewöhnlichen Gentlemen, Die

Jeder Einzelne ist einzigartig – gemeinsam sind sie unbesiegbar: die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen!

Foto: Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Inhalt

Ende des 19. Jahrhunderts: "Das Phantom", ein maskierter Größenwahnsinniger, verfolgt einen teuflischen Plan. Ein Krieg soll die ganze Welt in Schutt und Asche legen. Um das zu verhindern, engagiert der britische Geheimdienst keinen Geringeren als den Abenteurer Allan Quatermain (Sean Connery).

Bei der Jagd auf das Phantom unterstützen ihn sechs außergewöhnliche Charaktere – darunter der furchtlose Tom Sawyer (Shane West), Doktor Jekyll mit seinem rasenden Alter Ego Mr. Hyde (Jason Flemyng) und die schöne Mina Harker (Peta Wilson), einst Opfer von Graf Dracula. Nur wenn es den sieben Einzelkämpfern gelingt, ihre Fähigkeiten für ihre Mission gemeinsam einzusetzen, können sie das Phantom besiegen. Das Spiel beginnt...

Kritik

Spider-Man, Batman oder Superman sind Beweise dafür, dass viele Comic-Verfilmungen großen Erfolg haben und immer beliebter geworden sind. Hier wurde die Comic-Vorlage von Allan Moore verwendet, die in den USA sehr beliebt, aber in Deutschland wohl eher unbekannt ist. Und das sollte dieser Film auch lieber bleiben – unbekannt.

Zuerst denkt man sich bestimmt, dass man mit der Besetzung, vor allem mit Sean Connery, nichts falsch machen kann. Aber genau das Gegenteil tritt ein: die Charaktere sind nicht tiefgründig genug und somit können die Schauspieler nicht wirklich ihr Können zeigen. Man kann sich in keinen von ihnen hineinversetzen, geschweige denn für einen der Charaktere Sympathie empfinden, denn dafür werden sie im Film einfach zu wenig vorgestellt. Auch der Bösewicht "Das Phantom" ist nicht richtig bedrohlich oder furchteinflößend, sondern kommt eher wie eine durchgedrehte, lächerliche Witzfigur rüber.

Weiter geht es mit der Handlung, die schon halb vor Logikfehlern ertrinkt. So fragt man sich doch häufig, warum der anfangs unkontrollierbare Mr. Hyde sich plötzlich unter Kontrolle hat oder wie ein überdimensionales U-Boot in den engen Kanäle von Venedig auf- und abtauchen kann, ohne ein paar Häuser zu zertrümmern. Oder wie Mr. Sawyer den Bösewicht von einem Kilometer Entfernung treffen kann ohne zu üben. Sowieso ist es wahrscheinlich das Normalste der Welt, dass im Jahr 1899 keiner der Passanten sich umdreht oder wundert, wenn ein Superspeed-Auto mit über 300 PS durch die Straßen rast. All diese Faktoren geben dem Film etwas Unrealistisches und Übertriebenes. Außerdem kann "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" nicht wirklich den Zuschauer fesseln.

Ein bisschen Spannung entsteht zwar am Anfang des Films, als man noch nicht weiß, wer "Das Phantom" ist, aber als dieses große "Geheimnis" gelüftet wird, geht die Spannung endgültig den Bach hinunter. Die Actionszenen, die teilweise nur aneinandergereiht werden, ohne den Film voran zu bringen, oder die Special Effects können "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" dann auch nicht mehr retten.

Fazit

Ein außergewöhnlich langweiliger und schwachsinniger Film, den man am besten gar nicht hätte drehen sollen.

Tanya Sarikaya - myFanbase
12.12.2008

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