Bewertung: 7
Christopher Nolan

Batman Begins

Jede Geschichte hat einen Anfang.

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Inhalt

Der kleine Bruce Wayne muss mit ansehen, wie seine Eltern in den Straßen von Gotham City niedergeschossen werden; dieses Bild verfolgt ihn sein Leben lang. Als junger Mann (Christian Bale) reist er unerkannt durch die Welt, um herauszufinden, wie er gegen das Unrecht vorgehen kann. Dabei trifft er auf Henri Ducard (Liam Neeson), der ihm beibringt, Körper und Geist zu beherrschen, aber auch versucht, ihn für die Schattenliga zu gewinnen. Diese von Ra's Al Guhl (Ken Watanabe) geführte Organisation will das Böse mit zweifelhaften Mitteln bekämpfen. Wayne schließt sich ihnen nicht an und kehrt nach Gotham City zurück, wo nur noch Korruption und Kriminalität herrschen.

Mit ein paar treuen Gefährten kreiert er Batman und unterstützt die wenigen ehrlichen Menschen in Gotham City, die versuchen, die Korruption zu bekämpfen.

Kritik

Mit viel Witz und recht flottem Tempo erfährt man in diesem Film, wie aus dem kleinen Jungen Bruce Wayne die für Recht und Ordnung sorgende Fledermaus wird. Man lernt die Person, die hinter der Maske steckt als Menschen kennen, der genau wie jeder andere auch Ängste und Fehler hat.

Bruce Wayne (Christian Bale) schwört nach der Ermordung seiner Eltern auf Rache und muss lernen, diese Rachegefühle, seine Ängste und Wut hinter sich zu lassen. Er lernt in Asien seine Ängste unter Kontrolle zu haben und die Kampfkunst, die ihn später als Batman auszeichnen wird.

In der von Korruption gezeichneten Gotham City erschafft er mit Hilfe seines treuen Butlers Alfred (Michael Caine) und dem einfallsreichen Erfinder Lucius Fox (Morgan Freeman) Batman. Es wird sehr schön gezeigt, wie sie Batmans "Kostümierung" zusammensetzen, wodurch auch wieder deutlich gezeigt wird, dass er eben ein Mensch ist, der sich die neuesten Technologien zu Nutze macht, um seinen Feinden überlegen zu sein. Unterstützt wird er auch von dem Polizisten Jim Gordon (Gary Oldman). Des weiteren versucht seine Jugendfreundin Rachel Dawes (Katie Holmes) als Staatsanwältin gegen die Verbrecher vorzugehen, scheitert aber an der Korruption in Gotham City. Die Charaktere sind alle sehr gut ausgearbeitet und werden überzeugend von ihren Schauspielern dargestellt, so auch Bruce' Lehrmeister und später größter Feind Ducard (Liam Neeson).

Der Film lebt nicht nur von Batmans Gegnern und dem Kampf gegen sie, sondern auch von der Psychologie der Charaktere. Die Dialoge sind sehr gut ausformuliert und haben Substanz, wodurch der gesamte Plot des Films glaubwürdiger erscheint. Durch die zeitlich unabhängigen Bauten ist es schwierig den Film einzuordnen, er kann sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart oder Zukunft spielen. Einzig die durch Gotham City verlaufende Bahn wirkt sehr futuristisch. Bemerkenswert am Aufbau von Gotham City ist außerdem auch der extrem schnelle Übergang von reich zu arm. Man biegt von einer Hauptsraße eines schönen Viertels von Gotham ab und landet sofort in einer Gasse, in der sich die Armen drängen.

Natürlich gibt es auch spektakuläre Kampfszenen, in denen der schnelle Schnitt zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig ist, aber durchaus seine Wirkung nicht verfehlt. Batman wirkt durch diese Schnitttechnik wie ein Schatten und es wird eine Art Comic-Atmosphäre geschaffen. Besonders beeindruckend sind die Szenen, in denen Batman von einem Schwarm Fledermäusen umgeben ist und in diesem Schwarm zu Boden gleitet und als er, wie ein Wächter, auf einem Pfeiler vor dem Wayne-Tower hoch über Gotham City steht.

Negativ aufgefallen ist die Synchronstimme von Batman, die ihn wohl düster klingen lassen sollte, aber nicht wirklich überzeugt. Ein weiterer Punkt, der negativ auffällt, ist die Waffe, die Ducard verwenden will, um Gotham City zu "reinigen". Es ist eine für das Militär entwickelte Waffe, die durch Mikrowellen die Wasservorräte des Gegners vernichten soll. Ducard will mit ihr den gesamten Wasservorrat von Gotham City verdampfen lassen, um ein Nervengift freizusetzen. Allerdings müsste diese Waffe auch die Menschen verletzen, da Menschen ja auch zu einem Großteil aus Wasser bestehen und die Mikrowelle Wassermoleküle angreift. Wirft man einen kleinen Blick auf die Gefahrenhinweise einer herkömmlichen Mikrowelle, so dürfte man schnell merken, dass Mikrowellen nicht gesundheitsfördernd für einen Menschen sein können, wenn sie ihnen direkt ausgesetzt werden ("Mikrowelle nicht zum Trocknen Ihrer Katze benutzen").

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass "Batman Begins" ein toller Film ist, dessen Wortwitz die dunkle Atmosphäre schön auflockert und dessen Charaktere überzeugen.

Inka S. - myFanbase
05.07.2005

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