Bewertung: 7
Gregor Jordan

Gesetzlos - Die Geschichte des Ned Kelly

Einen Mann kann man töten - eine Legende nicht.

Foto:

Inhalt

19. Jahrhundert: Ned Kelly (Heath Ledger) bringt ein entlaufenes Pferd zu seinem Besitzer zurück und wird anschließend als Dieb verdächtigt, verurteilt und ins Gefängnis gesteckt. Drei Jahre später wird er entlassen. Seine Familie nagt am Hungertuch. Damit seine Familie etwas zu essen hat, verdient Kelly sich als Boxer und Gärtner bei wohlhabenden Leuten das Geld. Dort lernt er die Engländerin Julia (Naomi Watts) kennen und beide verlieben sich ineinander.

Schließlich eskaliert die Situation. Er und seine Mutter werden verdächtigt, einen Mord begangen zu haben. Als man seine Mutter verhaftet und ins Gefängnis steckt, schwört er Rache und will für Gerechtigkeit sorgen...

Kritik

Dies ist nicht die erste Verfilmung über die Legende des Ned Kelly, aber wohl die beste bisher. Ich war wirklich positiv überrascht, denn der Film zog einen von Anfang an in seinen Bann, es kam nie Langeweile auf.

Erstmal wartet dieser Western mit einem großartigen Schauspielercast auf, darunter Heath Ledger, Orlando Bloom, Geoffrey Rush und Naomi Watts. Der Streifen selbst erinnerte sehr stark an die Robin Hood-Filme, die ich bisher sah, nur dass sich jetzt alles im Wilden Westen abspielte. Kelly half seinen Landsleuten und diese wiederum verrieten ihn nicht bei der Polizei. Sie gingen sogar für ihn ins Gefängnis. So wurde aus ihm schnell ein Volksheld.

Der Charakter Ned Kelly ist ein Familienmensch, das kommt im Film sehr gut rüber. Er erzählt teilweise den Film und über sein Leben, wie er sich gerade fühlt, damit der Zuschauer ihn und sein Handeln, was die Familie und die Gerechtigkeit betrifft, besser versteht. Das fand ich als Idee sehr gut und es wurde dementsprechend umgesetzt. Die Erzählweise war nie übertrieben, ganz im Gegenteil, er ließ den Zuschauer nur dann an seinen Gedanken teilhaben, wenn etwas Gravierendes in seinem Leben passierte.

Aufwendig wurden die Schießereien umgesetzt, weshalb der Film auch besser punkten konnte als gedacht. Die Schießereien zwischen den Gesetzlosen und der Polizei waren sehr packend, aber nicht nur das. Auch der Zusammenhalt der Leute, dass sie Kelly nicht verrieten, war sehr emotional, doch was wäre ein Westernfilm, wenn es nicht auch Verrat und Enttäuschung gäbe? Das Ende war für mich persönlich von Anfang an vorhersehbar und trotzdem hat es mich dann doch umgehauen. Die letzte Aussage von Kelly erschreckte mich ein wenig. Wenn man bedenkt, dass er erst 25 Jahre alt war und abschließend fast ironisch nur meint: "So ist das Leben", also, da muss man erstmal schlucken.

Fazit

Ein gut umgesetzter Western mit hervorragenden Schauspielern, die im Film einiges wettmachten. Der Film ist wirklich sehenswert, vor allem wegen Ledger und Bloom.

Dana Greve - myFanbase
24.04.2008

Diskussion zu diesem Film