Bewertung: 3
François Girard

Seide

Love knows no borders.

Foto: Copyright: Warner Home Video Germany
© Warner Home Video Germany

Inhalt

19. Jahrhundert: Hervé Joncour (Michael Pitt) lebt als Militäroffizier, da dies der Wunsch seines Vaters ist, in Frankreich. Zudem ist er mit der schönen Hélène Joncour (Keira Knightley) verheiratet. Glücklicherweise wird ihm ein Jobangebot gemacht: Er soll als Händler für Seidenspinner-Eier arbeiten. Als er das Angebot annimmt, muss er nach Afrika reisen, um gesunde Eier zu holen, da die Seidenspinner in Europa von einer Krankheit befallen sind.

Als er nach mehreren Monaten nach Frankreich zurückkehrt, muss er zum Entsetzen der ganzen Stadt feststellen, dass auch seine Eier früher geschlüpft und erkrankt sind. Sein Arbeitsgeber, Baldabiou (Alfred Molina), schickt ihn anschließend nach Japan, obwohl das Handeln dort untersagt ist. Mit verbundenen Augen wird Hervé dort hingeführt und verfällt einer unbekannten Konkubine...

Kritik

Dass meine Lieblingsschauspielerin Keira Knightley einen Film namens "Seide" abgedreht hat, hatte ich bereits irgendwo gelesen. Als ich nun in der Videothek war, habe ich die DVD zufällig gefunden und habe mich sehr darüber gefreut, ihn mir angucken zu können.

Trotz (oder wegen?) meiner hohen Erwartungen wurde ich jedoch maßlos enttäuscht. Die Handlung des Films ist so langweilig, dass ich zwischendrin manchmal sogar eingenickt bin. Die Synchronstimmen sprechen quälend langsam, ohne jede Betonung, und leiern ihren Text runter. Die Kameraführung ist sehr langsam, was zur langweiligen Atmosphäre beiträgt. Andererseits wäre sie hektisch gewesen, hätte dies auch nicht zu dem Film gepassen. Einzig die Aufnahmen der Landschaft verdienen Lob, da sie wirklich traumhaft schön in Szene gesetzt worden sind. Besonders die Bilder von Hervés Reise durch die Wüste, wenn die Sonne untergeht, in einem Boot auf dem Wasser oder auf einem Pferd durch die Kälte in Japan sind die Highlights des Films.

Die Reise nach Afrika wurde eigentlich ganz kurz dargestellt, jedoch war die Reise nach Japan und anschließend nach China eine Qual mitanzusehen. Lange Szenen, kein Dialog und auch keine Musik von Jean-Yves Thibaudet ("Stolz und Vorurteil") oder anderen tollen Musikern (Dario Marianelli aus "Abbitte" oder Hans Zimmer aus u.a. "The Dark Knight" und "Fluch der Karibik") werden hier verwendet.

An dieser Stelle wurde ich als Knightley-Fan sehr enttäuscht: Der Charakter Hélène ist nur so gut wie zehn Minuten zu sehen. In den anderen 100 Minuten ist der überforderte Michael Pitt, dem man seine Schauspielerei nicht abnimmt, zu sehen. Die brilliante Keira, die man bekanntlich aus anspruchsvollen Filmen wie "Stolz und Vorurteil" kennt, ist unterfordert. Trotzdem wird dank ihr ein dritter Punkt vergeben.

Fazit

"Seide" ist einer der langweiligsten Filme, die ich je gesehen habe.

Laurie A. - myFanbase
08.09.2008

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